Stadt · Ebene 3

Matsue · 松江市

1.011 Orte in Matsue – von Wahrzeichen bis zur Cocktailbar. Wähle eine Kategorie, einen Stadtteil oder stöbere auf der Karte.Eigene Tour planen

Region
Präfektur Shimane, Japan
Einwohner
201.802
Zentrum
35.4681° N · 133.0488° E
Stadtteile
–
Matsue – Stadtansicht
Matsue · © 江戸村のとくぞう · CC BY-SA 4.0
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Karte von Matsue

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Matsue entdecken: Originalburg, Shinji-See und Hearn

Reiseführer · redaktionell

Wenn die Sonne über dem Shinji-See untergeht, versammeln sich am Ufer von Matsue Einheimische und Fotografen, um zu sehen, wie sich Himmel und Wasser orange färben. Eine Reise nach Matsue, der Stadt des Wassers an der Küste des Japanischen Meeres, führt zu einer der zwölf originalen Burgen Japans, auf die Spuren des Schriftstellers Lafcadio Hearn und in eine lebendige Teekultur.

Die Burg und die Samuraistraße

Die Burg Matsue wurde 1611 fertiggestellt und gehört zu den wenigen Burgen, deren Hauptturm seit der Edo-Zeit unverändert erhalten ist; seit 2015 ist sie ein Nationalschatz. Ihr dunkler Holzturm wird wegen seiner Farbe auch die schwarze Burg genannt, innen führen steile Holztreppen bis zur Aussichtsetage mit Blick über den See. Der Burggraben wird auf Horikawa-Bootsfahrten erkundet: Unter niedrigen Brücken klappt man das Dach des Bootes herunter, und die Passagiere ducken sich. Entlang des Grabens verläuft die Shiomi-Nawate, eine Straße mit Samuraihäusern und alten Kiefern.

Lafcadio Hearn und Geistergeschichten

1890 kam der griechisch-irische Journalist Lafcadio Hearn als Englischlehrer nach Matsue. Er heiratete Koizumi Setsu, die Tochter einer Samuraifamilie, nahm den Namen Koizumi Yakumo an und schrieb Bücher, die Japan im Westen bekannt machten, darunter seine berühmte Sammlung von Geistergeschichten „Kwaidan“. Sein ehemaliges Wohnhaus an der Shiomi-Nawate mit kleinem Garten ist erhalten, das Museum daneben zeigt Manuskripte und persönliche Gegenstände. Abends werden Geisterspaziergänge durch die Altstadt angeboten, bei denen Führer Hearns Erzählungen an Originalschauplätzen vortragen.

Sehenswürdigkeiten in Matsue

Das Kunstmuseum der Präfektur Shimane steht direkt am Seeufer und ist mit seiner gläsernen Front wie geschaffen für den Sonnenuntergang. Auf der Insel Daikonshima im Nakaumi-See liegt der Garten Yūshien, berühmt für seine Pfingstrosen. Im Süden der Stadt lockt Tamatsukuri Onsen, einer der ältesten Thermalorte Japans, der für sein hautpflegendes Wasser geschätzt wird. Der Yaegaki-Schrein gilt als Ort für Partnerwünsche: Man legt ein Blatt Papier mit einer Münze auf einen Teich und beobachtet, wie schnell es sinkt.

Essen in Matsue: Tee und Süßes

Fürst Matsudaira Fumai, ein großer Teemeister des 18. Jahrhunderts, prägte eine Teekultur, die bis heute lebt. Matsue gilt neben Kyōto und Kanazawa als eine der drei großen Wagashi-Städte, und in vielen Cafés bekommt man Matcha mit fein gearbeiteten Süßigkeiten. Aus dem Shinji-See kommen die sieben Köstlichkeiten, darunter Shijimi-Muscheln, die als Miso-Suppe auf jedem Frühstückstisch stehen. Izumo-Soba aus dunklem Buchweizen wird in gestapelten runden Lackschälchen serviert.

Anreise und beste Reisezeit

Matsue erreicht man über die Flughäfen Izumo oder Yonago, mit dem Limited Express Yakumo von Okayama oder im Nachtzug Sunrise Izumo aus Tokio. Die beste Reisezeit sind Frühling mit Kirschblüte an der Burg und Herbst; der Große Schrein von Izumo ist ein lohnender Tagesausflug. Ebenfalls in Reichweite liegt das Adachi-Kunstmuseum in Yasugi, dessen Gärten regelmäßig zu den schönsten Japans gewählt werden. Im Sommer wird es am See schwül, dafür finden dann Feuerwerke statt; im Winter ziehen Wildgänse über die Seen, und die Burg trägt manchmal eine dünne Schneehaube.

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