Stadt · Ebene 3

Tucson

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Region
Arizona, USA
Einwohner
542.629
Zentrum
32.2229° N · -110.9748° E
Stadtteile
9
Tucson – Stadtansicht
Tucson · © unknown; cleaned up, rotated and levels adjustment by Howcheng. · Public domain
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Karte von Tucson

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§ 3

Tucson entdecken: Saguaros, Missionen und Sonora-Küche

Reiseführer · redaktionell

Riesige Saguaro-Kakteen mit erhobenen Armen säumen die Straßen am Stadtrand, und abends glühen die Berge in Rot und Violett – Tucson liegt mitten in der Sonorawüste. Eine Reise nach Tucson verbindet Wüstennatur mit einer der ältesten Stadtgeschichten der USA, einer lebendigen Universitätsszene und mexikanisch geprägter Küche. Für einen Winterurlaub in Arizona ist die entspannte Stadt eine wunderbare Alternative zu Phoenix.

Viertausend Jahre Geschichte

Das Tal des Santa Cruz River gehört zu den am längsten durchgehend besiedelten Orten Nordamerikas, die Tohono O'odham leben bis heute in der Region. 1775 gründeten die Spanier das Presidio San Agustín del Tucsón, dessen Rekonstruktion man in Downtown besichtigen kann. Erst 1854 kam die Region durch den Gadsden-Kauf zu den USA. Das Barrio Viejo bewahrt Adobe-Häuser in Pastellfarben, das benachbarte Armory Park viktorianische Bauten aus der Eisenbahnzeit des späten 19. Jahrhunderts. Heute prägen die University of Arizona, Astronomie und die Luftwaffenbasis Davis-Monthan die Stadt.

Sehenswürdigkeiten in Tucson

Der Saguaro National Park umschließt die Stadt mit zwei Teilen im Osten und Westen, Panoramastraßen und Wanderwege führen durch Wälder aus Kakteen. Das Arizona-Sonora Desert Museum ist eine Mischung aus Zoo, botanischem Garten und Naturkundemuseum mit Kojoten, Pumas und Kolibris. Südlich der Stadt leuchtet die weiße Mission San Xavier del Bac, die „weiße Taube der Wüste“, eines der schönsten Bauwerke der spanischen Kolonialzeit in den USA. Im Pima Air & Space Museum stehen Hunderte Flugzeuge, daneben liegt der riesige Flugzeugfriedhof der Luftwaffe. Der Sabino Canyon in den Santa Catalina Mountains lädt zu Wanderungen an Wasserbecken ein.

Viertel, Kultur und Essen in Tucson

Rund um die Universität liegen die Viertel West University mit Bungalows und der Fourth Avenue voller Bars und Secondhand-Läden, Sam Hughes mit ruhigen Straßen sowie Pie Allen und Campus Farm. Westlich des Flusses liegt Menlo Park am Fuß des Sentinel Peak, „A Mountain“ genannt wegen des großen Buchstabens am Hang. Die Sun Link Streetcar verbindet diese Gegenden mit Downtown und dem Mercado San Agustín. Das Arizona State Museum, das Center for Creative Photography mit Werken von Ansel Adams und das Tucson Museum of Art bieten Kultur. Im Februar verwandelt die Gem, Mineral & Fossil Showcase die Stadt in den größten Edelsteinmarkt der Welt.

Als erste Stadt der USA wurde Tucson 2015 zur UNESCO-Stadt der Gastronomie ernannt. Die Restaurants in Tucson stehen für die Sonora-Küche: Carne Seca, luftgetrocknetes Rindfleisch, riesige Weizentortillas, Chimichangas und der Sonoran Hot Dog im Speckmantel mit Bohnen und Salsa. Mesquite-Mehl, Kaktusfrüchte und Tepary-Bohnen aus der Tradition der Ureinwohner finden sich in kreativen Gerichten. An der South 12th Avenue reihen sich Taquerías und Food Trucks.

Unterwegs, Reisezeit und Ausflüge

Der Tucson International Airport liegt rund 15 Minuten südlich von Downtown, ein Mietwagen ist für Nationalpark und Umgebung unerlässlich. Die beste Reisezeit liegt zwischen Oktober und April; im Sommer ist es oft über 40 Grad heiß, von Juli bis September bringt der Monsun dramatische Gewitter. Ausflüge führen auf den Mount Lemmon mit Kiefernwäldern auf über 2.700 Metern, zur Sternwarte am Kitt Peak, in die Westernstadt Tombstone und zu den Höhlen im Kartchner Caverns State Park.