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Hiroshima · 広島市

5.914 Orte in Hiroshima – von Wahrzeichen bis zur Cocktailbar. Wähle eine Kategorie, einen Stadtteil oder stöbere auf der Karte.Eigene Tour planen

Region
Präfektur Hiroshima, Japan
Einwohner
1.198.021
Zentrum
34.3917° N · 132.4518° E
Stadtteile
8
Hiroshima – Stadtansicht
Hiroshima · © DXR · CC BY-SA 4.0
§ 2

Karte von Hiroshima

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§ 3

Hiroshima entdecken: Friedenspark, Tram und Okonomiyaki

Reiseführer · redaktionell

Morgens fährt die grüne Straßenbahn an der Ruine der Atombombenkuppel vorbei, und Schulklassen falten am Kinderdenkmal Papierkraniche – wer eine Reise nach Hiroshima plant, begegnet zuerst der Erinnerung. Doch die Stadt im Delta des Ōta-Flusses ist heute vor allem lebendig, grün und erstaunlich entspannt. Ein Hiroshima Urlaub verbindet Nachdenken mit Okonomiyaki, Baseballabenden und einem Abstecher zur Insel Miyajima.

Vom Burgstädtchen zum Symbol des Friedens

Gegründet wurde Hiroshima 1589, als der Feudalherr Mōri Terumoto auf einer Flussinsel seine Burg errichten ließ. Später regierte hier über zwei Jahrhunderte die Familie Asano, und in der Meiji-Zeit wuchs die Stadt zu einem wichtigen Militär- und Hafenstandort heran. Am 6. August 1945 zerstörte die erste im Krieg eingesetzte Atombombe weite Teile des Zentrums; Zehntausende starben sofort, viele weitere an den Folgen. Der Wiederaufbau begann schon wenige Jahre später, und 1949 erklärte ein eigenes Gesetz Hiroshima zur Friedensstadt. Heute ist sie Millionenstadt, Sitz von Mazda und Heimat des Baseballklubs Hiroshima Toyo Carp, dessen rote Mützen man überall sieht.

Sehenswürdigkeiten in Hiroshima

Ausgangspunkt fast jeder Erkundung ist der Friedenspark im Bezirk Naka. Die Atombombenkuppel, das stehen gebliebene Gerippe der einstigen Industrie- und Handelskammer, gehört seit 1996 zum UNESCO-Welterbe. Gegenüber liegt das von Kenzō Tange entworfene Friedensdenkmal-Museum, das mit persönlichen Gegenständen der Opfer – verkohlten Schuluniformen, einer stehen gebliebenen Uhr – eindringlich erzählt, was an jenem Morgen geschah. Man sollte dafür mindestens zwei Stunden einplanen und danach Zeit haben, um am Flussufer durchzuatmen. Ein paar Straßenbahnstationen weiter erhebt sich die Burg Hiroshima, deren Hauptturm 1958 rekonstruiert wurde und ein kleines Museum zur Samuraizeit beherbergt. Ganz in der Nähe lädt der Shukkei-en, ein Landschaftsgarten aus dem frühen 17. Jahrhundert, mit Teehäusern, Brücken und Karpfenteich zum Verweilen ein. Kunstfreunde finden im Hiroshima Museum of Art französische Impressionisten.

Miyajima und Ausflüge in die Umgebung

Der bekannteste Ausflug führt nach Miyajima. Von Miyajimaguchi setzt die Fähre in rund zehn Minuten zur Insel über, auf der der Itsukushima-Schrein auf Stelzen im Wasser steht; sein großes, zinnoberrotes Torii scheint bei Flut zu schwimmen. Zahme Hirsche begleiten die Besucher, und wer früh aufbricht, kann vor dem Tagesansturm auf den Berg Misen wandern oder die Seilbahn nehmen. Wer mehr Zeit hat, fährt ostwärts in die Hafenstadt Onomichi mit ihren Tempelpfaden und Startpunkt der Radroute Shimanami Kaidō, oder ins Sake-Städtchen Saijō, wo sich mehrere Brauereien rund um den Bahnhof drängen.

Essen in Hiroshima: Okonomiyaki und Austern

Kulinarisch dreht sich vieles um eine Spezialität: das Okonomiyaki nach Hiroshima-Art. Anders als in Osaka wird der Teig nicht vermischt, sondern geschichtet – dünner Pfannkuchen, ein Berg Weißkohl, Schweinebauch, Nudeln, ein Spiegelei und zum Schluss reichlich dunkle Soße. In der Okonomimura nahe der Einkaufsstraße Hondōri teilen sich zahlreiche kleine Stände mehrere Etagen, man sitzt direkt an der heißen Platte. Im Winter sind Austern aus der Bucht von Hiroshima Pflicht, gegrillt, frittiert oder im Eintopf. Dazu kommen die kalten Tsukemen-Nudeln mit scharfer Dippsoße und als Mitbringsel die ahornblattförmigen Momiji-Manjū aus Miyajima.

Ausgehen und Stadtleben

Abends verlagert sich das Leben in den Bezirk Naka. Die überdachte Hondōri und die Seitenstraßen von Hatchōbori sind voller Kaufhäuser und Izakaya, während das Viertel Nagarekawa mit kleinen Bars, Karaoke und Snackbars das traditionelle Nachtleben bildet. Zwischen April und September lohnt ein Heimspiel der Carp in der Mazda Zoom-Zoom Stadium nahe dem Bahnhof im Bezirk Minami: Die Stimmung ist ausgelassen, die Fans gelten als die treuesten des Landes. Am 6. August, dem Gedenktag, setzen Tausende Menschen Papierlaternen auf den Motoyasu-Fluss – ein stiller, bewegender Moment.

Unterwegs in Hiroshima und beste Reisezeit

Mit dem Shinkansen ist Hiroshima von Osaka in etwa 90 Minuten, von Tokio in rund vier Stunden erreichbar. Der Flughafen Hiroshima liegt etwa 50 Kilometer östlich, Limousinenbusse fahren in knapp einer Stunde ins Zentrum. Vor Ort ist die Straßenbahn Hiroden das ideale Verkehrsmittel: Sie verbindet Bahnhof, Friedenspark und sogar den Fährhafen nach Miyajima. Die beste Reisezeit sind der Frühling zur Kirschblüte und der Herbst, wenn die Ahornwälder auf Miyajima leuchten; der Sommer ist schwül und heiß, die Austernsaison reicht von etwa November bis Februar.

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Häufige Fragen zu Hiroshima

kurz beantwortet

Welche Sehenswürdigkeiten sollte man in Hiroshima gesehen haben?

Der wichtigste Ausgangspunkt in Hiroshima ist der Friedenspark im Bezirk Naka mit der Atombombenkuppel, die seit 1996 zum UNESCO-Welterbe gehört. In der Nähe liegen weitere Stätten wie das Friedensdenkmal in Hiroshima, die Motoyasu Bridge und das Denkmal Gates of Peace. Ein paar Straßenbahnstationen weiter stehen die Burg Hiroshima, deren Hauptturm 1958 rekonstruiert wurde, und der Landschaftsgarten Shukkei-en aus dem frühen 17. Jahrhundert mit Teehäusern, Brücken und Karpfenteich. Insgesamt listet travelguide195 für Hiroshima 190 Sehenswürdigkeiten.

Wie viel Zeit sollte man für das Friedensdenkmal-Museum in Hiroshima einplanen?

Für das Friedensdenkmal-Museum in Hiroshima solltest du mindestens zwei Stunden einplanen. Das von Kenzō Tange entworfene Museum erzählt mit persönlichen Gegenständen der Opfer, etwa verkohlten Schuluniformen und einer stehen gebliebenen Uhr, was am 6. August 1945 geschah. Plane danach etwas Zeit ein, um am Flussufer im Friedenspark durchzuatmen.

Wie kommt man von Hiroshima nach Miyajima und was gibt es dort zu sehen?

Von Miyajimaguchi setzt die Fähre in rund zehn Minuten zur Insel Miyajima über, dem bekanntesten Ausflugsziel von Hiroshima aus. Auf der Insel steht der Itsukushima-Schrein auf Stelzen im Wasser, sein großes zinnoberrotes Torii scheint bei Flut zu schwimmen. Zahme Hirsche begleiten die Besucher, und wenn du früh aufbrichst, kannst du vor dem Tagesansturm auf den Berg Misen wandern.

Welche Museen gibt es in Hiroshima?

travelguide195 listet für Hiroshima 38 Museen, darunter Kunst-, Geschichts- und Wissenschaftsmuseen. Kunstfreunde finden im Hiroshima Museum of Art französische Impressionisten, und der Hauptturm der Burg Hiroshima beherbergt ein kleines Museum zur Samuraizeit. Außerdem gibt es das Ebayama Museum of Meteorology, das Heimatmuseum der Stadt (広島市郷土資料館), das Kindermuseum 広島市こども文化科学館 und die Gedenkstätte für Rai San'yō (頼山陽史跡資料館).

Was und wo kann man in Hiroshima essen und ausgehen?

In Hiroshima dominiert die japanische Küche: Von den rund 5.376 Restaurants, die travelguide195 listet, bieten 3.117 japanisches Essen an, dazu kommen 205 Sushi-Lokale. Typisch für einen Besuch in Hiroshima ist Okonomiyaki. Wer Abwechslung sucht, findet unter anderem 299 Grill- und BBQ-Restaurants, 261 chinesische, 228 italienische und 82 französische Lokale. Für den Abend listet travelguide195 21 Cocktailbars und 5 Speakeasys.

Welcher Stadtteil eignet sich in Hiroshima als Ausgangspunkt?

Der Bezirk Naka Ward ist in Hiroshima der naheliegende Ausgangspunkt, weil dort der Friedenspark mit der Atombombenkuppel liegt. travelguide195 listet in Naka Ward rund 2.896 Orte und damit fast die Hälfte aller 5.914 Orte der Stadt. Mit deutlichem Abstand folgen Minami Ward mit 878 und Nishi Ward mit 727 Orten. Für ganz Hiroshima führt travelguide195 insgesamt 284 Hotels.