Region · Ebene 2

Alaska

3.522 Orte in Alaska, verteilt auf 15 Städte mit eigener Seite.

Land
USA
Städte
15
Zuordnung
über Koordinaten
§ 3

Alaska: Gletscher, Bären und Mitternachtssonne

Reiseführer · redaktionell

Alaska ist größer als Texas, Kalifornien und Montana zusammen, doch nur wenige Straßen erschließen dieses Land aus Gletschern, Fjorden und Tundra. Urlaub in Alaska bedeutet Grizzlys beim Lachsfang, kalbende Eiswände und Sommernächte, in denen es kaum dunkel wird.

Landschaft im hohen Norden

Im Süden ziehen sich die Alaska Range und die Chugach Mountains durch den Staat, überragt vom Denali, mit 6.190 Metern dem höchsten Berg Nordamerikas. Der „Inside Passage“ genannte Südosten ist ein Labyrinth aus bewaldeten Inseln und Fjorden. Nördlich des Polarkreises folgen die Brooks Range und die arktische Küstenebene, wo Karibuherden wandern. Die Aleuten reichen als Vulkanbogen fast bis nach Asien. Rund ein Drittel des Staates steht unter Schutz, darunter acht Nationalparks. In Utqiaġvik, dem früheren Barrow ganz im Norden, geht die Sonne im Winter rund zwei Monate lang nicht auf und im Sommer fast drei Monate nicht unter.

Sehenswürdigkeiten in Alaska

Im Denali National Park führt eine einzige Straße ins Innere; Shuttlebusse bringen Besucher zu Elchen, Bären und – bei klarem Wetter – zum Blick auf den Gipfel. Im Kenai Fjords National Park bei Seward fahren Boote zu Gezeitengletschern, Buckelwalen und Orcas. Die Glacier Bay im Südosten ist ein Höhepunkt vieler Kreuzfahrten, im Katmai National Park stehen Braunbären an den Brooks Falls und fangen springende Lachse. Wer Polarlichter sucht, fährt im Winter nach Fairbanks, das unter dem Nordlichtoval liegt. Die Strecke von Anchorage nach Seward gehört zu den schönsten Straßen des Landes, und ab Whittier, das nur durch einen einspurigen Tunnel erreichbar ist, starten Bootstouren in den Prince William Sound.

Städte und Orte

Anchorage beherbergt rund 40 Prozent der Bevölkerung und ist Ausgangspunkt fast jeder Reise; das Alaska Native Heritage Center stellt die Kulturen der Ureinwohner vor, der Tony Knowles Coastal Trail verläuft am Cook Inlet. Juneau ist die einzige US-Hauptstadt, die nicht per Straße erreichbar ist; der Mendenhall-Gletscher liegt fast vor der Haustür. Ketchikan besitzt eine der größten Sammlungen von Totempfählen, Homer am Ende der Kenai-Halbinsel ist für Heilbuttangeln bekannt, und Wasilla im Matanuska-Tal ist Zielort des berühmten Hundeschlittenrennens Iditarod, das in Anchorage startet. Skagway, einst Ausgangspunkt des Klondike-Goldrauschs von 1898, bewahrt Holzfassaden und Saloons; die White Pass Railway klettert von dort hinauf zur kanadischen Grenze.

Kultur und Essen

Die Inupiat, Yupik, Athabasken, Tlingit, Haida und weitere Völker prägen die Kultur, von Schnitzkunst bis zu den World Eskimo-Indian Olympics in Fairbanks. Russische Spuren zeigen sich in Zwiebelturmkirchen in Sitka und Kodiak – bis 1867 gehörte Alaska zum Zarenreich. Auf den Tisch kommen Wildlachs, Königskrabben, Heilbutt und Rentierwürste, im Sommer Beeren aus der Wildnis.

Anreise und beste Reisezeit

Direktflüge aus Europa sind selten; meist geht es über Seattle nach Anchorage, im Sommer gibt es auch saisonale Verbindungen ab Frankfurt. Die Alaska Railroad verbindet Seward, Anchorage, Denali und Fairbanks, Fähren des Alaska Marine Highway erschließen die Küste. Die beste Reisezeit ist Juni bis August, mit langen Tagen und offenen Parkstraßen; im Mai und September ist es ruhiger und günstiger. Von September bis März lockt das Polarlicht.