Stadt · Ebene 3

Cancún

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Region
Staat Quintana Roo, Mexiko
Einwohner
888.797
Zentrum
21.1527° N · -86.8426° E
Stadtteile
25
§ 2

Karte von Cancún

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§ 3

Cancún entdecken: Karibikstrand und Maya-Erbe

Reiseführer · redaktionell

Vor gut fünfzig Jahren lebten auf der schmalen Sandbank vor der Küste Yucatáns nur ein paar Fischer und Kokosbauern. Heute ist Cancún das wichtigste Urlaubsziel Mexikos: Ein Urlaub in Cancún bedeutet türkisfarbenes Wasser, puderweißen Sand und ideale Lage für Ausflüge zu Maya-Stätten, Cenoten und Inseln der Karibik.

Eine Stadt vom Reißbrett

Cancún ist ein Kind der Planung. Ende der 1960er-Jahre suchte die mexikanische Zentralbank per Computeranalyse nach dem besten Ort für ein neues Touristenzentrum und entschied sich für die Insel in Form einer Sieben, die sich zwischen Karibik und Lagune Nichupté erstreckt. 1970 begannen die Bauarbeiten, 1974 eröffneten die ersten Hotels. Parallel dazu entstand auf dem Festland die eigentliche Stadt für Angestellte und Zuwanderer, gegliedert in nummerierte Supermanzanas. Aus einem Dorf ist so in wenigen Jahrzehnten eine Großstadt geworden.

Zona Hotelera und Downtown

Die Zona Hotelera zieht sich rund 22 Kilometer über die Sandbank, gesäumt von Hotelhochhäusern, Einkaufszentren und Clubs. An der Punta Cancún, dem Knick der Sieben, liegt das Partyviertel mit großen Diskotheken, das im Frühjahr Ziel amerikanischer Spring-Breaker ist. Weiter südlich wird es ruhiger, die Playa Delfines ist einer der wenigen frei zugänglichen Strände ohne Hotel davor, mit dem bunten Cancún-Schriftzug als Fotomotiv. Ganz anders wirkt Downtown, das Centro auf dem Festland: Rund um den Parque de las Palapas in der Supermanzana 22 treffen sich abends Familien bei Marquesitas und Straßenmusik, und an der Avenida Tulum findet man Geschäfte und Banken des Alltags.

Sehenswürdigkeiten in Cancún

Mitten in der Hotelzone liegt die kleine Maya-Stätte El Rey mit Plattformen und Leguanen, nebenan zeigt das Museo Maya de Cancún Fundstücke aus ganz Quintana Roo; zum Museum gehört die Ausgrabung San Miguelito. Unter Wasser vor Isla Mujeres und Punta Nizuc liegt das MUSA, ein Unterwassermuseum mit Hunderten Skulpturen, die man schnorchelnd oder tauchend besucht und die gleichzeitig als künstliches Riff dienen. Der Mangrovengürtel der Lagune Nichupté lässt sich per Kajak oder Boot erkunden.

Essen in Cancún

Die Restaurants in Cancún bedienen in der Hotelzone eher internationalen Geschmack, authentischer und günstiger isst man in Downtown. Dort gibt es Cochinita pibil, Panuchos und Sopa de lima aus der yukatekischen Küche, außerdem Ceviche, Aguachile und Fisch nach Art Tikin Xic, in Achiote mariniert und im Bananenblatt gegrillt. Der Mercado 28 ist ein Klassiker für Kunsthandwerk und einfache Lokale, im Mercado 23 kaufen die Einheimischen ein. Für Ausgehwillige ist Cancún eine der lebhaftesten Städte des Landes: In den Großdiskotheken der Punta Cancún laufen Shows mit Akrobaten, während in den Bars von Downtown rund um den Parque de las Palapas eher Einheimische bei Bier und Livemusik sitzen.

Ausflüge in die Umgebung

Von Puerto Juárez setzen Fähren in rund 20 Minuten nach Isla Mujeres über, wo man mit dem Golfcart die Insel umrundet. Holbox mit Walhaien im Sommer, die Ruinen von Chichén Itzá und Ek Balam, die Cenoten um Valladolid sowie Playa del Carmen und Tulum an der Riviera Maya sind beliebte Tagesziele. Seit Ende 2023 verbindet der Tren Maya Cancún mit Mérida und weiteren Orten der Halbinsel.

Unterwegs, Sicherheit und beste Reisezeit

Der Flughafen Cancún (CUN) ist der zweitgrößte Mexikos und hat viele Direktverbindungen nach Europa, darunter nach Frankfurt. Ein neuer Bahnhof des Tren Maya liegt nahe dem Flughafen. Zwischen Downtown und Hotelzone pendeln rund um die Uhr Busse der Linien R1 und R2, nach Playa del Carmen fahren ADO-Busse und Colectivos. Die touristischen Gebiete sind stark bewacht und gelten bei üblicher Vorsicht als sicher; Gewaltkriminalität zwischen Banden kommt in Randvierteln vor. Die beste Reisezeit ist von Dezember bis April mit wenig Regen. Von Juni bis November ist Hurrikansaison, und im Sommer treibt mitunter viel Sargassum-Seegras an die Strände, wobei die nach Norden zur Bucht von Isla Mujeres gewandten Strände meist weniger betroffen sind.

§ 4

Häufige Fragen zu Cancún

kurz beantwortet

Welche Sehenswürdigkeiten sollte man in Cancún gesehen haben?

In Cancún lohnt sich vor allem die kleine Maya-Stätte El Rey (Ruinas del Rey) mitten in der Zona Hotelera, wo du Plattformen und Leguane siehst. Eine weitere Maya-Stätte in der Liste ist Yamil Lu'um. Außerdem kannst du den Mangrovengürtel der Lagune Nichupté per Kajak oder Boot erkunden. Insgesamt listet travelguide195 rund 345 Sehenswürdigkeiten in Cancún.

Welche Museen gibt es in Cancún?

Das bekannteste Museum in Cancún ist das Museo Maya de Cancún, das Fundstücke aus ganz Quintana Roo zeigt und zu dem die Ausgrabung San Miguelito gehört. Unter Wasser vor Isla Mujeres und Punta Nizuc liegt das MUSA, ein Unterwassermuseum mit Hunderten Skulpturen, die du schnorchelnd oder tauchend besuchst und die zugleich als künstliches Riff dienen. Daneben gibt es das Wachsfigurenkabinett Museo de Cera Cancún und das Museo del Automóvil Antiguo del Sureste. travelguide195 listet rund 33 Museen in Cancún.

Sollte man in Cancún in der Zona Hotelera oder in Downtown wohnen?

Das hängt davon ab, ob du Strand und Hotelanlagen oder städtischen Alltag suchst. Die Zona Hotelera zieht sich rund 22 Kilometer über eine Sandbank zwischen Karibik und Lagune Nichupté und ist mit Hotelhochhäusern, Einkaufszentren und Clubs gesäumt; travelguide195 listet dort rund 1.082 Orte. Downtown, das Centro auf dem Festland, wirkt alltäglicher: Rund um den Parque de las Palapas in der Supermanzana 22 treffen sich abends Familien, und an der Avenida Tulum liegen Geschäfte und Banken. Insgesamt listet travelguide195 rund 1.133 Hotels in Cancún.

Was isst man in Cancún und wo isst man günstiger?

In Cancún isst du authentischer und günstiger in Downtown, während die Restaurants der Hotelzone eher internationalen Geschmack bedienen. Typisch sind yukatekische Gerichte wie Cochinita pibil, Panuchos und Sopa de lima sowie Ceviche, Aguachile und Fisch nach Art Tikin Xic, in Achiote mariniert und im Bananenblatt gegrillt. travelguide195 listet rund 3.714 Restaurants in Cancún, davon 997 mit mexikanischer Küche und 323 mit Fisch und Meeresfrüchten.

Gibt es in Cancún frei zugängliche Strände?

Ja, die Playa Delfines im ruhigeren Süden der Zona Hotelera von Cancún ist einer der wenigen frei zugänglichen Strände ohne Hotel davor. Dort steht auch der bunte Cancún-Schriftzug, ein beliebtes Fotomotiv.

Wo ist in Cancún abends am meisten los?

Das Partyviertel von Cancún liegt an der Punta Cancún, dem Knick der Zona Hotelera, mit großen Diskotheken. Im Frühjahr ist es Ziel amerikanischer Spring-Breaker. Für ruhigere Abende listet travelguide195 rund 45 Cocktailbars in Cancún, darunter eine Speakeasy-Bar.