Stadt · Ebene 3

Budapest

7.132 Orte in Budapest – von Wahrzeichen bis zur Cocktailbar. Wähle eine Kategorie, einen Stadtteil oder stöbere auf der Karte.Eigene Tour planen4 fertige Touren

Region
Ungarn
Einwohner
1.675.777
Zentrum
47.4979° N · 19.0402° E
Stadtteile
30
Budapest – Stadtansicht
Budapest · © Thomas Depenbusch (Depi) from Cologne, Germany · CC BY 2.0
§ 3

Karte von Budapest

Top-Orte je Kategorie
EbenenKarte
§ 4

Budapest entdecken: Donau, Thermalbäder und Ruinenbars

Reiseführer · redaktionell

Wenn abends die Lichter des Parlaments, der Kettenbrücke und des Burgpalasts auf der Donau glitzern, ist Budapest wohl eine der schönsten Flussstädte Europas. Eine Reise nach Budapest verbindet Habsburger Prunk, dampfende Thermalbäder und eine verspielte Barszene in alten Hinterhöfen. Für eine Städtereise oder einen verlängerten Wochenendurlaub ist die ungarische Hauptstadt nah, vielseitig und vergleichsweise günstig.

Buda, Pest und Óbuda

Schon die Römer siedelten hier, ihre Garnisonsstadt Aquincum lag im heutigen Óbuda. Im Mittelalter wurde Buda Königssitz, bevor die Osmanen die Stadt 1541 für rund 150 Jahre eroberten – ihr Erbe sind die Thermalbäder. Nach der Rückeroberung durch die Habsburger wuchsen Buda auf dem Hügel und Pest in der Ebene, 1873 wurden sie mit Óbuda zu Budapest vereint. In den Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg erlebte die Stadt als Hauptstadt der ungarischen Reichshälfte einen beispiellosen Bauboom: Parlament, Oper, die erste U-Bahn auf dem europäischen Festland und prächtige Boulevards entstanden. Krieg, Holocaust, der Volksaufstand von 1956 und Jahrzehnte des Sozialismus haben Spuren hinterlassen, seit 1989 hat sich Budapest zu einer der beliebtesten Metropolen Mitteleuropas entwickelt.

Sehenswürdigkeiten in Budapest

Das neugotische Parlamentsgebäude am Pester Ufer ist eines der größten der Welt, bei Führungen sieht man die ungarische Stephanskrone. Auf der Budaer Seite thront das Burgviertel mit dem Burgpalast, der Matthiaskirche mit ihrem bunten Ziegeldach und der Fischerbastei, von deren Türmchen man über die Donau blickt. Die Kettenbrücke von 1849 war die erste feste Verbindung zwischen beiden Ufern. Am Donauufer erinnern die „Schuhe am Donauufer“ an Juden, die 1944/45 hier erschossen wurden. Die St.-Stephans-Basilika in der Leopoldstadt bewahrt die mumifizierte Hand des ersten Königs. Den besten Rundblick hat man vom Gellértberg mit der Zitadelle und der Freiheitsstatue. Die Margareteninsel zwischen Buda und Pest ist ein grüner Park mit Laufstrecke und Freibad.

Bäder, Museen und Kultur

Budapest sitzt auf über hundert Thermalquellen. Das Széchenyi-Bad im Stadtwäldchen mit seinen gelben Neobarockbauten und dampfenden Außenbecken ist das bekannteste, das Gellért-Bad mit Jugendstilhalle das eleganteste; das Rudas-Bad bewahrt eine osmanische Kuppel aus dem 16. Jahrhundert und bietet ein Dachbecken mit Blick auf die Donau. Im Stadtwäldchen ist mit dem Ethnographischen Museum und dem Haus der Ungarischen Musik ein großes Museumsquartier entstanden, das Museum der Bildenden Künste zeigt alte Meister. Das Haus des Terrors an der Andrássy út dokumentiert die Diktaturen des 20. Jahrhunderts, die Ungarische Staatsoper wurde aufwendig restauriert. Die Große Synagoge in der Dohány-Straße ist die größte Europas.

Viertel: vom VII. Bezirk bis Ferencváros

Der VII. Bezirk, das ehemalige jüdische Viertel Erzsébetváros, ist heute das Ausgehzentrum: Ruinenbars wie das Szimpla Kert in verfallenen Höfen, mit Sperrmüllmöbeln und bunten Lichtern, haben die Barszene der Stadt geprägt. Der VI. Bezirk Terézváros mit der Andrássy út und der Oper ist elegant und lebhaft. Die Innenstadt rund um die Váci utca und den Vörösmarty tér ist touristisch, die Leopoldstadt im V. Bezirk mit Parlament und Basilika ist das Regierungs- und Bankenviertel. Im Bezirk Ferencváros rund um die Ráday utca reihen sich Cafés und Restaurants, das Ufer bei der Bálna ist ein beliebter Abendtreffpunkt.

Essen in Budapest

Die Große Markthalle am Fővám tér ist ein guter Einstieg: Paprika, Salami, Gänseleber und Lángos, frittierte Fladen mit Sauerrahm und Käse. Gulyás, ursprünglich eine Hirtensuppe, Paprikahuhn mit Nockerln, Fischsuppe und gefülltes Kraut sind die Klassiker. Die Restaurants in Budapest reichen vom einfachen Étkezde-Mittagslokal bis zu Sterneküche. In traditionsreichen Kaffeehäusern wie dem New York Café oder dem Gerbeaud gibt es Dobostorte und Esterházytorte. Ungarische Weine aus Tokaj, Villány und vom Plattensee sowie der Kräuterlikör Unicum gehören dazu.

Unterwegs, Reisezeit und Ausflüge

Vom Flughafen Ferenc Liszt fährt der Expressbus 100E ins Zentrum. In der Stadt sind Metro, Straßenbahn und Busse günstig und dicht getaktet; die Straßenbahnlinie 2 entlang des Pester Donauufers gilt als eine der schönsten Strecken Europas. Die Altstadtbereiche erkundet man gut zu Fuß. Die beste Reisezeit sind Frühling und Herbst, im Sommer wird es heiß, und im August feiert die Stadt mit dem Sziget-Festival und dem Nationalfeiertag am 20. August mit Feuerwerk über der Donau. Im Advent locken Weihnachtsmärkte an der Basilika und am Vörösmarty tér. Ausflüge führen ins Donauknie nach Szentendre, Visegrád und Esztergom, nach Gödöllő zum Schloss Kaiserin Sisis und an den Plattensee.

§ 5

Häufige Fragen zu Budapest

kurz beantwortet

Was kann man an einem Tag in Budapest sehen?

An einem Tag schaffst du in Budapest die Klassiker rund um Burgberg, Donau und Andrássy út. Die fertige Tagestour „Budapest an einem Tag: Burgberg, Donau und Andrássy út“ von travelguide195 umfasst 13 Stopps von 09:30 bis 21:00 Uhr und rund 5,6 km zu Fuß. Wenn du mehr Zeit hast, bietet travelguide195 drei weitere Tagestouren zu Museen, Kulinarik und einer Wanderung auf den Gellértberg an.

Welche Sehenswürdigkeiten sollte man in Budapest gesehen haben?

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Budapest zählen der Burgpalast (Buda Castle), das neugotische Parlamentsgebäude am Pester Ufer und die Kettenbrücke von 1849. Im Burgviertel liegen außerdem die Matthiaskirche mit ihrem bunten Ziegeldach und die Fischerbastei, in der Leopoldstadt die St.-Stephans-Basilika. Am Donauufer erinnern die „Schuhe am Donauufer“ an die 1944/45 hier erschossenen Juden. Insgesamt listet travelguide195 rund 876 Sehenswürdigkeiten in Budapest, darunter auch die römische Stätte Aquincum und die Burg Vajdahunyad.

Welche Museen in Budapest lohnen sich?

In Budapest lohnen sich vor allem das Museum der Schönen Künste, das Ungarische Nationalmuseum (Magyar Nemzeti Múzeum) und das Haus des Terrors (House of Terror Museum). Zur jüngeren Geschichte passt der Memento Park, für Naturwissenschaften das Ungarische Naturwissenschaftliche Museum. travelguide195 listet rund 284 Museen in Budapest. Die Tagestour „Budapests große Kunstsammlungen an einem Tag“ verbindet 5 Stopps von 10:00 bis 18:45 Uhr mit nur rund 1,5 km Fußweg.

Welche Thermalbäder gibt es in Budapest?

Die bekanntesten Thermalbäder in Budapest sind das Széchenyi-Bad, das Gellért-Bad und das Rudas-Bad. Das Széchenyi-Bad im Stadtwäldchen hat gelbe Neobarockbauten und dampfende Außenbecken, das Gellért-Bad eine Jugendstilhalle. Das Rudas-Bad bewahrt eine osmanische Kuppel aus dem 16. Jahrhundert und bietet ein Dachbecken mit Blick auf die Donau. Die Badekultur geht auf die osmanische Herrschaft zurück, und die Stadt sitzt auf über hundert Thermalquellen.

Wo hat man in Budapest den besten Blick über die Stadt?

Den besten Rundblick über Budapest hast du vom Gellértberg mit der Zitadelle (Citadella) und der Freiheitsstatue. Auch von den Türmchen der Fischerbastei im Burgviertel blickst du über die Donau. Die Tagestour „Von der Burg auf den Gellértberg: Budas Höhen zu Fuß“ von travelguide195 führt in 10 Stopps von 10:00 bis 19:00 Uhr über rund 7,4 km zu Fuß, unterwegs liegt auch die Gellértberg-Höhlenkirche (Gellért Hill Cave).

In welchem Viertel von Budapest kann man gut essen und ausgehen?

Zum Essen und Ausgehen eignen sich in Budapest vor allem der VII. und der VI. Bezirk, für die travelguide195 rund 805 bzw. 685 Orte listet. Danach folgen die Leopoldstadt mit rund 515 und die Innenstadt mit rund 498 Orten. Insgesamt listet travelguide195 rund 4.730 Restaurants, darunter 269 mit ungarischer Küche, sowie 85 Cocktailbars. Die Tour „Budapest kulinarisch: Vom Burgberg bis zur Cocktailbar“ umfasst 8 Stopps von 11:00 bis 23:30 Uhr und rund 4,2 km zu Fuß.