Museum · Geschichtsmuseen

La Torre Pendente, Pisa

Piazza dei Miracoli, 56126 Pisa

La Torre Pendente, Pisa, Pisa (Geschichtsmuseen)
Fig. 01La Torre Pendente, Pisa© Chabe01 · CC BY-SA 4.0
§ 1

Über La Torre Pendente, Pisa

Der Schiefe Turm von Pisa, italienisch Torre pendente, gilt als das weltweit bekannteste geneigte Bauwerk und ist das unverwechselbare Wahrzeichen der toskanischen Stadt. Ursprünglich als freistehender Glockenturm für den benachbarten Dom konzipiert, begann der Bau im Jahr 1173. Bereits nach wenigen Jahren, als die dritte Etage erreicht war, neigte sich das Bauwerk aufgrund des weichen Untergrunds aus lehmigem Morast und Sand in Richtung Südosten. Diese Schieflage führte zu einer Baupause von rund einem Jahrhundert. Die später hinzugefügten Stockwerke wurden mit einem geringeren Neigungswinkel errichtet, um das Gleichgewicht zu wahren, doch erst 1372 wurde das Glockengeschoss vollendet. Heute beträgt die Neigung etwa vier Grad, was an der Spitze einer Auslenkung von knapp vier Metern bei einer Gesamthöhe von rund 56 Metern entspricht.

Architektonisch besticht der Campanile durch seine elegante Zylinderform aus weißem Carrara-Marmor, die sich deutlich von den quadratischen Türmen Mittelitaliens unterscheidet. Das Bauwerk ruht auf einem spiralförmigen Fundament aus Bruchstein und Mörtel. Jedes der Stockwerke öffnet sich zu einer Säulengalerie, die aus je dreißig Säulen besteht. Im Inneren führt eine Treppe hinauf zur obersten Aussichtsterrasse, deren Gestaltung dem Architekten Brunelleschi als Inspiration für die Laterne der Florentiner Domkuppel diente. Neben der Funktion als Glockenturm diente das Bauwerk historisch auch als Zufluchtsort für den Klerus bei Bedrohungen, wobei die Maueröffnungen es ermöglichten, je nach Bedarf Böden und Gebälk einzuziehen.

Die Geschichte des Turms ist eng mit der Frage seiner Stabilität verbunden. Nach einer vorübergehenden Sperrung für Besucher im Jahr 1990 wegen Einsturzgefahr begannen umfangreiche Sanierungsmaßnahmen. Diese umfassten unter anderem das Anbringen von Stahlreifen zur Sicherung tragender Marmorflächen sowie das Einlagern schwerer Bleigewichte als Gegengewicht. Eine entscheidende Rolle spielte schließlich die sogenannte Bodenextraktions-Methode, bei der Erde unter der höheren Seite des Fundaments entfernt wurde, um den Turm sanft aufzurichten. Nach dreizehn Jahren dieser Arbeiten, die die Neigung von 5,5 auf unter vier Grad reduzierten, wurde der Turm im Dezember 2001 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Heute können Besucher den Turm in kleinen Gruppen besteigen und von der oberen Plattform einen weiten Blick über die Piazza del Duomo genießen. Das gesamte Ensemble aus Turm, Dom, Baptisterium und Camposanto wurde 1987 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Im Inneren hängen sieben Glocken, die aus statischen Gründen nicht mehr von Hand geläutet, sondern mittels elektromagnetischer Hämmer angeschlagen werden. Obwohl der Turm nicht das schiefste Gebäude der Welt ist, bleibt er ein faszinierendes Zeugnis mittelalterlicher Baukunst und moderner Ingenieursleistung, das jährlich Millionen von Touristen anzieht.

Nach dem Artikel „Schiefer Turm von Pisa" aus der deutschen Wikipedia, von einem Sprachmodell zusammengefasst und umformuliertLizenz CC BY-SA 4.0
§ 2

Steckbrief

Kategorie
Museum › Geschichtsmuseen
Bewertung
noch keine Bewertung · jetzt bewerten
Adresse
Piazza dei Miracoli
56126 Pisa, Italien
Stadtteil
Santa Maria
Telefon
—
Website
www.opapisa.it
E-Mail
—
Koordinaten
43.72250° N · 10.39636° E
Datenqualität
confidence 0.86
Kennung
ID 51d1de96-d8e…
§ 3

Lage & Umgebung

Ebenen zuschalten
EbenenKarte
Umkreis
§ 4

Bewertungen & Kommentare

noch keine
  1. Noch keine Kommentare. Warst du schon hier? Teile deinen Tipp.