Stadt · Ebene 3

Marbella

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Region
Andalusien, Spanien
Einwohner
159.786
Zentrum
36.5090° N · -4.8856° E
Stadtteile
–
Marbella – Stadtansicht
Marbella · © Diliff · CC BY-SA 3.0
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Karte von Marbella

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Marbella entdecken: Altstadt, Golden Mile und Puerto Banús

Reiseführer · redaktionell

Marbella steht für Yachten, Strandclubs und prominente Gäste – doch hinter der glamourösen Fassade versteckt sich eine weiß gekalkte Altstadt mit Orangenbäumen. Ein Marbella Urlaub verbindet die Strände der Costa del Sol mit andalusischer Lebensart, im Hintergrund ragt das Bergmassiv der Sierra Blanca auf. Wer die Reise gut plant, erlebt beide Seiten.

Vom Fischerdorf zum Jetset-Ort

Marbella war über Jahrhunderte eine kleine Landstadt mit maurischer Burg, Zuckermühlen und Eisenminen. Den Wandel brachte in den 1950er-Jahren Prinz Alfonso von Hohenlohe, der hier den Marbella Club gründete und Schauspieler, Adelige und Industrielle anlockte. Ab den 1970er-Jahren folgten Villen, Golfplätze und der Jachthafen Puerto Banús. Die Ära des Bürgermeisters Jesús Gil in den 1990ern brachte allerdings auch Korruptionsskandale, deren Aufarbeitung Jahre dauerte. Heute präsentiert sich die Stadt gediegener und auf Qualitätstourismus ausgerichtet.

Sehenswürdigkeiten in Marbella

Das Herz der Altstadt ist die Plaza de los Naranjos, im 15. Jahrhundert nach der christlichen Eroberung angelegt, mit Rathaus, der Ermita de Santiago und Cafés unter Orangenbäumen. Von dort führen enge Gassen zur Kirche Santa María de la Encarnación und zu Resten der maurischen Stadtmauer. Die Avenida del Mar verbindet die Altstadt mit dem Meer und ist mit Bronzeskulpturen von Salvador Dalí bestückt. Die Strandpromenade zieht sich kilometerweit an der Küste entlang, ideal für Spaziergänge und Radtouren. Westlich der Stadt beginnt die Milla de Oro, die Goldene Meile mit Luxushotels und Villen, an deren Ende Puerto Banús liegt: Supersportwagen, Boutiquen und Megayachten bilden dort die Kulisse für ein Publikum, das sehen und gesehen werden will. Weniger bekannt sind die römische Villa Río Verde mit gut erhaltenen Mosaiken und das historische Viertel von San Pedro Alcántara.

Essen, Strände und Ausgehen

Abseits der teuren Hafenrestaurants lohnt sich der Weg in die Chiringuitos, die Strandlokale, in denen Espetos – über Holzfeuer gegrillte Sardinen – serviert werden. Frittierter Fisch, Gazpacho und Ajoblanco gehören zur klassischen Küche der Costa del Sol. In der Altstadt bieten kleine Tapasbars ein bodenständiges Gegenprogramm. Abends verlagert sich das Leben nach Puerto Banús und in die Beachclubs entlang der Goldenen Meile, wo DJs bis spät auflegen. Die Strände wie Playa de la Venus im Zentrum oder die Dünen von Cabopino im Osten sind sauber und gut erschlossen.

Natur zwischen Bergen und Meer

Marbella liegt geschützt unter der Sierra Blanca, deshalb ist das Klima hier besonders mild. Wanderwege führen vom Stadtrand hinauf zum Aussichtspunkt Cruz de Juanar, wo mit etwas Glück Steinböcke auftauchen und der Blick bis nach Gibraltar und Afrika reicht. Auch Golfer kommen auf ihre Kosten: Im sogenannten Golf Valley nahe Nueva Andalucía liegen zahlreiche Plätze dicht beieinander. Und an der Küste lässt sich auf der Promenade kilometerweit radeln, vorbei an Dünen, Pinienwäldchen und kleinen Fischerstränden.

Unterwegs und beste Reisezeit

Marbella hat keinen eigenen Bahnhof; der nächste Flughafen ist Málaga (AGP), von dem Fernbusse und Taxis in rund 45 Minuten fahren. Innerhalb der Stadt verkehren Busse, für Ausflüge ist ein Mietwagen praktisch. Die beste Reisezeit ist das Frühjahr und der frühe Herbst – im Juli und August wird es voll und teuer. Lohnende Ausflüge führen nach Ronda über der Tajo-Schlucht, in das Bergdorf Ojén oder auf Wanderwege rund um den Gipfel La Concha.

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