Stadt · Ebene 3

Charleston

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Region
South Carolina, USA
Einwohner
150.227
Zentrum
32.7884° N · -79.9399° E
Stadtteile
–
Charleston – Stadtansicht
Charleston · © Khanrak · CC BY-SA 3.0
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Karte von Charleston

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Charleston entdecken: Rainbow Row, Lowcountry und Austern

Reiseführer · redaktionell

Pastellfarbene Häuser am Hafen, Kirchtürme, Gaslaternen und Kopfsteinpflaster: Kaum eine amerikanische Stadt hat so viel von ihrer Vergangenheit bewahrt. Ein Urlaub in Charleston, der „Holy City“ in South Carolina, verbindet Architektur des 18. Jahrhunderts mit hervorragender Südstaatenküche, Stränden und einer Geschichte, die auch dunkle Kapitel nicht verschweigt.

Reichtum, Sklaverei und Bürgerkrieg

1670 von englischen Kolonisten gegründet und nach König Karl II. benannt, wurde Charles Town durch Reis- und Indigoplantagen zu einer der reichsten Städte Nordamerikas. Dieser Wohlstand beruhte auf der Arbeit versklavter Menschen – ein großer Teil der nach Nordamerika verschleppten Afrikaner kam über Charleston ins Land. 1861 fielen am Fort Sumter in der Hafeneinfahrt die ersten Schüsse des Bürgerkriegs. Erdbeben, Brände und Hurrikane trafen die Stadt immer wieder, doch Bürger setzten früh Denkmalschutz durch: 1931 erhielt Charleston als erste US-Stadt eine Satzung zum Schutz historischer Viertel.

Sehenswürdigkeiten in Charleston

Die Rainbow Row an der East Bay Street ist das meistfotografierte Motiv, The Battery mit dem White Point Garden der klassische Spaziergang am Wasser. Im French Quarter und an der Church Street stehen Kirchen und Häuser aus der Kolonialzeit; die Single Houses mit seitlichen Veranden, den Piazzas, sind typisch. Das International African American Museum am Gadsden's Wharf, wo einst Sklavenschiffe anlegten, erzählt die Geschichte der Verschleppung und ihrer Folgen. Fähren bringen Besucher zum Fort Sumter. Außerhalb der Stadt liegen Plantagen wie Middleton Place, Magnolia oder McLeod, die zunehmend auch das Leben der Versklavten thematisieren.

Essen in Charleston: Lowcountry-Küche

Charleston gehört zu den besten Restaurantstädten der USA. Klassiker sind Shrimp and Grits, She-Crab Soup mit Krabbenrogen, Hoppin' John aus Reis und Augenbohnen sowie Lowcountry Boil mit Garnelen, Mais, Wurst und Kartoffeln. Gullah-Traditionen der Nachfahren Versklavter prägen die Küche bis heute. Im Herbst und Winter feiert man Oyster Roasts. Die King Street ist Einkaufs- und Ausgehmeile mit Bars, Rooftops und Cocktail-Lounges; im historischen City Market verkaufen Gullah-Frauen geflochtene Körbe aus Süßgras.

Viertel und Inseln rund um Charleston

Neben der Altstadt lohnen andere Viertel einen Abstecher: Upper King im Norden der Halbinsel ist das Revier junger Bars und Restaurants, Harleston Village rund um den Colonial Lake ist ruhiger. Über die markante Arthur Ravenel Jr. Bridge, eine Schrägseilbrücke, die man auch zu Fuß überqueren kann, gelangt man nach Mount Pleasant mit dem Museumsflugzeugträger USS Yorktown in Patriots Point. Auf den Sea Islands leben die Gullah Geechee, deren Sprache und Kultur westafrikanische Wurzeln haben. Fort Moultrie auf Sullivan's Island erinnert an den Unabhängigkeitskrieg.

Unterwegs in Charleston und beste Reisezeit

Der Charleston International Airport liegt in North Charleston, rund 20 Minuten von der Altstadt. Die Halbinsel lässt sich gut zu Fuß, per Rad oder mit kostenlosen DASH-Shuttles erkunden. Beste Reisezeit ist das Frühjahr mit blühenden Azaleen und dem Kunstfestival Spoleto Festival USA Ende Mai bis Juni sowie der Herbst. Der Sommer ist schwül, von Juni bis November droht Hurrikansaison. Strände wie Folly Beach, Isle of Palms und Sullivan's Island sind in einer halben Stunde erreichbar.

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