Stadt · Ebene 3

Phan Thiết

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Region
Provinz Lâm Đồng, Vietnam
Einwohner
228.536
Zentrum
10.9296° N · 108.1044° E
Stadtteile
4
Phan Thiết – Stadtansicht
Phan Thiết · © Original uploader was Nguyễn Đông Sơn at vi.wikipedia · CC BY-SA 3.0
§ 1

Highlights in Phan Thiết

die bekanntesten Sehenswürdigkeiten
§ 2

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§ 3

Phan Thiết entdecken: Fischsauce, Dünen und Mũi Né

Reiseführer · redaktionell

Fischerboote in leuchtenden Farben, endlose Drachenfruchtfelder und rote Sanddünen am Meer: Phan Thiết und das benachbarte Mũi Né sind eines der beliebtesten Strandziele im Süden Vietnams. Ein Urlaub in Phan Thiết verbindet Wassersport mit Fischerdorfleben und der Geschichte der Cham.

Cham-Erbe und Fischsauce

Die Region gehörte bis ins 17. Jahrhundert zum Königreich Champa, dessen Bauten auf dem Hügel Po Sah Inư erhalten sind. Später entwickelte sich Phan Thiết zu einem Zentrum der Fischsauce; Nước mắm aus Phan Thiết war lange so bekannt wie die aus Phú Quốc. Ein berühmter Bewohner war der junge Ho Chi Minh, der 1910 an der Dục-Thanh-Schule unterrichtete, bevor er nach Europa aufbrach. Im Zuge der Verwaltungsreform 2025 wurde die Provinz Bình Thuận, deren Hauptstadt Phan Thiết war, mit Lâm Đồng zusammengelegt. Die Stadt ist seitdem in mehrere Phường gegliedert, darunter Phú Thủy, Phan Thiết, Bình Thuận und Hàm Thắng.

Sehenswürdigkeiten in Phan Thiết

Wahrzeichen im Zentrum ist der Wasserturm von 1928 am Cà-Ty-Fluss, der abends beleuchtet wird. Auf der anderen Flussseite liegt die Dục-Thanh-Schule mit einem kleinen Museum. Am Hafen schaukeln Hunderte blauer und roter Fischkutter, morgens herrscht hier geschäftiges Treiben. Die Po-Sah-Inư-Türme aus dem 8. Jahrhundert, drei kleine Ziegeltürme der Cham, thronen auf einem Hügel an der Straße nach Mũi Né. Südlich der Stadt ragt der Berg Tà Cú mit einer der größten liegenden Buddha-Statuen Vietnams auf, erreichbar mit einer Seilbahn. Weiter südlich steht auf der Insel Kê Gà ein Leuchtturm aus der Kolonialzeit.

Mũi Né und die Dünen

Rund 20 Kilometer östlich liegt Mũi Né, ein Fischerdorf, das sich zu einem Zentrum für Kitesurfer entwickelt hat. Zwischen November und April sorgen konstante Winde für ideale Bedingungen, zahlreiche Schulen bieten Kurse an. Hinter dem Ort erheben sich die roten Dünen, weiter nördlich die Weißen Dünen von Bàu Trắng mit einem Lotussee, wo man Sonnenaufgänge erlebt. Der „Feenbach“, ein flacher Bachlauf zwischen roten und weißen Sandsteinwänden, lässt sich barfuß erwandern. Am Fischerhafen von Mũi Né werden frühmorgens runde Korbboote mit dem Fang an Land gerudert.

Essen in Phan Thiết

Die Küche dreht sich um Fisch und Meeresfrüchte. Typisch sind Bánh căn, kleine Reiskuchen mit Ei oder Tintenfisch, Gỏi cá mai, ein Salat aus marinierten Sardellen, und Bánh hỏi lòng heo. Die Region ist der größte Produzent von Drachenfrüchten in Vietnam; nachts leuchten die Felder, weil Lampen die Blüte anregen. In Mũi Né reihen sich Fischlokale an der Küstenstraße, in denen man Hummer, Muscheln und Krebse aus Becken auswählt.

Anreise und beste Reisezeit

Seit der Eröffnung der Schnellstraße erreicht man Phan Thiết von Ho-Chi-Minh-Stadt in etwa drei Stunden. Ein Schnellzug verbindet Saigon mit Phan Thiết, außerdem hält die Nord-Süd-Bahn in der Nähe. Der neue Flughafen Phan Thiết soll den Flugverkehr in die Region bringen. Die beste Reisezeit ist die Trockenzeit von November bis April, ideal für Kitesurfer. Von Mai bis Oktober regnet es häufiger, dafür ist das Meer ruhiger. Am Wochenende kommen viele Ausflügler aus Saigon, unter der Woche geht es an den Stränden deutlich entspannter zu.