Stadt · Ebene 3

Fort Worth

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Region
Texas, USA
Einwohner
918.915
Zentrum
32.7532° N · -97.3327° E
Stadtteile
3
Fort Worth – Stadtansicht
Fort Worth · © DerekAyala27 · CC BY 4.0
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Karte von Fort Worth

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Fort Worth entdecken: Stockyards, Kunst und Cowboys

Reiseführer · redaktionell

Zweimal täglich trotten Longhorn-Rinder mit ausladenden Hörnern über die Exchange Avenue, begleitet von Cowboys zu Pferd – in Fort Worth lebt der Wilde Westen weiter. Eine Reise nach Fort Worth überrascht aber ebenso mit einem Museumsviertel von internationalem Rang und einer lebendigen Innenstadt. Für einen Urlaub in Texas, der Cowboy-Kultur und Kunst verbindet, ist „Cowtown“ die perfekte Ergänzung zum benachbarten Dallas.

Wo der Westen beginnt

1849 errichtete die US-Armee am Trinity River einen kleinen Militärposten, benannt nach General William Jenkins Worth. Nach dem Bürgerkrieg wurde die Siedlung zur letzten großen Station am Chisholm Trail, auf dem Cowboys Millionen Rinder von Texas nach Kansas trieben. Saloons, Spielhallen und Bordelle im berüchtigten „Hell's Half Acre“ machten die Stadt bekannt. Mit der Eisenbahn kamen 1876 die Viehhöfe und später große Fleischfabriken, die Stockyards wurden zum Zentrum des Viehhandels im Südwesten. Ölfunde und später die Luftfahrtindustrie sorgten für weiteres Wachstum. Heute hat Fort Worth rund eine Million Einwohner und gehört zu den am schnellsten wachsenden Großstädten der USA. Ihr Motto lautet passend: „Where the West Begins“.

Sehenswürdigkeiten in Fort Worth

Der Fort Worth Stockyards National Historic District ist das Herz der Cowboy-Kultur. Um 11:30 und 16 Uhr findet der Fort Worth Herd statt, der einzige täglich stattfindende Viehtrieb der Welt. Freitags und samstags gibt es im Cowtown Coliseum Rodeos, das erste überdachte Rodeo der Welt fand hier 1918 statt. In den Läden der Exchange Avenue kauft man Stiefel, Hüte und Gürtelschnallen, im Billy Bob's Texas, einem der größten Honky-Tonks der Welt, wird abends getanzt und sogar Bullenreiten gezeigt. In Downtown Fort Worth lockt der Sundance Square mit Plätzen, Theatern und Wandbildern, die Fort Worth Water Gardens von Philip Johnson sind eine Oase aus Kaskaden und Becken.

Museen im Cultural District

Im Cultural District liegen erstklassige Museen dicht beieinander. Das Kimbell Art Museum ist schon wegen seiner Architektur von Louis Kahn mit gewölbten Betondächern und Oberlicht berühmt, die Sammlung reicht von Michelangelos erstem Gemälde bis zu Picasso. Gegenüber zeigt das Modern Art Museum of Fort Worth in einem Bau von Tadao Ando Werke von Rothko bis Warhol über einem spiegelnden Wasserbecken. Das Amon Carter Museum of American Art widmet sich Frederic Remington und Charles Russell, deren Gemälde den Wilden Westen festhielten, und das National Cowgirl Museum würdigt Frauen der Pionierzeit. Der Eintritt in viele Häuser ist frei.

Essen in Fort Worth

Rindfleisch ist hier Ehrensache. Die Restaurants in Fort Worth bieten Steaks vom Grill, texanisches Barbecue mit Brisket und Rippchen sowie Chicken Fried Steak mit weißer Pfeffersauce. In den Stockyards servieren Steakhäuser riesige Ribeyes, und Tex-Mex hat in Fort Worth eine lange Tradition, etwa mit Enchiladas und Queso. Das Viertel Near Southside mit der Magnolia Avenue gilt als kreativste Restaurantmeile mit Brauereien und Cafés, das historische Viertel Fairmount mit seinen Bungalows ist ideal für einen Bummel. Im Süden der Stadt liegt Wedgwood, ein ruhiges Wohngebiet mit Parks.

Viertel zum Bummeln

Neben den Stockyards und Downtown lohnt das West 7th District zwischen Innenstadt und Cultural District mit Bars, Restaurants und Wohnanlagen. Am Trinity River verläuft ein langes Netz aus Rad- und Wanderwegen, und im Fort Worth Botanic Garden mit japanischem Garten findet man Ruhe. Der Sundance Square ist im Advent mit einem riesigen Weihnachtsbaum geschmückt, im Sommer finden dort Konzerte statt. Wer Westernkleidung sucht, wird in den traditionsreichen Läden der Stadt fündig.

Unterwegs, Reisezeit und Ausflüge

Der Flughafen Dallas/Fort Worth liegt zwischen beiden Städten, der TEXRail-Zug fährt direkt von dort nach Downtown Fort Worth. Mit dem Trinity Railway Express gelangt man nach Dallas, innerhalb der Stadt fahren Busse von Trinity Metro, für die Stockyards ist ein Auto oder Fahrdienst praktisch. Die beste Reisezeit sind Frühling und Herbst; im Januar und Februar lockt die Fort Worth Stock Show & Rodeo, eine der ältesten Viehschauen des Landes. Im Sommer ist es sehr heiß. Ausflüge führen nach Dallas, zur Rennstrecke Texas Motor Speedway, in den Dinosaur Valley State Park mit versteinerten Dinosaurierspuren und nach Granbury mit seinem historischen Platz am See.