Stadt · Ebene 3

Edmonton

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Region
Alberta, Kanada
Einwohner
1.010.899
Zentrum
53.5462° N · -113.4912° E
Stadtteile
24
Edmonton – Stadtansicht
Edmonton · © IQRemix · CC BY-SA 2.0
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Karte von Edmonton

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Edmonton entdecken: Flusstal, Festivals und Mall

Reiseführer · redaktionell

Edmonton nennt sich „Festival City“, und das zu Recht: Im Sommer jagt ein Fest das nächste. Eine Reise nach Edmonton führt zu Nordamerikas größtem zusammenhängendem Stadtpark im Flusstal, zu einer der größten Shoppingmalls der Welt und an das Tor zum kanadischen Norden.

Pelzhandel, Goldrausch und Öl

Die Hudson’s Bay Company gründete 1795 am North Saskatchewan River das Fort Edmonton für den Pelzhandel mit Cree, Nakota und Métis. Während des Klondike-Goldrauschs 1897 war Edmonton Ausgangspunkt für Goldsucher, die nach Norden zogen. 1905 wurde die Stadt Hauptstadt der neu gegründeten Provinz Alberta. Die Ölfunde bei Leduc 1947 lösten einen Boom aus, der Edmonton zu einem Zentrum der Energieindustrie machte. Heute ist sie Sitz der Provinzregierung und der University of Alberta.

Sehenswürdigkeiten in Edmonton

Das Flusstal des North Saskatchewan, das River Valley, bildet einen grünen Gürtel mit über 160 Kilometern Wegen, ideal zum Wandern und Radfahren. Über dem Tal erhebt sich das Alberta Legislature Building mit Kuppel und Brunnen, im Sommer ein beliebter Treffpunkt. Die vier Glaspyramiden des Muttart Conservatory beherbergen Pflanzen verschiedener Klimazonen. Das Royal Alberta Museum im Zentrum ist das größte Museum Westkanadas, die Art Gallery of Alberta beeindruckt mit einer geschwungenen Stahlfassade. Im Fort Edmonton Park lässt sich die Geschichte von Pelzhandel bis 1920er-Jahre nacherleben. Die West Edmonton Mall ist mehr Freizeitpark als Einkaufszentrum, mit Achterbahn, Wellenbad, Eisbahn und Hunderten Geschäften.

Viertel: Old Strathcona und Downtown

Südlich des Flusses liegt Old Strathcona mit der Whyte Avenue, Edmontons Ausgehviertel mit Bars, Secondhandläden und Theatern. Am Wochenende findet hier ein beliebter Bauernmarkt statt. Downtown hat sich mit dem Ice District rund um die Rogers Place Arena, Heimat der Eishockeymannschaft Oilers, stark verändert. Garneau und das Universitätsgelände sind von Studierenden geprägt, Chinatown North und das Viertel um die 124th Street, Wîhkwêntôwin, bieten Galerien, Cafés und Restaurants. Der Name Wîhkwêntôwin stammt aus der Sprache der Cree und bedeutet etwa „Kreis der Freunde“; er ersetzt seit 2021 den früheren Namen Oliver. Eine schöne Art, die Stadt zu sehen, ist eine Fahrt mit der historischen High Level Bridge Streetcar, die im Sommer über die hohe Stahlbrücke zwischen Downtown und Old Strathcona rattert.

Festivals und Essen

Höhepunkt ist das Edmonton International Fringe Theatre Festival im August, eines der größten Theaterfestivals Nordamerikas. Dazu kommen das Folk Music Festival, das Heritage Festival mit Ständen aus Dutzenden Ländern und K-Days, ein großer Jahrmarkt. Die Restaurants in Edmonton bieten Alberta Beef, ukrainische Spezialitäten wie Pierogi – Edmonton hat eine große ukrainischstämmige Gemeinde – und eine wachsende Szene mit Craft-Bier und moderner Küche, vor allem in Old Strathcona und Downtown.

Anreise und beste Reisezeit

Der Flughafen Edmonton International liegt rund 30 Kilometer südlich, Busse und Taxis fahren ins Zentrum. In der Stadt verbinden die LRT-Linien Downtown, Universität und Vororte. Die beste Reisezeit ist von Juni bis September mit langen, warmen Sommertagen. Die Winter sind lang und sehr kalt, dafür gibt es Eisfestivals und gelegentlich Nordlichter am Stadtrand. Ein lohnender Ausflug führt in den Elk-Island-Nationalpark östlich der Stadt, wo Bisons frei leben, ein weiterer nach Jasper in die Rocky Mountains.