Stadt · Ebene 3

Washington

6.126 Orte in Washington – von Wahrzeichen bis zur Cocktailbar. Wähle eine Kategorie, einen Stadtteil oder stöbere auf der Karte.Eigene Tour planen4 fertige Touren

Region
District of Columbia, USA
Einwohner
689.545
Zentrum
38.8951° N · -77.0364° E
Stadtteile
30
Washington – Stadtansicht
Washington · © Carol M. Highsmith · Public domain
§ 3

Karte von Washington

Top-Orte je Kategorie
EbenenKarte
§ 4

Washington entdecken: Monumente, Museen und Kirschblüte

Reiseführer · redaktionell

Auf der National Mall liegt die amerikanische Geschichte wie ein offenes Buch: vom Kapitol über den Obelisken des Washington Monument bis zum Lincoln Memorial, in dem Martin Luther King 1963 von seinem Traum sprach. Eine Reise nach Washington lohnt sich auch deshalb, weil die meisten Museen keinen Eintritt kosten. Eine Städtereise in die US-Hauptstadt verbindet große Politik mit lebendigen Vierteln, Jazz und internationaler Küche.

Eine Hauptstadt auf dem Reißbrett

1790 beschloss der Kongress, am Potomac River eine neue Hauptstadt zu bauen, George Washington selbst wählte den Ort. Der französische Ingenieur Pierre L'Enfant entwarf einen Plan mit breiten Diagonalalleen, Plätzen und der großen Achse der Mall. 1814 brannten britische Truppen das Kapitol und das Weiße Haus nieder, doch beides wurde wieder aufgebaut. Der District of Columbia gehört zu keinem Bundesstaat, seine Einwohner kämpfen bis heute für volle Vertretung im Kongress. Eine Bauvorschrift begrenzt die Gebäudehöhe, weshalb die Skyline flach und das Kapitol weithin sichtbar bleibt.

Sehenswürdigkeiten in Washington

Die National Mall erstreckt sich über drei Kilometer vom Kapitol bis zum Lincoln Memorial. Am besten spaziert man abends, wenn die Denkmäler beleuchtet sind: das Washington Monument, das Weltkriegsdenkmal, die schwarze Wand des Vietnam Veterans Memorial mit über 58.000 Namen, das Martin Luther King Jr. Memorial und das Jefferson Memorial am Tidal Basin. Das Kapitol kann mit Führung besichtigt werden, ebenso die Library of Congress mit ihrem prachtvollen Lesesaal. Das Weiße Haus sieht man meist nur von außen, Führungen müssen lange vorher über Kongressabgeordnete bzw. die Botschaft beantragt werden. Jenseits des Potomac liegt der Arlington National Cemetery mit dem Grab John F. Kennedys und der Wachablösung am Grabmal des Unbekannten Soldaten.

Museen: die Smithsonian-Welt

Die Smithsonian Institution betreibt rund um die Mall fast 20 Museen, alle kostenlos. Das National Air and Space Museum zeigt das Flugzeug der Brüder Wright und die Apollo-11-Kapsel, das Museum of Natural History den Hope-Diamanten und ein riesiges Elefantenpräparat, das National Museum of African American History and Culture mit seiner bronzefarbenen Fassade gehört zu den bewegendsten Museen des Landes. Die National Gallery of Art beherbergt mit einem Bild von Leonardo da Vinci das einzige Gemälde des Meisters in Amerika. Das United States Holocaust Memorial Museum ist eindringlich, für den Besuch empfiehlt sich ein Zeitticket.

Viertel jenseits der Mall

Georgetown mit Kopfsteinpflaster, Federal-Style-Häusern und dem Chesapeake-and-Ohio-Kanal ist älter als die Hauptstadt selbst. Dupont Circle ist das Viertel der Botschaften, Buchläden und der queeren Szene, am Sonntag mit Bauernmarkt. Auf Capitol Hill wohnen Abgeordnete und Familien in Reihenhäusern, der Eastern Market ist seit 1873 ein beliebter Treffpunkt. Rund um die U Street, einst „Black Broadway“, wo Duke Ellington aufwuchs, sowie Logan Circle/Shaw konzentrieren sich Jazzclubs, Bars und Restaurants. Downtown und das Golden Triangle sind von Büros und Hotels geprägt, die Waterfront an der Wharf und Navy Yard ist ein neues Ausgehviertel am Fluss.

Essen in Washington

Die Restaurants in Washington spiegeln die internationale Bevölkerung wider. Die äthiopische Gemeinde ist eine der größten außerhalb Afrikas, Injera mit Linsen und Fleisch gibt es vor allem rund um Shaw. Ein lokaler Klassiker ist der Half-Smoke, eine scharfe Wurst mit Chili, die man seit 1958 bei Ben's Chili Bowl an der U Street isst. Blue Crabs und Crab Cakes aus der nahen Chesapeake Bay gehören ebenso dazu. Der Union Market am Rand von NoMa ist eine beliebte Food Hall, und die Cocktailbars rund um Logan Circle sind abends gut besucht.

Unterwegs, Reisezeit und Ausflüge

Reagan National Airport liegt nur wenige Metro-Stationen von der Innenstadt entfernt, internationale Flüge landen meist in Dulles, das seit 2022 mit der Silver Line angebunden ist, oder in Baltimore-Washington. Die Metrorail ist sauber und zuverlässig, die Mall erkundet man zu Fuß oder mit Leihrädern. Die beste Reisezeit ist der Frühling, wenn Ende März bis Anfang April rund um das Tidal Basin die Kirschbäume blühen, ein Geschenk aus Tokio von 1912, oder der Herbst. Der Sommer ist heiß und schwül. Ausflüge führen nach Mount Vernon, dem Landsitz George Washingtons, nach Alexandria mit seiner Altstadt, nach Annapolis oder in den Shenandoah-Nationalpark.

§ 5

Häufige Fragen zu Washington

kurz beantwortet

Welche Sehenswürdigkeiten sollte man in Washington gesehen haben?

Im Mittelpunkt eines Washington-Besuchs stehen die Denkmäler auf der National Mall und rund um das Tidal Basin. Dazu gehören das Lincoln Memorial, das Thomas Jefferson Memorial, das National World War II Memorial, das Martin Luther King, Jr. Memorial und das Vietnam Veterans Memorial, dessen schwarze Wand über 58.000 Namen trägt. Jenseits des Potomac liegt der Arlington National Cemetery mit dem Grab John F. Kennedys und der Wachablösung am Grabmal des Unbekannten Soldaten. Insgesamt listet travelguide195 für Washington rund 1.350 Sehenswürdigkeiten.

Wann besucht man die National Mall in Washington am besten?

Für einen Spaziergang über die National Mall in Washington bietet sich der Abend an, denn dann sind die Denkmäler beleuchtet. Die Mall erstreckt sich über drei Kilometer vom Kapitol bis zum Lincoln Memorial. Unterwegs siehst du unter anderem den Obelisken des Washington Monument und kommst am Lincoln Memorial an die Stelle, an der Martin Luther King 1963 von seinem Traum sprach.

Kosten die Museen in Washington Eintritt?

Viele Museen in Washington sind kostenlos, vor allem die fast 20 Museen der Smithsonian Institution rund um die National Mall. Dazu zählen das National Air and Space Museum mit dem Flugzeug der Brüder Wright und der Apollo-11-Kapsel sowie das Museum of Natural History mit dem Hope-Diamanten. Die National Gallery of Art zeigt mit einem Bild von Leonardo da Vinci das einzige Gemälde des Meisters in Amerika. Für das United States Holocaust Memorial Museum wird ein Zeitticket empfohlen; travelguide195 listet für Washington insgesamt rund 238 Museen.

Kann man das Weiße Haus und das Kapitol in Washington besichtigen?

Das Kapitol in Washington kannst du mit einer Führung besichtigen, das Weiße Haus siehst du dagegen meist nur von außen. Führungen durch das Weiße Haus müssen lange im Voraus über Kongressabgeordnete bzw. die Botschaft beantragt werden. Ebenfalls mit Führung zugänglich ist die Library of Congress mit ihrem prachtvollen Lesesaal.

Wie kann man Washington an einem Tag erkunden?

Für einen Tag in Washington gibt es bei travelguide195 fertige Tagestouren mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Die Tour „Washington kompakt: Capitol, National Mall und Weißes Haus an einem Tag“ umfasst 12 Stopps von 09:30 bis 21:00 Uhr und rund 5 Kilometer zu Fuß. Wer Museen bevorzugt, wählt „Washington: Große Sammlungen an der National Mall“ mit 5 Stopps und rund 2 Kilometern zu Fuß, und „Vom Weißen Haus nach Penn Quarter: Washington zu Fuß“ führt mit 13 Stopps über rund 5,1 Kilometer.

Wo kann man in Washington gut essen und ausgehen?

Washington bietet eine große Auswahl an Restaurants und Bars: travelguide195 listet rund 4.055 Restaurants sowie 133 Cocktailbars und 9 Speakeasys. Häufig vertreten sind amerikanische Küche mit 289 Einträgen, Pizzerien mit 283 und mexikanische Restaurants mit 193. Die meisten Orte verzeichnet travelguide195 in den Vierteln Golden Triangle (488), Downtown (306), Dupont Circle (300) und Georgetown (275). Für Musikfans sind zudem rund 322 Konzerte angekündigt.