Knoxville entdecken: Tor zu den Smoky Mountains
Reiseführer · redaktionellEine goldene Glaskugel auf einem Stahlturm erinnert an die Weltausstellung von 1982 – die Sunsphere ist das Erkennungszeichen von Knoxville. Wer einen Urlaub in Knoxville plant, findet eine entspannte Universitätsstadt am Tennessee River, die vor allem als Ausgangspunkt für den meistbesuchten Nationalpark der USA geschätzt wird.
Erste Hauptstadt von Tennessee
Knoxville wurde 1791 gegründet und war die erste Hauptstadt des neuen Bundesstaates. Das James White's Fort, ein rekonstruiertes Blockhaus der Gründerzeit, und das Blount Mansion, Amtssitz des ersten Territorialgouverneurs, zeigen diese frühe Zeit. Im 20. Jahrhundert prägten die Tennessee Valley Authority mit ihren Staudämmen und das nahe Oak Ridge, wo am Manhattan-Projekt gearbeitet wurde, die Region. Die Stadt gilt außerdem als eine der Wiegen der Countrymusik: Radiosender wie WNOX förderten früh Musiker wie Roy Acuff und Chet Atkins.
Sehenswürdigkeiten in Knoxville
Der World's Fair Park mit der Sunsphere und ihrer Aussichtsplattform ist ein guter Startpunkt. Von dort erreicht man zu Fuß den Market Square, einen von Restaurants und Cafés gesäumten Platz, auf dem samstags ein Bauernmarkt stattfindet, sowie die Gay Street mit dem prachtvollen Tennessee Theatre von 1928. Das Knoxville Museum of Art zeigt Kunst aus Ost-Tennessee, die Women's Basketball Hall of Fame würdigt den Sport, für den die Universität berühmt ist. Im Neyland Stadium der University of Tennessee verfolgen an Football-Samstagen über 100.000 Fans in Orange die Spiele der Volunteers. Naturfreunde schätzen die Urban Wilderness im Süden der Stadt mit Wander- und Mountainbike-Wegen.
Essen und Ausgehen in Knoxville
Die Old City nördlich der Downtown ist mit ihren Backsteinlagerhäusern das Viertel für Bars, Brauereien und Livemusik. Auf den Speisekarten finden sich Südstaatenklassiker wie Biscuits mit Gravy, Fried Green Tomatoes und Barbecue, zudem Gerichte mit regionalem Bezug wie Forellen aus den Bergbächen. Westlich des Zentrums in Bearden und Richtung Cedar Bluff liegen viele Restaurants und Einkaufszentren, die eher von Einheimischen besucht werden. Wer Bourbon und Moonshine probieren möchte, findet in der Stadt und in den Bergorten kleine Brennereien.
Musik, Theater und Feste
Das Tennessee Theatre an der Gay Street, ein prunkvoller Kinopalast mit Wurlitzer-Orgel, ist offizielles Staatstheater Tennessees, und das Bijou Theatre gehört zu den ältesten Bühnen der Stadt. Im Frühjahr bringt das Festival Big Ears experimentelle Musik, Jazz und Neue Musik in Säle, Kirchen und Clubs der Innenstadt und lockt Besucher aus aller Welt an. Der lokale Sender WDVX überträgt mittags beim Blue Plate Special kostenlose Livekonzerte. Literaturfreunde wissen: Der Schriftsteller Cormac McCarthy wuchs in Knoxville auf, und James Agee setzte der Stadt mit seinem Roman „Ein Todesfall in der Familie“ ein Denkmal.
Unterwegs in Knoxville und Ausflüge
Der McGhee Tyson Airport liegt rund 20 Kilometer südlich im Ort Alcoa. In der Innenstadt verkehren kostenlose Trolleybusse, für Ausflüge braucht man ein Auto. Der Great Smoky Mountains National Park beginnt etwa eine Autostunde entfernt hinter Gatlinburg und Pigeon Forge mit Dollywood, dem Freizeitpark von Dolly Parton. Als beste Reisezeit gelten das Frühjahr mit Wildblumen und Hartriegelblüte, gefeiert beim Dogwood Arts Festival im April, sowie der Oktober, wenn sich das Laub in den Bergen färbt.








