Stadt · Ebene 3

Saitama · さいたま市

4.243 Orte in Saitama – von Wahrzeichen bis zur Cocktailbar. Wähle eine Kategorie, einen Stadtteil oder stöbere auf der Karte.Eigene Tour planen

Region
Präfektur Saitama, Japan
Einwohner
1.325.843
Zentrum
35.8616° N · 139.6456° E
Stadtteile
21
Saitama – Stadtansicht
Saitama · © Nryate · CC BY-SA 4.0
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Karte von Saitama

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§ 3

Saitama entdecken: Bonsai, Bahnmuseum und Hikawa-Schrein

Reiseführer · redaktionell

Ein dreihundert Jahre alter Wacholder in einer flachen Schale, daneben eine dampfende Lokomotive aus der Meiji-Zeit: Saitama überrascht mit Schätzen, die man in einer Pendlerstadt vor den Toren Tokios nicht erwartet. Für eine Reise nach Saitama genügt oft ein Tagesausflug, doch wer bleibt, entdeckt Bonsaigärten, Puppenmacher und einen der ältesten Schreine der Region. Ein Saitama Urlaub ist zudem ein guter Ausgangspunkt für Kawagoe und Chichibu.

Eine junge Stadt mit alten Wurzeln

Die Stadt Saitama gibt es erst seit 2001, als sich Urawa, Ōmiya und Yono zusammenschlossen; 2005 kam Iwatsuki hinzu. Jeder Teil brachte seine Identität mit: Urawa war Verwaltungssitz und Poststation an der Nakasendō-Straße, Ōmiya wuchs als Schreinstadt und später als Eisenbahnknoten, Iwatsuki als Burgstadt und Zentrum der Puppenherstellung. Heute ist Saitama Präfekturhauptstadt, und mit dem Bezirk Chūō rund um den Bahnhof Saitama-Shintoshin entstand ein modernes Verwaltungs- und Veranstaltungsviertel mit der Saitama Super Arena.

Sehenswürdigkeiten in Saitama

Der Hikawa-Schrein in Ōmiya gilt als einer der ältesten der Kantō-Region und war Hauptschrein der alten Provinz Musashi. Ein rund zwei Kilometer langer, von Zelkoven gesäumter Zugangsweg führt zu ihm – einer der längsten Schreinwege Japans. Gleich dahinter liegt der Ōmiya-Park, im Frühjahr ein beliebter Ort zur Kirschblüte. Im Norden, im Bezirk Kita, haben sich in den 1920er-Jahren Bonsaigärtner aus Tokio angesiedelt; im Ōmiya-Bonsaidorf kann man einige Gärten besichtigen, und das städtische Bonsai-Kunstmuseum zeigt Meisterwerke, darunter jahrhundertealte Bäume. Saitama war 2017 Gastgeber der Bonsai-Weltkonvention.

Museen: Eisenbahn und Puppen

Das Eisenbahnmuseum der JR East in Ōmiya gehört zu den größten seiner Art in Japan. In einer riesigen Halle stehen Dampflokomotiven, frühe Shinkansen-Züge und kaiserliche Waggons, dazu kommen Fahrsimulatoren und eine Drehscheibe, die regelmäßig vorgeführt wird. Familien verbringen hier leicht einen halben Tag. Im Bezirk Iwatsuki widmet sich das städtische Puppenmuseum den Hina-Puppen, die zum Mädchenfest im März aufgestellt werden – Iwatsuki ist eines der bekanntesten Zentren dieses Handwerks, und in den Werkstätten entlang der Hauptstraße sieht man die prächtigen Figuren in Seidengewändern.

Essen in Saitama und Fußballkultur

Urawa ist stolz auf seine Aal-Tradition: Früher wurden Aale aus den Sümpfen der Umgebung gefangen, und noch heute gibt es eine Reihe alteingesessener Unagi-Restaurants, die gegrillten Aal mit süßer Soße auf Reis servieren. Daneben ist die Region für Udon und Fleischnudeln bekannt. Urawa ist außerdem eine Fußballstadt: Die Urawa Red Diamonds haben eine der leidenschaftlichsten Fangemeinden Asiens, ihre Heimspiele im Saitama Stadium 2002 – Austragungsort der WM 2002 – sind ein Erlebnis. Ausgehen kann man am besten rund um den Bahnhof Ōmiya mit seinen Izakaya-Gassen, wo Angestellte nach Feierabend an kleinen Tresen Yakitori und Bier bestellen. Urawa ist ruhiger, bietet aber rund um den Bahnhof eine Reihe von Cafés und Bistros, und an Spieltagen verwandeln sich die Kneipen in rote Fanzonen. Die Restaurants in Saitama sind insgesamt bodenständig und günstiger als in Tokio – ein Grund, warum manche Reisende hier übernachten und in die Hauptstadt pendeln.

Natur in der Stadt: Minuma

Zwischen den Bezirken liegt mit den Minuma-Feldern eine erstaunlich große Grünzone aus Reisfeldern, Obstgärten und Kanälen. Hier verläuft der Minuma-Tsūsen-bori, ein Kanal aus dem 18. Jahrhundert mit einer frühen Schleusenanlage. Ein Radweg mit Kirschbäumen, oft als einer der längsten Kirschbaumalleen Japans bezeichnet, säumt die Wasserläufe. Im Bezirk Sakura blühen im April an der Tajimagahara die wilden Primeln, ein geschütztes Naturdenkmal.

Unterwegs in Saitama und Ausflüge

Ōmiya ist einer der wichtigsten Bahnhöfe Ostjapans: Hier halten alle Shinkansen nach Tōhoku, Niigata und Kanazawa. Nach Tokio sind es mit JR-Linien etwa 25 bis 35 Minuten. Die Flughäfen Haneda und Narita erreicht man in rund einer bis eineinhalb Stunden, es gibt direkte Limousinenbusse. Zum Bonsaidorf und Eisenbahnmuseum fährt die automatische New-Shuttle-Bahn. Beste Reisezeit sind Frühling und Herbst. Die Altstadt von Kawagoe, „Klein-Edo“ genannt, liegt nur eine halbe Stunde entfernt, die Berge von Chichibu rund eineinhalb Stunden.

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Häufige Fragen zu Saitama

kurz beantwortet

Wie viele Tage sollte man für Saitama einplanen?

Für Saitama reicht oft ein Tagesausflug, wenn du die wichtigsten Orte sehen möchtest. Allein für das Eisenbahnmuseum der JR East in Ōmiya solltest du einen halben Tag einplanen. Wenn du länger bleibst, kannst du zusätzlich Bonsaigärten, die Puppenwerkstätten in Iwatsuki und den Hikawa-Schrein in Ruhe besuchen. Saitama eignet sich außerdem als Ausgangspunkt für Ausflüge nach Kawagoe und Chichibu.

Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Saitama?

Zentral ist der Hikawa-Schrein in Ōmiya, einer der ältesten Schreine der Kantō-Region und früher Hauptschrein der Provinz Musashi. Zu ihm führt ein rund zwei Kilometer langer, von Zelkoven gesäumter Zugangsweg, gleich dahinter liegt der Ōmiya-Park, ein beliebter Ort zur Kirschblüte. Im Bezirk Kita kannst du im Ōmiya-Bonsaidorf einige Gärten besichtigen. travelguide195 listet für Saitama insgesamt 144 Sehenswürdigkeiten, darunter den Schrein 調神社 in Urawa, die Burgruine 寿能城跡 und das Hügelgrab 方墳大塚古墳.

Welche Museen lohnen sich in Saitama?

Das Eisenbahnmuseum der JR East in Ōmiya gehört zu den größten seiner Art in Japan und zeigt Dampflokomotiven, frühe Shinkansen-Züge, kaiserliche Waggons sowie Fahrsimulatoren und eine Drehscheibe. Das städtische Bonsai-Kunstmuseum präsentiert Meisterwerke, darunter jahrhundertealte Bäume, und das städtische Puppenmuseum in Iwatsuki widmet sich den Hina-Puppen. travelguide195 listet in Saitama 29 Museen, darunter auch うらわ美術館, 埼玉県立近代美術館 für moderne Kunst und das Geschichtsmuseum 埼玉県立歴史と民俗の博物館.

Was isst man in Saitama?

In Saitama dominiert die japanische Küche: travelguide195 listet rund 3.965 Restaurants, davon 1.971 mit japanischer Küche. Dazu kommen unter anderem 221 Sushi-Lokale, 87 Ramen-Restaurants sowie 272 chinesische und 211 italienische Restaurants. Im Stadtteil Urawa gibt es eine Aal-Tradition mit mehreren alteingesessenen Unagi-Restaurants.

Welcher Stadtteil von Saitama ist für Besucher am interessantesten?

Für die meisten Besucher ist Ōmiya-ku der wichtigste Bezirk von Saitama, für den travelguide195 mit 1.229 Orten mit Abstand die meisten Einträge listet. Ōmiya wuchs als Schreinstadt rund um den Hikawa-Schrein und später als Eisenbahnknoten, hier liegt auch das Eisenbahnmuseum. Urawa war Verwaltungssitz und Poststation an der Nakasendō-Straße, Iwatsuki ist eine frühere Burgstadt und ein Zentrum der Puppenherstellung.

Gibt es in Saitama Bars und Nachtleben?

Ja, Saitama hat eine kleine Barszene. travelguide195 listet in Saitama 15 Bars, darunter 13 Cocktailbars und 2 Speakeasys. Im Vergleich zu den rund 3.965 gelisteten Restaurants spielt das Barangebot in Saitama damit eine eher kleine Rolle.