Stadt · Ebene 3

Durham

1.454 Orte in Durham – von Wahrzeichen bis zur Cocktailbar. Wähle eine Kategorie, einen Stadtteil oder stöbere auf der Karte.Eigene Tour planen

Region
North Carolina, USA
Einwohner
283.506
Zentrum
35.9967° N · -78.9018° E
Stadtteile
3
Durham – Stadtansicht
Durham · © Discover Durham · CC BY 4.0
§ 2

Karte von Durham

Top-Orte je Kategorie
EbenenKarte
§ 3

Durham entdecken: Tabakfabriken, Duke und Bull City

Reiseführer · redaktionell

Ein Wasserturm mit dem Logo von Lucky Strike überragt noch heute die Backsteinhallen, in denen einst Milliarden Zigaretten gerollt wurden. Eine Reise nach Durham zeigt, wie aus einer Tabakstadt ein Zentrum für Forschung, Medizin und gute Küche geworden ist – mit gotischer Universitätskapelle, Baseball und viel Südstaatencharme.

Von Bull Durham zur Wissenschaftsstadt

Nach dem Bürgerkrieg machte die Tabakmarke „Bull Durham“ die Stadt bekannt, daher der Spitzname Bull City. Die Familie Duke baute mit der American Tobacco Company ein Imperium auf und stiftete die Mittel, aus dem Trinity College die Duke University zu machen. Gleichzeitig entwickelte sich mit der Parrish Street ein Zentrum schwarzer Unternehmer, bekannt als „Black Wall Street“. Als die Tabakindustrie verschwand, übernahmen Universität, Krankenhäuser und der Research Triangle Park zwischen Durham, Raleigh und Chapel Hill die Rolle des Wirtschaftsmotors.

Sehenswürdigkeiten in Durham

Die Duke Chapel mit ihrem neugotischen Turm ist der Mittelpunkt des Campus, und die Sarah P. Duke Gardens zählen zu den schönsten Gärten im Südosten. Das Nasher Museum of Art zeigt moderne und zeitgenössische Kunst. Im Duke Lemur Center lebt die größte Lemurenkolonie außerhalb Madagaskars. In Downtown Durham sind die alten Tabakfabriken American Tobacco Campus und Brightleaf Square zu Restaurants, Büros und Läden umgebaut. Das Durham Performing Arts Center bringt Broadway-Produktionen in die Stadt, und im Durham Bulls Athletic Park spielt das Minor-League-Team, das durch den Film „Annies Männer“ berühmt wurde. Das Museum of Life and Science mit Schmetterlingshaus begeistert Familien.

Essen in Durham und Ausgehen

Die Restaurantszene von Durham wird regelmäßig landesweit gelobt. Neben Barbecue im östlichen North-Carolina-Stil mit Essigsauce gibt es kreative Südstaatenküche, Bäckereien, Ramen-Läden und Taquerias. Rund um die Main Street, die Rigsbee Avenue und die Gegend am alten Güterbahnhof sitzen Bars, Brauereien und Kaffeeröstereien. Im Viertel Old West Durham an der Ninth Street wohnen viele Studierende, entsprechend locker geht es zu. Samstags verkauft der Durham Farmers' Market im Central Park regionale Produkte.

Film, Tanz und Musik

Durham hat eine lebendige Kulturszene. Das Full Frame Documentary Film Festival im Frühjahr gehört zu den wichtigsten Dokumentarfilmfestivals der USA, und im Sommer bringt das American Dance Festival Tanzkompanien aus aller Welt in die Stadt. Das Carolina Theatre, ein Kino- und Konzertsaal von 1926, zeigt Programmkino und Konzerte. In den Clubs an der Rigsbee Avenue spielt Indie-Musik. Das Hayti Heritage Center erinnert an das gleichnamige schwarze Viertel, das in den 1960er-Jahren weitgehend dem Autobahnbau weichen musste.

Unterwegs in Durham und beste Reisezeit

Der Flughafen Raleigh-Durham liegt etwa 20 Minuten östlich. Amtrak verbindet Durham mit Raleigh, Charlotte und New York, die städtischen Busse von GoDurham sind kostenlos. Beste Reisezeit sind Frühjahr mit Blüte in den Duke Gardens und der Herbst. Ausflüge führen nach Chapel Hill, zur Universitätsstadt mit der historischen Franklin Street, nach Raleigh mit seinen kostenlosen Museen, in den Eno River State Park oder an die Atlantikküste der Outer Banks.