Stadt · Ebene 3

Iwaki · いわき市

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Region
Präfektur Fukushima, Japan
Einwohner
336.111
Zentrum
37.0504° N · 140.8876° E
Stadtteile
–
Iwaki – Stadtansicht
Iwaki · © Altomarina · CC BY-SA 3.0
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Karte von Iwaki

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Iwaki entdecken: Hula, Aquarium und Pazifikküste

Reiseführer · redaktionell

Als die Kohlegruben schlossen, brachten die Bergmannstöchter ihrer Heimat Hula bei – und schufen ein Freizeitbad, das bis heute Gäste aus ganz Japan anzieht. Eine Reise nach Iwaki führt an die Pazifikküste von Fukushima, zu heißen Quellen, einem großen Aquarium und einem der wichtigsten Fischereihäfen der Region.

Vom Kohlerevier zum Badeort

Über hundert Jahre lang wurde im Jōban-Kohlefeld rund um Iwaki Steinkohle abgebaut, die Tokio mit Energie versorgte. In den 1960er Jahren ging der Bergbau zu Ende, und die Betreibergesellschaft nutzte das heiße Wasser, das aus den Stollen sprudelte, für eine Idee, die damals verrückt wirkte: ein Hawaii-Resort mitten im Nordosten Japans. 1966 eröffnete das heutige Spa Resort Hawaiians, und die Töchter der Bergleute traten als Hula-Tänzerinnen auf. Die Geschichte wurde 2006 im Film „Hula Girls“ erzählt. Heute verbindet die Anlage Thermalbecken, Wasserrutschen und abendliche Tanzshows.

Sehenswürdigkeiten in Iwaki

Am Hafen von Onahama steht das Aquarium Aquamarine Fukushima, ein Glasbau, der die Begegnung der kalten Oyashio- und der warmen Kuroshio-Strömung vor der Küste zeigt; in einem Tunnel schwimmen Sardinenschwärme über die Köpfe der Besucher. Nebenan bietet das Hafengebäude LaLa Mew einen Markt mit Fisch und Spezialitäten. Die Amida-Halle von Shiramizu aus dem Jahr 1160 ist ein Nationalschatz, umgeben von einem Teichgarten im Stil des Reinen Landes, besonders schön zur Herbstfärbung. Der Leuchtturm Shioyazaki auf einer Klippe über dem Meer wurde durch ein Lied der Sängerin Misora Hibari berühmt und bietet einen weiten Blick über die Küste.

Essen in Iwaki

Der Fisch aus dem Meer vor Iwaki gilt als besonders gut, weil sich hier warme und kalte Strömungen mischen. Ein lokaler Liebling ist Mehikari, ein kleiner Tiefseefisch mit großen Augen, der frittiert oder getrocknet und gegrillt serviert wird. Im Winter steht Ankō-Nabe auf der Karte, ein Eintopf mit Seeteufel, im Sommer gibt es Uni-no-Kaiyaki, Seeigel in Muschelschalen gebacken. Iwaki wurde 2011 vom Tsunami getroffen; heute sind Hafen und Markt wieder voller Leben, und Fischer verkaufen ihren Fang mit strengen Kontrollen.

Onsen und Ausflüge

Das Viertel Yumoto zählt zu den ältesten Thermalorten Japans und war einst Rastplatz an der Küstenstraße. Rund um den Bahnhof liegen Ryokan und öffentliche Bäder, und ein kostenloses Fußbad lädt zum Pausieren ein. Weil das Stadtgebiet riesig ist, reicht es vom Pazifik bis tief in die Berge des Abukuma-Hochlands, wo Schluchten zum Wandern einladen.

Anreise und beste Reisezeit

Mit dem Limited Express Hitachi ist man von Tokio in gut zwei Stunden in Iwaki. Das Klima ist für Tōhoku mild, mit wenig Schnee im Winter und frischen Sommern. Die beste Reisezeit ist von Mai bis Oktober, wenn Strände wie Nakoso und Usuiso geöffnet sind. Im Frühling blühen die Kirschen an der alten Grenzbarriere Nakoso, die schon in klassischen Gedichten besungen wurde, und im Herbst färbt sich der Ahorn am Natsui-Fluss. Wer im Spa Resort übernachtet, kann abends die Shows erleben und am nächsten Tag die Küste erkunden.

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