Springfield entdecken: Route 66 und Ozarks
Reiseführer · redaktionellEin frittiertes Stück Hähnchen in brauner Soße mit Cashewkernen und Frühlingszwiebeln – das „Springfield-Style Cashew Chicken“ erfand ein chinesischstämmiger Koch in den 1960er-Jahren und machte es zum Lokalgericht. Eine Reise nach Springfield in Missouri führt in die „Queen City of the Ozarks“, Geburtsort der Route 66 und Tor zu Seen, Höhlen und Hügeln.
Wild Bill, Route 66 und Ozarks
Springfield entstand in den 1830er-Jahren auf dem Ozark-Plateau. 1865 erschoss Wild Bill Hickok auf dem Hauptplatz Davis Tutt im ersten dokumentierten Duell im Westernstil; eine Gedenkplatte markiert die Stelle. 1926 wurde hier im Telegramm erstmals die Bezeichnung „Route 66“ für die neue Fernstraße von Chicago nach Los Angeles vorgeschlagen, weshalb die Stadt sich als „Birthplace of Route 66“ bezeichnet. Heute ist Springfield die drittgrößte Stadt Missouris und Sitz der Missouri State University. Hier hat auch die Outdoor-Kette Bass Pro Shops ihren Ursprung, deren Gründer die Stadt bis heute prägt.
Sehenswürdigkeiten in Springfield
Das Wonders of Wildlife National Museum & Aquarium neben dem Bass Pro Shops Stammhaus zeigt in einem riesigen Aquarium und naturgetreuen Dioramen die Tierwelt Nordamerikas und der Ozeane. Der Park Central Square in Downtown ist Ausgangspunkt für einen Bummel entlang der historischen Route 66 mit Neonschildern, Motels und einem Fest jeden August. Das Schlachtfeld von Wilson's Creek, Schauplatz einer frühen Bürgerkriegsschlacht, liegt südwestlich der Stadt. Im Nathanael Greene/Close Memorial Park gibt es einen botanischen Garten mit japanischem Stroll Garden, und der Dickerson Park Zoo zeigt Tiere aus aller Welt. Fantastic Caverns ist eine Tropfsteinhöhle, die man per Jeep-Bahn durchfährt.
Essen und Ausgehen in Springfield
Neben dem allgegenwärtigen Cashew Chicken gibt es Barbecue, Fried Catfish und Biscuits mit Gravy, wie man sie in den Ozarks schätzt. In Downtown und im Viertel Commercial Street (C-Street), einer historischen Geschäftsstraße nördlich des Zentrums, haben sich Brauereien, Cafés und Musikkneipen angesiedelt. Rund um die Universität in der Gegend West Central geht es studentisch zu. Samstags verkauft der Farmers Market of the Ozarks regionale Produkte.
Route 66 erleben
Wer der Route 66 folgen möchte, beginnt am Park Central Square, wo Tafeln an die Geburtsstunde der Straße erinnern. Das Best Western Route 66 Rail Haven, ein Motel aus den 1930er-Jahren, und das Route 66 Car Museum mit seinen Oldtimern lohnen einen Halt. Beim Birthplace of Route 66 Festival im August werden Autos ausgestellt, Bands spielen und Neonschilder leuchten. Westlich der Stadt führt die alte Straße durch Kleinstädte und Farmland Richtung Joplin und Kansas, vorbei an verlassenen Tankstellen und liebevoll restaurierten Diners.
Unterwegs in Springfield und beste Reisezeit
Der Springfield-Branson National Airport liegt nordwestlich der Stadt und hat Verbindungen zu großen Drehkreuzen. Busse fahren im Stadtgebiet, für die Ozarks braucht man ein Auto. Beste Reisezeit sind Frühjahr und Herbst, wenn die Wälder grün oder bunt sind; der Sommer ist heiß und feucht. Ausflüge führen nach Branson mit seinen Theatern und Shows, zum Table Rock Lake, in den Mark Twain National Forest sowie zum Buffalo National River in Arkansas für Kanutouren.


