Stadt · Ebene 3

Kitakyūshū · 北九州市

4.367 Orte in Kitakyūshū – von Wahrzeichen bis zur Cocktailbar. Wähle eine Kategorie, einen Stadtteil oder stöbere auf der Karte.Eigene Tour planen

Region
Präfektur Fukuoka, Japan
Einwohner
935.084
Zentrum
33.8830° N · 130.8749° E
Stadtteile
7
Kitakyūshū – Stadtansicht
Kitakyūshū · © Muyo · CC BY-SA 4.0
§ 2

Karte von Kitakyūshū

Top-Orte je Kategorie
EbenenKarte
§ 3

Kitakyūshū entdecken: Hafen, Burg und Stahlerbe

Reiseführer · redaktionell

Wo Honshū und Kyūshū sich fast berühren, schieben sich Frachter durch die Kanmon-Straße, und am Kai von Mojikō stehen Backsteinbauten aus der Zeit, als hier Welthandel getrieben wurde. Kitakyūshū ist die Stadt der Schiffe, Schornsteine und Märkte – und eine überraschend lohnende Station für eine Reise nach Südjapan. Wer einen Kitakyūshū Urlaub plant, findet Burgen, Industriegeschichte, Glyzinienblüten und eine eigenwillige Küche.

Fünf Städte, ein Name

Kitakyūshū existiert erst seit 1963, als sich die Städte Moji, Kokura, Wakamatsu, Yahata und Tobata zusammenschlossen. Jede hat ihre eigene Geschichte: Kokura war Burgstadt, Moji ein internationaler Hafen für Kohle und Reis, Wakamatsu ein Verladeplatz für Kohle aus den Minen des Chikuhō-Reviers. Mit dem staatlichen Stahlwerk Yawata, 1901 in Betrieb genommen, begann Japans moderne Schwerindustrie. Einige Anlagen gehören seit 2015 zum UNESCO-Welterbe der Stätten der industriellen Revolution der Meiji-Zeit. Die Luftverschmutzung der 1960er-Jahre war berüchtigt; dass Kitakyūshū heute als Vorbild für Umweltschutz gilt, ist eine der bemerkenswerten Wendungen der Stadtgeschichte.

Sehenswürdigkeiten in Kitakyūshū

Im Bezirk Kokura-Kita steht die Burg Kokura, deren Hauptturm 1959 wieder aufgebaut wurde; daneben liegt ein Garten im Stil eines Fürstensitzes. Fünf Gehminuten weiter beginnt der Tanga-Markt, eine schmale, überdachte Marktstraße, die man die Küche von Kitakyūshū nennt – Fisch, eingelegtes Gemüse und Bentos in kleinen Läden. Im Bezirk Moji lädt Mojikō Retro zum Bummeln ein: das alte Bahnhofsgebäude von 1914, Zollhaus, Handelskontore und eine Klappbrücke für Fußgänger. Wer mag, läuft durch den rund 780 Meter langen Kanmon-Fußgängertunnel unter dem Meer nach Shimonoseki auf Honshū. Im Bezirk Yahata-Nishi bietet der Berg Sarakura, per Seilbahn erreichbar, einen Nachtblick, der zu den schönsten Japans gezählt wird.

Blumen, Kultur und Museen

Ende April und Anfang Mai verwandelt der Garten Kawachi Fujien im Bezirk Yahata-Higashi seine Glyzinientunnel in ein Meer aus Violett und Weiß; der Eintritt muss in dieser Zeit vorab gebucht werden. Kulturell interessant sind das Matsumoto-Seichō-Museum, das dem berühmten Krimiautor gewidmet ist, und das TOTO-Museum zur Geschichte der Sanitärtechnik – die Firma stammt aus Kitakyūshū. Das Museum für Naturkunde und Menschheitsgeschichte im Bezirk Yahata-Higashi zeigt Dinosaurierskelette. Im Juli dröhnen beim Kokura Gion Daiko die Trommeln, die auf Wagen durch die Straßen gezogen werden.

Essen in Kitakyūshū

Kitakyūshū reklamiert gleich zwei Gerichte für sich: In Kokura soll nach dem Krieg Yaki-Udon erfunden worden sein, gebratene dicke Nudeln mit Gemüse und Fleisch. In Mojikō wiederum gibt es Yaki-Curry, Reis mit Currysoße und Käse, im Ofen überbacken. Bodenständig ist Nukadaki, Sardinen oder Makrelen, in Reiskleiepaste geschmort – ein Erbe der Arbeiterküche. Wegen der Lage am Meer sind Fugu aus der Kanmon-Straße, Tintenfisch und Austern aus der Region verbreitet. Nachts öffnen in Kokura einige Yatai, die typischen Straßenstände. Auf dem Tanga-Markt lohnt es sich, mittags eine Schale Reis zu kaufen und sie an den Ständen mit Sashimi, Tempura oder Gyōza zu einer eigenen Mahlzeit zusammenzustellen. Fisch aus der Genkai-See ist hier besonders frisch, und wer süße Mitbringsel sucht, stößt in Mojikō auf allerlei Bananengebäck – eine Anspielung auf die Zeit, als Bananen aus Taiwan hier angelandet und lautstark versteigert wurden.

Ausgehen und Unterwegs

Das Nachtleben konzentriert sich auf Kokura, vor allem rund um die Uomachi-Einkaufsstraße und die Ufer des Murasaki-Flusses mit dem Einkaufszentrum Riverwalk. Die Stadt ist ein guter Verkehrsknoten: Kokura liegt an der Shinkansen-Strecke, Hakata in Fukuoka ist in etwa 15 Minuten erreicht, Hiroshima in knapp einer Stunde. Der Flughafen Kitakyūshū liegt auf einer künstlichen Insel und ist rund um die Uhr geöffnet; alternativ bietet der Flughafen Fukuoka mehr Verbindungen. Innerhalb der Stadt fährt eine Einschienenbahn von Kokura nach Süden, JR-Linien verbinden die Bezirke.

Beste Reisezeit und Ausflüge

Die beste Reisezeit sind Frühjahr und Herbst; Ende April bis Mitte Mai ist wegen der Glyzinien besonders gefragt. Die Kalksteinhochebene Hiraodai im Süden der Stadt eignet sich für Wanderungen zwischen grasbewachsenen Felsen, die an Schafherden erinnern. Shimonoseki mit seinem Fischmarkt Karato ist mit der kleinen Fähre ab Mojikō in wenigen Minuten erreichbar, und die Großstadt Fukuoka liegt nur eine kurze Zugfahrt entfernt.

§ 4

Häufige Fragen zu Kitakyūshū

kurz beantwortet

Welche Sehenswürdigkeiten sollte man in Kitakyūshū gesehen haben?

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Kitakyūshū gehören die Burg Kokura mit ihrem Garten, das Stahlwerk Yawata und das Hafenviertel Mojikō Retro. Der Hauptturm der Burg Kokura wurde 1959 wieder aufgebaut. Das Stahlwerk Yawata ging 1901 in Betrieb, und einige Anlagen gehören seit 2015 zum UNESCO-Welterbe der Stätten der industriellen Revolution der Meiji-Zeit. In Mojikō Retro findest du das alte Bahnhofsgebäude von 1914, ein Zollhaus, Handelskontore und eine Klappbrücke für Fußgänger.

Welche Museen gibt es in Kitakyūshū?

travelguide195 listet für Kitakyūshū 42 Museen, darunter das Museum für Naturkunde und Menschheitsgeschichte, das TOTO-Museum und das Kitakyushu Manga Museum. Das Museum für Naturkunde und Menschheitsgeschichte im Bezirk Yahata-Higashi zeigt Dinosaurierskelette. Das TOTO-Museum widmet sich der Geschichte der Sanitärtechnik, denn die Firma stammt aus Kitakyūshū. Für Kunst kannst du das Städtische Kunstmuseum Kitakyūshū mit seiner Zweigstelle, das Center for Contemporary Art CCA Kitakyushu und das Matsumoto-Seichō-Museum über den bekannten Krimiautor besuchen.

Wann ist die beste Zeit für die Glyzinienblüte im Kawachi Fujien in Kitakyūshū?

Die Glyzinien im Garten Kawachi Fujien in Kitakyūshū blühen Ende April und Anfang Mai. Dann verwandeln sich die Glyzinientunnel im Bezirk Yahata-Higashi in ein Meer aus Violett und Weiß. Den Eintritt musst du in dieser Zeit vorab buchen.

Kann man von Kitakyūshū zu Fuß nach Honshū gehen?

Ja, von Kitakyūshū aus kannst du durch den rund 780 Meter langen Kanmon-Fußgängertunnel unter dem Meer nach Shimonoseki auf Honshū laufen. Der Tunnel verbindet den Bezirk Moji mit der Nachbarinsel über die Kanmon-Straße, wo Honshū und Kyūshū sich fast berühren. Ein Spaziergang lässt sich gut mit einem Bummel durch Mojikō Retro verbinden.

Welcher Stadtteil von Kitakyūshū eignet sich als Ausgangspunkt?

Kokurakita ist der Bezirk von Kitakyūshū mit den meisten Einträgen: travelguide195 listet dort 1.899 Orte. Hier stehen die Burg Kokura und ihr Garten, und fünf Gehminuten weiter beginnt der überdachte Tanga-Markt. Danach folgen Yahata-Nishi mit 656 und Kokuraminami mit 522 Orten; in Yahata-Nishi liegt auch der Berg Sarakura mit Seilbahn und Nachtblick.

Was isst man in Kitakyūshū?

In Kitakyūshū dominiert japanische Küche: travelguide195 listet 2.264 japanische Restaurants von insgesamt 3.984. Dazu kommen unter anderem 211 Sushi-Lokale, 189 Grill- und BBQ-Restaurants und 74 Ramen-Restaurants. Für Fisch, eingelegtes Gemüse und Bentos lohnt sich der Tanga-Markt in Kokura, der als Küche von Kitakyūshū bezeichnet wird.