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Guangzhou · 广州市

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Region
Guangdong, China
Einwohner
18.676.605
Zentrum
23.1288° N · 113.2590° E
Stadtteile
30
Guangzhou – Stadtansicht
Guangzhou · © Tim Wu · CC BY-SA 4.0
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Karte von Guangzhou

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§ 4

Guangzhou entdecken: Dim Sum, Perlfluss und Canton Tower

Reiseführer · redaktionell

Guangzhou, früher als Kanton bekannt, ist seit über 2.000 Jahren ein Tor Chinas zur Welt. Eine Reise nach Guangzhou führt zu Tempeln, Kolonialvillen auf einer Flussinsel, zur funkelnden Skyline am Perlfluss – und zu den besten Dim Sum des Landes.

Der Hafen am Perlfluss

Schon im 3. Jahrhundert vor Christus war Guangzhou ein Handelszentrum, später ein wichtiger Ausgangspunkt der maritimen Seidenstraße. Unter den Qing-Kaisern war es lange der einzige Hafen, in dem Europäer Handel treiben durften – Tee, Seide und Porzellan gingen von hier in die Welt. Der Streit um den Opiumhandel führte 1839 zum Ersten Opiumkrieg. Hier begann auch Sun Yat-sen seine revolutionäre Bewegung, die 1911 das Kaiserreich stürzte. Heute ist Guangzhou Zentrum der Metropolregion Perlflussdelta, und die zweimal jährlich stattfindende Canton Fair ist eine der größten Handelsmessen der Welt.

Sehenswürdigkeiten in Guangzhou

Der Canton Tower mit seiner taillierten Form ist rund 600 Meter hoch und bietet Aussichtsplattformen und ein Riesenrad an der Spitze. Gegenüber liegt das neue Zentrum Zhujiang New Town im Bezirk Tianhe mit Opernhaus von Zaha Hadid, Museen und Wolkenkratzern. Auf der Insel Shamian stehen Kolonialvillen und Kirchen der früheren britischen und französischen Konzessionen unter alten Banyanbäumen. Der Chen-Familientempel beeindruckt mit Holz-, Stein- und Keramikschnitzereien. Der Yuexiu-Park mit der Fünf-Widder-Statue und dem Zhenhai-Turm erzählt die Legende der Stadtgründung. Das Museum des Grabes des Königs von Nanyue zeigt ein Jadegewand aus dem 2. Jahrhundert vor Christus.

Essen in Guangzhou

„Iss in Guangzhou“, sagt ein chinesisches Sprichwort. Die kantonesische Küche ist weltberühmt: Morgens geht man zum Yum Cha, wo Tee und Dim Sum wie Har Gow, Siu Mai und Char Siu Bao serviert werden. Mittags und abends gibt es Char Siu, glasiertes Schweinefleisch, gebratene Gans, Wan-Tan-Nudeln und Congee. Rund um die Shangxiajiu-Fußgängerzone in Liwan und die Beijing Lu im Bezirk Yuexiu reihen sich Teehäuser und Garküchen. Zu den Süßspeisen zählen Doppelhautmilch und Schildkrötengelee.

Ausgehen und Viertel

Abends lohnt eine Bootsfahrt auf dem Perlfluss, wenn die Brücken und Türme bunt beleuchtet sind. Der Bezirk Tianhe mit Vierteln wie Linhe, Liede und Shipai ist voller Einkaufszentren, Restaurants und Bars. In der Altstadt von Liwan zeigt sich das traditionelle Kanton mit Arkadenhäusern, den sogenannten Qilou; im benachbarten Foshan lockt der Zumiao-Tempel mit Kung-Fu- und Löwentanz-Vorführungen. Vor dem Mondneujahr verwandeln sich ganze Straßen in große Blumenmärkte, auf denen Kumquatbäumchen, Pfirsichzweige und Orchideen verkauft werden – Guangzhou trägt nicht umsonst den Beinamen „Blumenstadt“. Wer Ruhe sucht, findet sie im Baiyun-Berg im Norden, einem bewaldeten Höhenzug mit Seilbahn, Wanderwegen und Blick über die Stadt.

Anreise und beste Reisezeit

Der Flughafen Baiyun ist einer der größten Chinas und per Metro mit dem Zentrum verbunden. Hochgeschwindigkeitszüge fahren in rund 50 Minuten nach Hongkong, in etwa einer halben Stunde nach Shenzhen und in acht Stunden nach Peking. Die Metro erschließt die gesamte Stadt. Bezahlt wird überwiegend per App. Die beste Reisezeit ist von Oktober bis Dezember, wenn es trocken und angenehm warm ist. Von April bis September ist es heiß, feucht und regnerisch, im Sommer drohen Taifune.