Stadt · Ebene 3

Bukarest · București

4.882 Orte in Bukarest – von Wahrzeichen bis zur Cocktailbar. Wähle eine Kategorie, einen Stadtteil oder stöbere auf der Karte.Eigene Tour planen4 fertige Touren

Region
Rumänien
Einwohner
1.716.961
Zentrum
44.4361° N · 26.1027° E
Stadtteile
30
Bukarest – Stadtansicht
Bukarest · © seisdeagosto · CC BY-SA 2.0
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Karte von Bukarest

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Bukarest entdecken: Belle Époque, Palast und Parks

Reiseführer · redaktionell

Neben Jugendstilvillen und orthodoxen Kirchen steht eines der größten Verwaltungsgebäude der Welt, und zwischen Plattenbauten öffnen sich riesige Parks mit Seen: Bukarest ist eine Stadt voller Brüche, die man erst auf den zweiten Blick lieben lernt. Eine Städtereise in die rumänische Hauptstadt verbindet Geschichte, eine lebendige Café- und Barszene und erstaunlich günstige Preise.

Vom „Paris des Ostens“ zur Hauptstadt von heute

Der Legende nach geht der Name auf einen Hirten namens Bucur zurück. Urkundlich erwähnt wurde Bukarest 1459 unter Vlad III., bekannt als Vlad Țepeș, dem historischen Vorbild für Dracula. Ab 1862 war die Stadt Hauptstadt des vereinigten Rumäniens. Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert entstanden Boulevards, Palais und Villen nach französischem Vorbild, die Bukarest den Beinamen „Klein-Paris“ einbrachten. Unter dem kommunistischen Diktator Nicolae Ceaușescu wurden in den 1980er-Jahren große Teile der Altstadt abgerissen, um Platz für das Centrul Civic zu schaffen. Im Dezember 1989 begann hier mit Protesten und Kämpfen die Revolution, die das Regime stürzte. Heute ist Bukarest eine dynamische EU-Hauptstadt mit starker IT-Branche.

Sehenswürdigkeiten in Bukarest

Der Palatul Parlamentului, Ceaușescus „Haus des Volkes“, gilt als eines der größten Gebäude der Welt; bei Führungen sieht man Marmorsäle, Kristalllüster und endlose Gänge. Die Calea Victoriei, die älteste Prachtstraße, führt vorbei am Athenäum, einem prächtigen Konzertsaal mit Kuppel, am Platz der Revolution mit dem ehemaligen Zentralkomitee und am Königspalast, der heute das Nationale Kunstmuseum beherbergt. Die kleine Stavropoleos-Kirche mit ihrem Innenhof voller Steinkreuze ist ein Meisterwerk des Brâncoveanu-Stils. Am Nordende der Stadt steht der Arcul de Triumf, der an den Pariser Triumphbogen erinnert.

Viertel, Parks und Museen

Die Altstadt, Centrul Vechi, um die Lipscani-Straße ist ein Labyrinth aus Gassen mit Ruinen des Fürstenhofs Curtea Veche, Karawansereien wie dem Hanul lui Manuc und unzähligen Bars. Im Norden, in Sector 1, liegen die eleganten Viertel Floreasca, Dorobanți und Primăverii mit Villen, Botschaften und Cafés. Der Parcul Herăstrău, offiziell König-Mihai-I.-Park, umgibt einen großen See; an seinem Rand zeigt das Dorfmuseum, das Muzeul Satului, Bauernhäuser, Holzkirchen und Windmühlen aus allen Regionen Rumäniens. Der Cișmigiu-Garten im Zentrum ist der älteste Park der Stadt. Wer sich für die jüngere Geschichte interessiert, besucht das Haus von Ceaușescu im Viertel Primăverii.

Essen in Bukarest

Die rumänische Küche ist deftig und vielfältig. Klassiker sind Sarmale, Kohlrouladen mit Hackfleisch und Mămăligă, Maisbrei mit Schafskäse und Sauerrahm, sowie Mici, gegrillte Hackfleischröllchen mit Senf und Bier. Ciorbă, eine säuerliche Suppe, gibt es in vielen Varianten, etwa als Ciorbă de burtă mit Kutteln. Zum Nachtisch locken Papanași, Quarkkrapfen mit Sauerrahm und Konfitüre. Die Markthallen Piața Obor und Piața Amzei bieten Obst, Gemüse, Käse und Würste vom Land. In den letzten Jahren ist eine moderne Restaurantszene mit kreativer Küche und Weinen aus rumänischen Anbaugebieten entstanden.

Ausgehen und Kultur

Bukarest hat ein lebhaftes Nachtleben. In der Altstadt reihen sich Pubs und Clubs, während in Gartenlokalen im Sommer Konzerte stattfinden und in alten Villen Cafés und Bars mit Terrassen öffnen. Die Oper und das Athenäum mit der Philharmonie George Enescu bieten klassische Musik, und alle zwei Jahre findet das Enescu-Festival statt, eines der großen Klassikfestivals Europas. Das Nationaltheater am Universitätsplatz und zahlreiche kleine Bühnen zeigen Theater. Im Sommer locken Open-Air-Kinos, Konzerte und Food-Festivals Tausende in die Parks.

Unterwegs in Bukarest und beste Reisezeit

Der Flughafen Henri Coandă (OTP) liegt rund 17 Kilometer nördlich in Otopeni; Expressbusse und ein Zug fahren ins Zentrum zum Nordbahnhof Gara de Nord. In der Stadt fahren Metro, Straßenbahnen, Busse und Trolleybusse, Tickets kauft man mit Karte oder App. Fahrdienste sind günstig. Die beste Reisezeit liegt im Frühling und Herbst; im Juli und August kann es über 35 Grad heiß werden, die Winter sind kalt und manchmal schneereich. Ausflüge führen zum Kloster Snagov am See, zum Schloss Mogoșoaia und weiter nach Siebenbürgen mit Sinaia und Brașov, das man mit dem Zug in rund drei Stunden erreicht.

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Häufige Fragen zu Bukarest

kurz beantwortet

Wie viele Tage sollte man für Bukarest einplanen?

Für die wichtigsten Klassiker von Bukarest reicht ein voller Tag, für einen gründlicheren Eindruck solltest du drei bis vier Tage einplanen. travelguide195 bietet vier fertige Tagestouren mit unterschiedlichen Schwerpunkten: die Klassiker, Museen und Kunst, Kulinarisches sowie einen Spaziergang durch die Altstadt. Insgesamt listet travelguide195 rund 816 Sehenswürdigkeiten und 122 Museen in der rumänischen Hauptstadt.

Welche Sehenswürdigkeiten sollte man in Bukarest gesehen haben?

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Bukarest gehören der Parlamentspalast (Palatul Parlamentului), das Rumänische Athenäum und der Arcul de Triumf. Der Parlamentspalast, Ceaușescus „Haus des Volkes“, gilt als eines der größten Gebäude der Welt und kann bei Führungen besichtigt werden. Entlang der Calea Victoriei liegen außerdem der Platz der Revolution, der Königspalast und der Crețulescu-Palast. Weitere lohnende Ziele sind der Cotroceni-Palast, die Große Synagoge und die kleine Stavropoleos-Kirche im Brâncoveanu-Stil.

Welche Museen gibt es in Bukarest?

travelguide195 listet rund 122 Museen in Bukarest, darunter das Muzeul Țăranului Român (Museum des rumänischen Bauern), das Nationalmuseum für Geschichte Rumäniens und das Naturkundemuseum „Grigore Antipa“. Für die jüngere Geschichte bietet sich der Palatul Primăverii an, das ehemalige Wohnhaus Ceaușescus, außerdem gibt es das Jüdische Museum Bukarest. Im Königspalast an der Calea Victoriei befindet sich das Nationale Kunstmuseum, und am Parcul Herăstrău zeigt das Dorfmuseum Muzeul Satului Bauernhäuser, Holzkirchen und Windmühlen aus ganz Rumänien. Die Tagestour „Museen an der Calea Victoriei“ verbindet 5 Stopps auf 2,3 km zu Fuß von 10:00 bis 18:00 Uhr.

Welche Viertel lohnen sich in Bukarest?

In Bukarest lohnen sich vor allem die Altstadt (Centrul Vechi) und die eleganten Viertel im Norden in Sektor 1. Die Altstadt um die Lipscani-Straße ist ein Gassenlabyrinth mit den Ruinen des Fürstenhofs Curtea Veche, der Karawanserei Hanul lui Manuc und vielen Bars. In Sektor 1, wo travelguide195 mit rund 627 Orten die meisten Einträge listet, liegen Floreasca, Dorobanți und Primăverii mit Villen, Botschaften und Cafés. Das Centrul Civic rund um den Parlamentspalast zeigt dagegen die Architektur der Ceaușescu-Zeit.

Wo kann man in Bukarest gut essen und ausgehen?

travelguide195 listet in Bukarest rund 3.396 Restaurants und 39 Bars aus den Bereichen Cocktailbars und Speakeasys. Neben vielen Pizzerien (310) und italienischen Restaurants (233) findet du rund 82 Lokale mit rumänischer Küche sowie chinesische und türkische Restaurants. Ausgehen kannst du besonders gut in der Altstadt mit ihren zahlreichen Bars. Die Tagestour „Bukarest kulinarisch: Vom Wirtshaus zur Cocktailbar“ führt von 11:00 bis 23:30 Uhr zu 10 Stopps auf 6,3 km zu Fuß.

Kann man Bukarest zu Fuß erkunden?

Ja, das Zentrum von Bukarest lässt sich gut zu Fuß erkunden. Die Tour „Bukarest zu Fuß: Vom Universitätsplatz durch die Altstadt“ umfasst 12 Stopps auf 4,1 km von 10:00 bis 19:00 Uhr. Die Tour „Bukarest kompakt: Parlamentspalast, Altstadt und Calea Victoriei“ verbindet ebenfalls 12 Stopps auf 4,8 km zu Fuß von 09:30 bis 21:00 Uhr. Zwischendurch bietet sich der Cișmigiu-Garten an, der älteste Park der Stadt im Zentrum.