Stadt · Ebene 3

Aomori · 青森市

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Region
Präfektur Aomori, Japan
Einwohner
425.962
Zentrum
40.8223° N · 140.7472° E
Stadtteile
–
Aomori – Stadtansicht
Aomori · © 掬茶 · CC BY-SA 4.0
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Karte von Aomori

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Aomori entdecken: Nebuta, Jōmon und Hakkōda

Reiseführer · redaktionell

Riesige leuchtende Krieger, Dämonen und Drachen aus Papier und Draht, gezogen von tanzenden Menschenmengen, die „Rassera!“ rufen – im August gehört Aomori dem Nebuta-Fest. Eine Reise an die Nordspitze von Honshū bietet daneben eine der ältesten Siedlungen Japans, moderne Kunst, frische Meeresfrüchte und tief verschneite Berge.

Das Nebuta-Fest und Wa Rasse

Vom 2. bis 7. August ziehen rund zwanzig große Nebuta-Wagen durch die Innenstadt, jeder mehrere Meter hoch und von innen mit Hunderten Lampen beleuchtet. Die Figuren stammen aus Mythen, Kabuki und Geschichte, gebaut werden sie über Monate von spezialisierten Meistern. Begleitet werden sie von Trommlern, Flötenspielern und den Haneto-Tänzern, bei denen jeder in passender Kleidung mithüpfen darf. Am letzten Abend fahren die prämierten Wagen auf Booten über die Bucht, dazu steigt ein Feuerwerk. Wer im übrigen Jahr kommt, sieht einige Prachtstücke im Museum Wa Rasse direkt am Bahnhof, einem Bau mit roten Stahllamellen.

Sehenswürdigkeiten in Aomori

Am Stadtrand liegt die Ausgrabungsstätte Sannai-Maruyama, eine der größten Siedlungen der Jōmon-Kultur, vor rund 5.000 Jahren bewohnt. Rekonstruierte Grubenhäuser, ein Langhaus und ein Turm aus sechs gewaltigen Kastanienstämmen geben eine Vorstellung vom Dorfleben; seit 2021 gehört der Ort zum UNESCO-Welterbe der Jōmon-Stätten Nordjapans. Gleich nebenan steht das Präfekturmuseum für Kunst von Jun Aoki, berühmt für die acht Meter hohe weiße Hundefigur „Aomori-ken“ von Yoshitomo Nara, der aus der Präfektur stammt, und für Marc Chagalls riesige Bühnenbilder zum Ballett „Aleko“. Am Hafen liegt die frühere Fähre Hakkōda-Maru, die bis zur Eröffnung des Seikan-Tunnels Züge nach Hokkaidō übersetzte.

Essen in Aomori

Im Furukawa-Fischmarkt nahe dem Bahnhof stellt man sich beim Nokke-don seinen Reisbecher selbst zusammen: Mit Coupons kauft man an verschiedenen Ständen Thunfisch, Lachsrogen, Jakobsmuscheln oder Seeigel. Die Bucht von Mutsu ist eines der wichtigsten Muschelgebiete Japans, gegrillt mit Miso und Ei werden Jakobsmuscheln zu Kaiyaki-Miso. Aomori ist zudem die Apfelpräfektur des Landes, im Handelshaus A-Factory am Hafen wird Cidre gekeltert. Abends sitzt man in den Izakaya um die Shinmachi-Straße bei Sake und, im Winter, Jappa-jiru, einer kräftigen Suppe aus Kabeljau samt Innereien und Gemüse.

Hakkōda und Onsen

Südlich der Stadt erheben sich die Hakkōda-Berge, im Winter eines der schneereichsten Gebiete der Welt. Eine Seilbahn bringt Skifahrer und Wanderer zu Hängen mit vereisten Tannen; im Herbst leuchtet das Laub in Rot und Gold. Am Fuß liegt Sukayu Onsen mit einem großen hölzernen Mischbad, an der Küste östlich der Stadt das Seebad Asamushi Onsen, dessen Gasthäuser direkt auf die Bucht von Mutsu blicken. Die Oirase-Schlucht und der Towada-See sind als Tagesausflug erreichbar.

Anreise und beste Reisezeit

Der Tōhoku-Shinkansen fährt von Tokio in gut drei Stunden bis Shin-Aomori, von dort sind es wenige Minuten ins Zentrum. Der Flughafen Aomori bietet Inlandsflüge. Die beste Reisezeit ist der Sommer mit dem Nebuta-Fest, gefolgt vom Herbst. Wer Schnee liebt, kommt im Januar oder Februar; Aomori gilt als eine der schneereichsten Großstädte der Welt.

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Stadtteile von Aomori

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