Region · Ebene 2

Oregon

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Land
USA
Städte
71
Zuordnung
über Koordinaten
§ 3

Oregon: Pazifikküste, Vulkane und Portland

Reiseführer · redaktionell

Oregon ist der Staat, an dem der Oregon Trail endete – und noch heute fühlt sich die Ankunft hier an wie ein Neuanfang. Eine Oregon Reise führt an eine wilde, öffentlich zugängliche Pazifikküste, zum tiefblauen Crater Lake, in die Weinberge des Willamette Valley und nach Portland, die Stadt der Fahrräder, Food Trucks und Buchläden.

Küste, Kaskaden und Hochwüste

Das Cascade Range teilt Oregon in zwei sehr verschiedene Welten. Westlich davon ist es feucht und grün: Regenwälder mit Douglasien, Farnen und Moosen ziehen sich bis an die rund 580 Kilometer lange Küste. Im fruchtbaren Willamette Valley zwischen Küstengebirge und Kaskaden liegen die meisten Städte und Weingüter. Die Kaskaden selbst sind eine Kette von Vulkanen; der Mount Hood mit rund 3.430 Metern ist der höchste Gipfel und ganzjährig schneebedeckt. Östlich der Berge regnet es kaum noch. Dort beginnen Kiefernwälder, Wacholdersteppe und Hochwüste, mit Schluchten wie dem Hells Canyon an der Grenze zu Idaho, einem der tiefsten Canyons Nordamerikas, und den bunt gestreiften Painted Hills.

Sehenswürdigkeiten in Oregon

Der Crater Lake ist mit fast 600 Metern der tiefste See der USA. Er füllt die Caldera des Vulkans Mazama, der vor rund 7.700 Jahren ausbrach, und leuchtet in einem fast unwirklichen Blau. Die Columbia River Gorge östlich von Portland ist eine Schlucht mit Dutzenden Wasserfällen, darunter die zweistufigen Multnomah Falls. An der Küste reiht sich ein Höhepunkt an den nächsten: der Haystack Rock vor Cannon Beach, die Leuchttürme von Heceta Head und Yaquina Head, die Oregon Dunes bei Florence und die zerklüftete Südküste bei Brookings. Ein Gesetz von 1967 machte die Strände öffentlich, sodass fast die ganze Küste frei zugänglich ist. Bei Bend laden Lavafelder, Höhlen und der Smith Rock State Park, ein international bekanntes Klettergebiet, zur Erkundung ein.

Portland, Eugene und Bend

Portland liegt am Zusammenfluss von Willamette und Columbia River und hat sich mit dem Spruch „Keep Portland Weird“ ein eigenwilliges Image gegeben. Powell's City of Books nimmt einen ganzen Häuserblock ein, der Japanische Garten im Washington Park gilt als einer der schönsten außerhalb Japans, und der International Rose Test Garden hat der Stadt den Namen „City of Roses“ eingebracht. Die Viertel Pearl District, Alberta und Hawthorne sind bekannt für Cafés und Secondhandläden. Die Vororte Beaverton und Hillsboro sind Sitz von Nike und Intel, Gresham liegt am Fuß des Mount Hood. Eugene ist Universitätsstadt und nennt sich wegen seiner Lauftradition „TrackTown USA“. Salem, die Hauptstadt, hat ein auffälliges Art-déco-Kapitol mit einem goldenen Pionier auf der Kuppel. Bend ist Ausgangspunkt für Skifahren am Mount Bachelor, Mountainbiken und Raften auf dem Deschutes River, Medford im Süden das Tor zum Crater Lake und zu den Weinbergen des Rogue Valley.

Geschichte am Ende des Trails

Zwischen den 1840er- und 1860er-Jahren zogen Hunderttausende Siedler über den Oregon Trail nach Westen, angelockt von fruchtbarem Land im Willamette Valley. 1859 wurde Oregon Bundesstaat. Zuvor lebten hier zahlreiche indigene Völker, und die Expedition von Lewis und Clark erreichte 1805 die Mündung des Columbia River. Holz, Fischfang und Landwirtschaft prägten die Wirtschaft lange, heute sind es Technologie, Sportartikel und Tourismus.

Essen und Trinken

Das Willamette Valley ist weltweit für Pinot Noir bekannt, der hier ähnlich gut gedeiht wie im Burgund. Portland hat eine der höchsten Brauereidichten der USA, außerdem eine Kaffeerösterkultur und Food-Cart-Parks mit Küchen aus aller Welt. Typisch sind Dungeness-Krabben, Lachs, Marionberries – eine in Oregon gezüchtete Brombeere – und Haselnüsse, von denen Oregon fast die gesamte US-Ernte liefert.

Beste Reisezeit und Anreise

Von Juli bis September ist es westlich der Kaskaden trocken und sonnig, das ist die beste Reisezeit für Küste und Berge; die Straße um den Crater Lake ist meist nur von Juli bis Oktober vollständig befahrbar. Herbst und Winter sind im Westen regnerisch, dann lockt Skifahren am Mount Hood. Der Flughafen Portland International (PDX) ist das Haupttor. In Oregon gibt es übrigens keine Umsatzsteuer.