Region · Ebene 2

Colima

4.981 Orte in Colima, verteilt auf 10 Städte mit eigener Seite.

Land
Mexiko
Städte
10
Zuordnung
über Koordinaten
§ 3

Colima: Vulkane, Kaffee und der Hafen Manzanillo

Reiseführer · redaktionell

Ein Urlaub in Colima verbindet Pazifikstrände mit dem Anblick eines der aktivsten Vulkane Nordamerikas. Der kleine Bundesstaat zwischen Jalisco und Michoacán ist touristisch wenig überlaufen, besitzt aber mit Manzanillo den wichtigsten Containerhafen Mexikos und mit Comala ein weiß getünchtes Dorf, das in die Literatur eingegangen ist.

Zwischen Vulkan und Pazifik

Colima steigt von der Küste über Kokospalmen- und Zitronenplantagen nach Norden an, wo an der Grenze zu Jalisco der Volcán de Fuego aufragt, mit rund 3.800 Metern Höhe und regelmäßigen Ausbrüchen, sowie der erloschene Nevado de Colima, der noch etwas höher ist. Die Hauptstadt liegt auf etwa 500 Metern in einem warmen Tal und ist mit Villa de Álvarez zusammengewachsen. Vor der Küste liegen die Revillagigedo-Inseln, ein abgelegener Meeresnationalpark, der zum Bundesstaat gehört und bei Tauchern für Begegnungen mit Riesenmantas bekannt ist.

Colima-Stadt und Comala

Die Hauptstadt wurde 1523 gegründet und gehört damit zu den ältesten spanischen Städten im Westen Mexikos. Mehrere Erdbeben haben die kolonialen Bauten zerstört, doch der Jardín Libertad mit Kathedrale und Regierungspalast und die vielen schattigen Plätze geben Colima einen gemütlichen Charakter. Bekannt ist die Stadt für die präkolumbischen Tonhunde, die Perros de Colima, die in Schachtgräbern gefunden wurden und im Museo de las Culturas de Occidente zu sehen sind. Nur zehn Kilometer nördlich liegt Comala, ein Pueblo Mágico mit weißen Fassaden und roten Ziegeldächern. Juan Rulfo machte den Ortsnamen in seinem Roman Pedro Páramo weltbekannt, wenngleich der Schauplatz fiktiv ist. Auf dem Hauptplatz servieren Botanero-Bars zu jedem Getränk kleine Gratis-Teller.

Sehenswürdigkeiten in Colima

Manzanillo ist der wichtigste Badeort des Bundesstaats. Seine Buchten Santiago und Manzanillo bieten lange Strände, eine Halbinsel mit Luxushotels und gute Tauchgründe. Die Stadt gilt als Welthauptstadt des Segelfischs, und jedes Jahr findet ein internationales Angelturnier statt. Südlich davon liegt Cuyutlán mit der Grünen Welle, die im Frühling besonders hoch sein soll, und einem Schildkrötenzentrum. Im Hochland lohnen die Laguna La María und das Kaffeedorf Suchitlán, wo Masken für den Tanz der Morenos geschnitzt werden. Bei La Capacha und El Chanal wurden bedeutende Funde früher Kulturen gemacht.

Essen und Unterwegs

Die Küche Colimas setzt auf Zitronen, Kokosnuss und Meeresfrüchte. Typisch sind Sopitos, kleine frittierte Tortillas mit Hackfleisch, Tatemado, ein in Chili mariniertes Schweinefleisch, und Pozole seco. Tuba, ein erfrischendes Getränk aus Palmsaft, wird an Straßenständen verkauft. Tecomán gilt als Hauptstadt der Limette, und aus dem Hochland um Comala kommt ein milder Bergkaffee, den man direkt bei kleinen Röstereien probieren kann. Manzanillo und Colima haben Flughäfen mit Verbindungen nach Mexiko-Stadt; Guadalajara ist rund drei Autostunden entfernt. Die beste Reisezeit ist zwischen November und April, wenn es trocken ist; von Juni bis Oktober regnet es und es kann Hurrikane geben. In Teilen des Bundesstaats ist die Kriminalitätsrate hoch, Reisende sollten sich vorab über die aktuelle Lage informieren.