Stadt · Ebene 3

Fukuyama · 福山市

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Region
Präfektur Hiroshima, Japan
Einwohner
459.576
Zentrum
34.4857° N · 133.3623° E
Stadtteile
–
Fukuyama – Stadtansicht
Fukuyama · © Nagono · CC BY-SA 3.0
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Karte von Fukuyama

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Fukuyama entdecken: Burg, Rosen und Tomonoura

Reiseführer · redaktionell

Kaum eine japanische Burg liegt so nah an den Gleisen wie die von Fukuyama – wer aus dem Shinkansen steigt, sieht sie direkt vom Bahnsteig. Eine Reise nach Fukuyama verbindet Burgstadt, Rosenfest und einen der stimmungsvollsten alten Häfen an der Seto-Inlandsee.

Die Burg am Bahnhof

1622 ließ der Fürst Mizuno Katsunari die Burg Fukuyama errichten, als Bollwerk des Shōgunats im Westen Japans. Der Hauptturm wurde im Krieg 1945 zerstört und 1966 wiederaufgebaut; heute zeigt er ein Museum zur Geschichte der Region. Erhalten sind dagegen der Fushimi-Wachturm, der der Überlieferung nach aus der Burg Fushimi in Kyōto hierher versetzt wurde, sowie ein Burgtor. Der Hügel um die Burg ist ein Park mit Museen für Kunst und Geschichte und zur Kirschblüte ein beliebter Treffpunkt.

Die Rosenstadt

Nach der Zerstörung im Krieg pflanzten Bürger Rosen, um Hoffnung in die Stadt zu bringen. Daraus wurde eine Tradition: Fukuyama nennt sich Rosenstadt, entlang vieler Straßen blühen Rosen, und der Rosenpark im Zentrum ist im Mai der Mittelpunkt des Rosenfestes mit Paraden und Märkten. Auch im Herbst gibt es eine zweite Blüte. Wer im Frühsommer kommt, erlebt die Stadt von ihrer duftenden Seite.

Tomonoura: Hafen der Gezeiten

Rund eine halbe Stunde mit dem Bus südlich liegt Tomonoura, eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Fukuyama. Seit Jahrhunderten warteten hier Schiffe auf den Wechsel der Gezeiten, die in der Inlandsee aus beiden Richtungen aufeinandertreffen. Der steinerne Leuchtturm Jōyatō, alte Kaimauern und schmale Gassen mit Holzhäusern sind erhalten. Vom Gästesaal Taichōrō im Tempel Fukuzen-ji blickten koreanische Gesandte einst auf die Insel Sensuijima, die man mit einer kurzen Fähre erreicht. Regisseur Hayao Miyazaki verbrachte hier Zeit und ließ sich für den Film Ponyo inspirieren. Typisch für den Ort ist Hōmeishu, ein süßer Kräuterlikör.

Essen in Fukuyama

Die Inlandsee liefert vor allem Meerbrassen, die in Tomonoura traditionell mit Netzen gefangen und als Sashimi oder auf Reis serviert werden. Auch kleine Garnelen, Oktopus und Austern aus der Präfektur Hiroshima stehen auf den Karten. Kuwai, Pfeilkrautknollen, sind ein lokales Neujahrsgemüse. Restaurants rund um den Bahnhof servieren außerdem Okonomiyaki im Hiroshima-Stil mit Nudeln. Die Region ist zudem für Denim bekannt; mehrere Webereien in der Umgebung beliefern internationale Marken.

Unterwegs in Fukuyama

Fukuyama ist Halt der Nozomi-Züge des Sanyō-Shinkansen, nach Hiroshima sind es rund 25 Minuten, nach Osaka etwa eine Stunde. Die Flughäfen Hiroshima und Okayama sind per Bus oder Bahn erreichbar. Busse fahren nach Tomonoura, und das nahe Onomichi ist Startpunkt des Shimanami-Kaidō-Radwegs über die Inseln. Die beste Reisezeit ist der Mai zur Rosenblüte oder der milde Herbst. Im Sommer ist es heiß und feucht, doch dann locken Bootsfahrten in Tomonoura und Feuerwerke an der Küste. Wer Zeit hat, kombiniert Fukuyama mit Onomichi und seinen Tempelpfaden am Hang, mit dem Kunstviertel von Kurashiki oder mit Hiroshima und Miyajima, die beide in gut einer Stunde erreichbar sind.

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Stadtteile von Fukuyama

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