Region · Ebene 2

Distrikt Évora

1.243 Orte in Distrikt Évora, verteilt auf 7 Städte mit eigener Seite.

Land
Portugal
Städte
7
Zuordnung
über Koordinaten
§ 3

Distrikt Évora: Herz des Alentejo

Reiseführer · redaktionell

Ein Urlaub im Distrikt Évora führt in die weite, sonnige Landschaft des Alentejo, wo Korkeichen über goldene Felder verteilt stehen und weiße Städte auf Hügeln liegen. Évora mit seinem Römertempel, das Bergdorf Monsaraz über dem Alqueva-Stausee und die Marmorstädte um Estremoz gehören zu den schönsten Zielen im Süden Portugals.

Landschaft des Alentejo

Der Distrikt ist einer der größten und am dünnsten besiedelten Portugals. Sanft gewellte Ebenen mit Weizenfeldern, Olivenhainen und Montados, lichten Wäldern aus Kork- und Steineichen, prägen das Land. Im Osten staut der Alqueva-Damm den Guadiana zum größten künstlichen See Westeuropas, dessen Ufer sich in unzähligen Buchten verzweigen. Die Region um den See ist als Sternenhimmel-Reservat ausgewiesen, weil es kaum Lichtverschmutzung gibt. Die Sommer sind sehr heiß und trocken, im Frühling blühen die Felder bunt.

Sehenswürdigkeiten in Évora

Die Altstadt von Évora ist seit 1986 UNESCO-Welterbe. Mitten in der Stadt stehen die korinthischen Säulen des römischen Tempels, der oft Diana zugeschrieben wird. Daneben ragt die Kathedrale auf, deren Dach man besteigen kann, und in der Kirche São Francisco befindet sich die Capela dos Ossos, eine mit Tausenden Knochen ausgekleidete Kapelle mit der Inschrift „Wir Knochen, die hier sind, warten auf eure“. Der Praça do Giraldo mit Arkaden ist das Zentrum des Stadtlebens, die Universität aus dem 16. Jahrhundert besitzt Hörsäle mit Kachelbildern. Westlich der Stadt liegt der Cromeleque dos Almendres, ein Steinkreis aus fast hundert Menhiren, älter als Stonehenge.

Monsaraz, Estremoz und weitere Orte

Monsaraz ist ein ummauertes Dorf auf einem Hügel, mit Burg, weißen Häusern und einem weiten Blick über den Alqueva-See und nach Spanien. Darunter liegt Reguengos de Monsaraz, ein Zentrum des Weinbaus mit großen Gütern wie Esporão. Estremoz wird von einer Burg mit hohem Turm überragt, sein Samstagsmarkt ist berühmt, und die bunten Tonfiguren der Bonecos de Estremoz sind immaterielles Kulturerbe der UNESCO. Rund um Estremoz, Borba und Vila Viçosa wird Marmor abgebaut, der in Kirchen und Gehsteigen glänzt. In Vila Viçosa steht der Palast der Herzöge von Bragança, und Arraiolos ist für seine handgestickten Teppiche bekannt.

Essen und Trinken

Die Küche des Alentejo ist einfach und aromatisch. Carne de porco à alentejana kombiniert Schweinefleisch mit Venusmuscheln, Migas bestehen aus Brot mit Knoblauch und Olivenöl, und die Açorda ist eine Brotsuppe mit Koriander und pochiertem Ei. Das schwarze Iberische Schwein liefert Schinken und Würste. Zum Nachtisch gibt es Sericaia, einen Eierkuchen mit Elvas-Pflaumen. Die Rotweine aus Reguengos, Borba und Redondo gehören zu den beliebtesten des Landes. Im Alentejo wird zudem der Cante Alentejano gepflegt, mehrstimmiger Männergesang, seit 2014 Kulturerbe der UNESCO.

Anreise und beste Reisezeit

Évora ist von Lissabon über die Autobahn A6 in rund eineinhalb Stunden erreichbar, Züge und Busse verkehren mehrmals täglich. Für Monsaraz und die Marmorstädte braucht man ein Auto. Die beste Reisezeit ist von März bis Juni und im September und Oktober. Im Juli und August steigen die Temperaturen oft auf über 35 Grad, dann ist das Leben auf den frühen Morgen und den Abend verlegt.