Stadt · Ebene 3

Miami

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Region
Florida, USA
Einwohner
442.241
Zentrum
25.7742° N · -80.1936° E
Stadtteile
–
Miami – Stadtansicht
Miami · © Marc Averette · CC BY-SA 3.0
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Karte von Miami

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§ 4

Miami entdecken: Little Havana, Wynwood und Biscayne Bay

Reiseführer · redaktionell

Domino-Spieler im Máximo Gómez Park, der Duft von Café Cubano und meterhohe Wandbilder in alten Lagerhallen: Miami klingt und schmeckt lateinamerikanischer als jede andere Großstadt der USA. Eine Reise nach Miami verbindet Kunst, Karibikflair und Strand mit einer Skyline, die jedes Jahr höher wird. Für einen Urlaub in Miami sind die trockenen, warmen Wintermonate perfekt – während im Norden Schnee liegt, badet man hier im Atlantik.

Eine junge Stadt mit vielen Wurzeln

Miami gehört zu den wenigen großen US-Städten, die von einer Frau gegründet wurden: Die Geschäftsfrau Julia Tuttle überzeugte den Eisenbahnmagnaten Henry Flagler, seine Bahnlinie bis an die Biscayne Bay zu verlängern, und 1896 wurde die Stadt offiziell gegründet. Nach Immobilienbooms und Hurrikans veränderte die kubanische Revolution ab 1959 Miami grundlegend – Hunderttausende Exilkubaner kamen, später Menschen aus Haiti, Venezuela, Kolumbien und Nicaragua. Heute ist die Stadt Finanz- und Handelszentrum für Lateinamerika, ein Großteil der Bewohner spricht Spanisch im Alltag.

Sehenswürdigkeiten in Miami

Little Havana rund um die Calle Ocho ist das Herz der kubanischen Gemeinde: Zigarrenroller, Fruchtsaftstände, der Walk of Fame lateinamerikanischer Stars und im Máximo Gómez Park die legendären Dominorunden. Am letzten Freitag im Monat feiert das Viertel die Viernes Culturales mit Musik und Kunst. Das Vizcaya Museum and Gardens, eine Villa im Stil der italienischen Renaissance aus den 1910er-Jahren, liegt mit prächtigen Gärten direkt an der Bucht. Downtown mit dem Bayfront Park und dem Bayside Marketplace ist Ausgangspunkt für Bootsfahrten zu den Villen der Stars auf den Inseln. Coconut Grove mit üppigen Bäumen und Jachthafen und Coral Gables mit dem Venetian Pool, einem Freibad in einem alten Steinbruch, zeigen die grüne Seite der Region.

Kunst, Museen und Viertel

Die Wynwood Walls haben aus einem Lagerhausviertel ein Freiluftmuseum der Street Art gemacht, rundherum entstanden Galerien, Brauereien und Bars. Das Pérez Art Museum Miami am Museum Park beeindruckt mit hängenden Gärten auf der Terrasse, das Frost Science Museum nebenan mit einem riesigen Aquarium. Im Design District reihen sich Luxusboutiquen und Kunstinstallationen. Jeden Dezember verwandelt die Kunstmesse Art Basel Miami Beach die Region in einen Treffpunkt der internationalen Kunstwelt. Brickell, das Finanzviertel mit glänzenden Wohntürmen, ist zugleich ein Ausgehviertel mit Rooftop-Bars, Little Haiti bewahrt mit Märkten und Kulturzentrum karibische Traditionen.

Essen in Miami

Die Restaurants in Miami sind ein Spiegel Lateinamerikas. Das Cubano-Sandwich mit Schweinebraten, Schinken, Käse und Gurke, Croquetas, Ropa Vieja und Pastelitos gehören zur kubanischen Grundausstattung, getrunken wird Café Cubano aus kleinen Tassen am Fenster einer „Ventanita“. Peruanisches Ceviche, venezolanische Arepas und haitianisches Griot sind ebenso verbreitet. Stone Crabs, Steinkrabbenscheren mit Senfsauce, gibt es von Mitte Oktober bis Anfang Mai. Zum Nachtisch passt Key Lime Pie, der Limettenkuchen der Florida Keys.

Strände und Inseln

Auch ohne Abstecher nach Miami Beach gibt es Badestellen: Auf Key Biscayne liegen der Crandon Park mit flachem Wasser und der Bill Baggs Cape Florida State Park mit Leuchtturm von 1825. Virginia Key ist bei Kitesurfern beliebt. Rund um die Bucht laden Kajak- und Paddeltouren zwischen Mangroven ein, und vom Rickenbacker Causeway hat man einen der schönsten Blicke auf die Skyline von Downtown und Brickell.

Unterwegs, Reisezeit und Ausflüge

Der Miami International Airport liegt rund 15 Kilometer westlich von Downtown; die Metrorail verbindet ihn mit der Innenstadt und Brickell, der kostenlose Metromover kreist durch das Zentrum. Nach Miami Beach fahren Busse, für Ausflüge ist ein Auto praktisch. Der Brightline-Zug verbindet Miami mit Fort Lauderdale und Orlando. Die beste Reisezeit liegt zwischen November und April; der Sommer ist heiß, schwül und gewitterreich, von Juni bis November herrscht Hurrikansaison. Ausflüge führen nach Miami Beach mit dem Art-déco-Viertel, in den Everglades-Nationalpark mit Alligatoren und Airboat-Touren, nach Key Biscayne und über den Overseas Highway bis nach Key West.

§ 5

Häufige Fragen zu Miami

kurz beantwortet

Welche Sehenswürdigkeiten sollte man in Miami gesehen haben?

Zu den Klassikern in Miami gehören Little Havana rund um die Calle Ocho, die Wynwood Walls und der historische Freedom Tower. Im Máximo Gómez Park in Little Havana treffen sich Domino-Spieler, und die Wynwood Walls haben ein ehemaliges Lagerhausviertel in ein Freiluftmuseum für Street Art verwandelt. Downtown mit dem Bayfront Park und dem Bayside Marketplace ist Ausgangspunkt für Bootsfahrten. travelguide195 listet für Miami insgesamt rund 589 Sehenswürdigkeiten.

Welche Museen lohnen sich in Miami?

In Miami lohnen sich besonders das Vizcaya Museum and Gardens, das Pérez Art Museum Miami und das Frost Science Museum. Vizcaya ist eine Villa im Stil der italienischen Renaissance aus den 1910er-Jahren mit Gärten direkt an der Biscayne Bay. Das Pérez Art Museum am Museum Park hat hängende Gärten auf der Terrasse, das benachbarte Frost Science Museum ein großes Aquarium. Mit Kindern bietet sich das Miami Children's Museum an; travelguide195 listet rund 73 Museen in Miami.

Wann ist die beste Reisezeit für Miami?

Für einen Urlaub in Miami eignen sich die trockenen, warmen Wintermonate besonders gut, denn dann kannst du im Atlantik baden. Im Dezember findet zudem die Kunstmesse Art Basel Miami Beach statt, die die internationale Kunstwelt in die Region bringt. Wer Kultur in Little Havana erleben möchte, plant den letzten Freitag im Monat ein, wenn dort die Viernes Culturales mit Musik und Kunst gefeiert werden.

Was und wo kann man in Miami gut essen?

Miami bietet eine große Auswahl an Restaurants, darunter viele kubanische Lokale. travelguide195 listet rund 2.994 Restaurants in Miami, davon etwa 133 mit kubanischer Küche, 186 Pizzerien, 149 italienische, 144 mexikanische und 104 Sushi-Restaurants. Kubanische Esskultur erlebst du besonders in Little Havana an der Calle Ocho mit Fruchtsaftständen und Café Cubano.

Wo kann man in Miami abends ausgehen?

Zum Ausgehen in Miami bietet sich vor allem Brickell an, das Finanzviertel mit Rooftop-Bars und Cocktailbars. travelguide195 listet rund 82 Cocktailbars und einen Speakeasy in Miami. Auch rund um die Wynwood Walls gibt es Bars und Brauereien. Für Musikfans sind auf travelguide195 aktuell 44 Konzerte in Miami angekündigt.

Gibt es fertige Tagestouren für Miami?

Ja, travelguide195 bietet für Miami vier fertige Tagestouren mit unterschiedlichen Themen an. „Miami kompakt: Vizcaya, Brickell und Downtown an einem Tag“ führt zu 9 Stopps mit 3,6 km zu Fuß, die Museumstour „Von Museum Park nach Wynwood“ hat 5 Stopps und 1,9 km Fußweg. Die kulinarische Tour von Downtown nach Brickell umfasst 11 Stopps und 7,5 km, der Hochhausspaziergang am Miami River 14 Stopps und 6,8 km.

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