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Valencia · València

5.354 Orte in Valencia – von Wahrzeichen bis zur Cocktailbar. Wähle eine Kategorie, einen Stadtteil oder stöbere auf der Karte.Eigene Tour planen4 fertige Touren

Region
Valencianische Gemeinschaft, Spanien
Einwohner
840.792
Zentrum
39.4697° N · -0.3763° E
Stadtteile
30
Valencia – Stadtansicht
Valencia · © Nicolas Vollmer from Munich [Allemagne] · CC BY 2.0
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Karte von Valencia

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§ 4

Valencia entdecken: Paella, Turia-Park und Fallas

Reiseführer · redaktionell

Wo früher ein Fluss floss, radeln heute Familien durch einen neun Kilometer langen Park – Valencia hat aus einer Katastrophe eine Stärke gemacht. Spaniens drittgrößte Stadt verbindet eine lebendige Altstadt, futuristische Architektur und kilometerlange Stadtstrände. Eine Reise nach Valencia ist zudem eine Pilgerfahrt zur echten Paella.

Vom römischen Valentia zur Seidenmetropole

Römische Veteranen gründeten Valentia im Jahr 138 v. Chr., später prägten fünf Jahrhunderte maurischer Herrschaft die Stadt und vor allem das Bewässerungssystem der umliegenden Huerta. 1238 eroberte Jakob I. von Aragón Valencia. Im 15. Jahrhundert, dem sogenannten goldenen Zeitalter, wurde die Stadt durch Seidenhandel reich; davon zeugt die Lonja de la Seda, die gotische Seidenbörse mit ihren gedrehten Säulen, die zum UNESCO-Welterbe gehört. Nach der verheerenden Flut von 1957 leitete man den Turia um die Stadt herum – das alte Flussbett wurde zum Jardín del Turia, einem grünen Band quer durch Valencia.

Sehenswürdigkeiten in Valencia

Die Kathedrale in La Seu vereint romanische, gotische und barocke Elemente und bewahrt einen Kelch, den die Kirche als Heiligen Gral verehrt. Wer die 207 Stufen des Glockenturms Miguelete hinaufsteigt, sieht über die Dächer bis zum Meer. Vor der Apostelpforte tagt seit Jahrhunderten jeden Donnerstag das Wassergericht, das über die Bewässerung der Huerta entscheidet – auf Valencianisch und ohne Protokoll. Gleich gegenüber der Lonja steht der Mercado Central, eine Jugendstil-Markthalle mit Glaskuppel und rund tausend Ständen. Am östlichen Ende des Turia-Parks liegt die Ciudad de las Artes y las Ciencias von Santiago Calatrava und Félix Candela: Opernhaus, Wissenschaftsmuseum, IMAX-Kino und das Oceanogràfic, eines der größten Aquarien Europas. Die mittelalterlichen Stadttore Torres de Serranos und Torres de Quart erinnern an die einstige Stadtmauer.

Viertel: El Carme, Russafa und Cabanyal

El Carme ist das verwinkelte Altstadtviertel mit Street Art, kleinen Bars und dem IVAM, dem Museum für moderne Kunst. Rund um Sant Francesc mit der Plaza del Ayuntamiento schlägt das Geschäftsherz der Stadt, nebenan in der Gran Vía und im Ensanche flaniert man zwischen Fassaden des 19. Jahrhunderts. Russafa, einst Arbeiterviertel, ist heute das kreative Zentrum mit Cafés, Vintage-Läden und einem quirligen Markt. Am Meer liegen El Cabanyal und El Canyamelar, ein altes Fischerviertel, dessen bunt gekachelte Häuser nur knapp dem Abriss entgingen. Fußballfans zieht es nach Mestalla, wo der FC Valencia spielt.

Essen in Valencia: mehr als Paella

Die echte Paella valenciana besteht aus Huhn, Kaninchen, grünen Bohnen und Garrofó-Bohnen – Meeresfrüchte gehören in die Paella de marisco, eine andere Spezialität. Gegessen wird sie mittags, gern in den Restaurants an der Playa de la Malvarrosa oder in El Palmar am Albufera-See, wo der Reis wächst. Arroz negre mit Tintenfischtinte, Fideuà und All i pebre, ein Aal-Eintopf, ergänzen die Reisküche. Gegen die Hitze hilft Horchata, ein süßes Getränk aus Erdmandeln, das man mit länglichem Hefegebäck namens Fartons isst – traditionell im Viertel Alboraya. Abends trinkt man Agua de Valencia, eine Mischung aus Orangensaft, Cava, Gin und Wodka.

Feste und Ausgehen

Höhepunkt des Jahres sind die Fallas im März: Die Viertel bauen riesige, oft satirische Figuren aus Holz und Pappmaché, die in der Nacht vom 19. März verbrannt werden. Tagelang knallen Böller, und täglich um 14 Uhr erschüttert die Mascletà die Plaza del Ayuntamiento. Das Fest gehört zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Das Nachtleben konzentriert sich auf El Carme, Russafa und im Sommer auf die Strandbars der Malvarrosa.

Unterwegs in Valencia und beste Reisezeit

Der Flughafen Valencia-Manises (VLC) liegt rund acht Kilometer westlich und ist per Metro angebunden; Hochgeschwindigkeitszüge erreichen Madrid in knapp zwei Stunden. In der flachen Stadt ist das Fahrrad ideal, das Leihsystem Valenbisi und viele Radwege machen es leicht. Die beste Reisezeit ist das Frühjahr und der Herbst, im Hochsommer wird es schwül. Ausflüge lohnen in den Naturpark Albufera zum Sonnenuntergang auf dem See oder nach Sagunt mit römischem Theater und Burg.

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Häufige Fragen zu Valencia

kurz beantwortet

Wie viele Tage sollte man für Valencia einplanen?

Für die wichtigsten Klassiker von Valencia reicht ein voller Tag, für Museen, Viertel und Kulinarik lohnen sich mehrere Tage. Die travelguide195-Tour „Valencia an einem Tag: Altstadt, Seidenbörse und Jugendstil“ führt von 09:30 bis 21:00 Uhr zu 12 Stopps bei 4,8 km zu Fuß. Dazu gibt es drei weitere fertige Tagestouren zu Museen und Kunst, zum Essen und Trinken sowie zu Fuß durch die Altstadt von El Carme bis zur Seidenbörse.

Welche Sehenswürdigkeiten sollte man in Valencia gesehen haben?

Zu den zentralen Sehenswürdigkeiten in Valencia gehören die Lonja de la Seda, die Kathedrale mit dem Glockenturm El Micalet und die mittelalterlichen Stadttore Torres de Serranos und Torres de Quart. Die gotische Seidenbörse mit ihren gedrehten Säulen gehört zum UNESCO-Welterbe, und über die 207 Stufen des Micalet blickst du über die Dächer bis zum Meer. Außerdem lohnen sich der Palau del Marqués de Dos Aigües, die Banys de l'Almirall und die Ciudad de las Artes y las Ciencias von Santiago Calatrava und Félix Candela mit dem Oceanogràfic. Insgesamt listet travelguide195 rund 257 Sehenswürdigkeiten in Valencia.

Welche Museen gibt es in Valencia?

In Valencia findest du Museen zu Kunsthandwerk, Kunst, Geschichte und Naturwissenschaften, travelguide195 listet rund 114 Museen. Bekannte Adressen sind das Museo Nacional de Cerámica y Artes Suntuarias „González Martí“, das Museo del Patriarca, das Museo de la Historia de Valencia und das Museo de Ciencias Naturales de Valencia. Im Viertel El Carme liegt zudem das IVAM, das Museum für moderne Kunst. Die Tour „Kunst in Valencia: Von der Moderne bis zur Renaissance“ verbindet 6 Stopps von 10:00 bis 18:50 Uhr auf 2,7 km zu Fuß.

Welche Stadtviertel in Valencia lohnen sich?

In Valencia lohnen sich vor allem El Carme, Sant Francesc, Ruzafa (Russafa) und das Fischerviertel El Cabanyal am Meer. Die meisten Orte verzeichnet travelguide195 in Sant Francesc mit 375 und Ruzafa mit 359, gefolgt von Gran Via mit 293. El Carme ist das verwinkelte Altstadtviertel mit Street Art und kleinen Bars, Russafa das kreative Zentrum mit Cafés, Vintage-Läden und Markt. In El Cabanyal und El Canyamelar siehst du bunt gekachelte Häuser, die nur knapp dem Abriss entgingen.

Was ist der Jardín del Turia in Valencia?

Der Jardín del Turia ist ein rund neun Kilometer langer Park im alten Flussbett des Turia, der sich als grünes Band quer durch Valencia zieht. Nach der verheerenden Flut von 1957 wurde der Fluss um die Stadt herumgeleitet, und im ehemaligen Flussbett entstand der Park. Heute radeln dort Familien, und am östlichen Ende liegt die Ciudad de las Artes y las Ciencias.

Was und wo isst man in Valencia?

Valencia ist die Heimat der echten Paella, und travelguide195 listet rund 4.248 Restaurants in der Stadt. Am häufigsten vertreten sind spanische Küche mit 534 und mediterrane Küche mit 239 Einträgen. Gegenüber der Lonja liegt der Mercado Central, eine Jugendstil-Markthalle mit Glaskuppel und rund tausend Ständen. Für den Abend gibt es rund 89 Cocktailbars, und die Tour „Valencia zum Genießen“ führt von 11:00 bis 23:30 Uhr zu 10 kulinarischen Stopps.