Sehenswürdigkeit · Denkmäler
Forbidden City
4 Jingshan Front St, Dongcheng District, 10000 Peking

Über Forbidden City
Die Verbotene Stadt im Zentrum Pekings ist eine der eindrucksvollsten Palastanlagen der Welt und diente bis zur Revolution von 1911 als Residenz und Regierungssitz der chinesischen Kaiser der Ming- und Qing-Dynastien. Der Name leitet sich daraus ab, dass der Zutritt für die einfache Bevölkerung streng verboten war. Als Meisterwerk der chinesischen Architektur spiegelt die Anlage die kosmische Weltsicht der Herrscher wider. Sie ist streng an der Nord-Süd-Achse ausgerichtet, was dem Prinzip von Yin und Yang entspricht, und bildet das Machtsymbol des Kaisers im Zentrum. Die Dächer der Hauptgebäude sind mit gelben, teilvergoldeten Ziegeln gedeckt, da Gelb die Symbolfarbe des Kaisers war. Kein anderes Gebäude in Peking durfte die Anlage in der Höhe überragen. 1987 wurde sie von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Der Bau begann 1406 unter dem dritten Ming-Kaiser Yongle und wurde 1420 abgeschlossen. Der immense Aufwand, bei dem zeitweise eine Million Sklaven und über 100.000 Kunsthandwerker beschäftigt sein sollen, ermöglichte die Fertigstellung in dieser kurzen Zeit. Seitdem blieb der Grundriss unverändert. Die Geschichte der Anlage ist geprägt von dynastischen Wechseln und Konflikten. Nach dem Fall der Ming-Dynastie 1644 setzten die Mandschusen den Palast teilweise in Brand, bevor sie die Qing-Dynastie begründeten. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde die Verbotene Stadt mehrfach von ausländischen Truppen besetzt, unter anderem während des Boxeraufstands. Nach der Abdankung des letzten Kaisers Puyi 1912 verließ die kaiserliche Familie 1924 endgültig die Anlage, und die Tore wurden für die Öffentlichkeit geöffnet. Während der Kulturrevolution blieb der Palast dank der Sicherung durch die Volksbefreiungsarmee von Zerstörungen verschont.
Heute beherbergt die Verbotene Stadt das Palastmuseum Peking und ist eine der beliebtesten Touristenattraktionen Chinas. Der gesamte Komplex umfasst eine Grundfläche von 720.000 Quadratmetern mit 890 Palästen und über 8.800 Räumen. Die Anlage ist in einen äußeren und einen inneren Hof unterteilt. Der äußere Hof im Süden war der Bereich für offizielle Staatsgeschäfte. Hier befinden sich große Hallen wie die Halle der Mittleren Harmonie und die Halle der Wahrung der Harmonie. Das Tor der Höchsten Harmonie wird von Bronzelöwen bewacht und führt zur Halle der höchsten Harmonie, einem 35 Meter hohen Gebäude, in dem wichtige Zeremonien wie Thronbesteigungen und die Bekanntgabe von Prüfungsergebnissen stattfanden. Im Zentrum dieser Halle steht der Drachenthron, flankiert von symbolträchtigen Elefanten.
Der innere Hof im Norden war der private Bereich der kaiserlichen Familie und des Hofstaats. Hier lebten der Kaiser, die Kaiserin, Konkubinen und Eunuchen in Palästen wie dem der Himmlischen Reinheit oder der Irdischen Ruhe. Nördlich davon erstreckt sich der Kaiserliche Garten. Die gesamte Anlage ist von einer zehn Meter hohen Mauer und einem breiten Wassergraben umgeben, an deren Ecken charakteristische Ecktürme stehen. Besucher können heute die opulenten Innenräume, die Marmorterrassen und die geschwungenen Dächer besichtigen. Umfangreiche Restaurierungsarbeiten, die bis zu den Olympischen Spielen 2008 andauerten, haben dazu beigetragen, den historischen Zustand zu erhalten. Die Sammlung des Museums umfasst rund 1,5 Millionen Exponate, darunter auch seltene Objekte aus dem privaten Gartenhaus des Kaisers Qianlong, die erst durch die Renovierungen wiederentdeckt wurden.
Steckbrief
- Kategorie
- Sehenswürdigkeit › Denkmäler
- Bewertung
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- Adresse
- 4 Jingshan Front St, Dongcheng District
10000 Peking, China - Stadtteil
- Donghuamen Subdistrict
- Telefon
- —
- Website
- —
- —
- Koordinaten
- 39.91472° N · 116.39056° E
- Datenqualität
- confidence 0.71
- Kennung
- ID 3580e833-4a7…
Lage & Umgebung
Ebenen zuschaltenHäufige Fragen zu Forbidden City
kurz beantwortetWas ist die Verbotene Stadt in Peking?
Die Verbotene Stadt im Zentrum von Peking ist eine kaiserliche Palastanlage, die bis zur Revolution von 1911 als Residenz und Regierungssitz der Kaiser der Ming- und Qing-Dynastien diente. Heute beherbergt sie das Palastmuseum Peking und gehört zu den beliebtesten Touristenattraktionen Chinas. Der Komplex umfasst eine Grundfläche von 720.000 Quadratmetern mit 890 Palästen und über 8.800 Räumen. 1987 erklärte die UNESCO die Verbotene Stadt zum Weltkulturerbe.
Warum heißt die Verbotene Stadt in Peking so?
Die Verbotene Stadt in Peking trägt ihren Namen, weil der einfachen Bevölkerung der Zutritt streng verboten war. Erst nachdem die kaiserliche Familie die Anlage 1924 endgültig verlassen hatte, wurden die Tore für die Öffentlichkeit geöffnet. Auch die Architektur betont die Sonderstellung des Kaisers: Die Dächer der Hauptgebäude sind mit gelben, teilvergoldeten Ziegeln gedeckt, da Gelb seine Symbolfarbe war, und kein anderes Gebäude in Peking durfte die Anlage überragen.
Wann wurde die Verbotene Stadt in Peking gebaut?
Der Bau der Verbotenen Stadt in Peking begann 1406 unter dem dritten Ming-Kaiser Yongle und wurde 1420 abgeschlossen. Zeitweise sollen eine Million Sklaven und über 100.000 Kunsthandwerker beschäftigt gewesen sein, was die kurze Bauzeit ermöglichte. Seitdem ist der Grundriss unverändert geblieben. Während der Kulturrevolution blieb der Palast dank der Sicherung durch die Volksbefreiungsarmee von Zerstörungen verschont.
Was kann man in der Verbotenen Stadt in Peking besichtigen?
In der Verbotenen Stadt in Peking kannst du den äußeren Hof mit den Hallen der Staatsgeschäfte und den inneren Hof mit den Wohnpalästen der kaiserlichen Familie besichtigen. Im Süden führt das von Bronzelöwen bewachte Tor der Höchsten Harmonie zur 35 Meter hohen Halle der höchsten Harmonie mit dem Drachenthron, außerdem liegen dort die Halle der Mittleren Harmonie und die Halle der Wahrung der Harmonie. Im Norden findest du den Palast der Himmlischen Reinheit, den Palast der Irdischen Ruhe und den Kaiserlichen Garten. Die gesamte Anlage ist von einer zehn Meter hohen Mauer mit charakteristischen Ecktürmen und einem breiten Wassergraben umgeben.
Wo liegt die Verbotene Stadt in Peking und was gibt es in der Nähe?
Die Verbotene Stadt liegt im Zentrum von Peking an der Adresse 4 Jingshan Front St im Stadtbezirk Dongcheng, im Viertel Donghuamen Subdistrict. travelguide195 listet rund 4 Restaurants im Umkreis von 500 Metern. Wenn du mehrere Highlights verbinden möchtest, ist die Verbotene Stadt Teil der Tour „Peking kompakt: Kaiserpalast, Himmelstempel und Abend am Qianmen“.
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Die Verbotene Stadt, heute offiziell als Palastmuseum bezeichnet, war der Sitz der chinesischen Kaiser der Ming- und Quing-Dynastie. Der Bau wurde 1406 begonnen und bis zur Absetzung des letzten Kaisers 1905 von 24 Kaisern bewohnt. Auf einem Areal von 720.000 Quadratmetern finden sich 9.000 Räume und Hallen. Seit 1987 ist die Verbotene Stadt Weltkulturerbe der UNESCO. Anfahrt: Subway Tiananmen Dong. Mehr....
Quelle: Wikivoyage, „Peking“ · Autor:innen laut Versionsgeschichte · CC BY-SA 4.0