Stadt · Ebene 3

Tepic

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Region
Staat Nayarit, Mexiko
Einwohner
425.942
Zentrum
21.5119° N · -104.8916° E
Stadtteile
4
Tepic – Stadtansicht
Tepic · © unbekannt · GPL
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Karte von Tepic

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Tepic entdecken: Huichol-Kunst und Pazifiknähe

Reiseführer · redaktionell

Zwischen Vulkanen und Zuckerrohrfeldern liegt Tepic, die ruhige Hauptstadt von Nayarit, nur eine Stunde von der Pazifikküste entfernt. Wer auf einer Reise an der Westküste Mexikos die Kultur der Huichol kennenlernen und unverfälschte Küche probieren will, findet hier einen angenehmen Zwischenstopp.

Geschichte und Stadtbild

Tepic wurde 1531 von Nuño Beltrán de Guzmán gegründet und blieb jahrhundertelang ein regionaler Handelsort. Im 19. Jahrhundert entstanden hier Textilfabriken, 1884 wurde das Gebiet von Jalisco abgetrennt, und 1917 entstand der Bundesstaat Nayarit mit Tepic als Hauptstadt. Das historische Zentrum ist kompakt, mit einer neugotischen Kathedrale, Plätzen und kolonialen Häusern. Aus Tepic stammte der Dichter Amado Nervo, nach dem der Flughafen und viele Straßen benannt sind. Viertel wie Las Delicias, La Cantera und Bellavista erzählen von der Entwicklung zur modernen Stadt.

Sehenswürdigkeiten in Tepic

Die Kathedrale mit ihren schlanken Doppeltürmen an der Plaza Principal ist das Wahrzeichen. Das Museo Regional de Nayarit zeigt Grabbeigaben der Schachtgrabkultur, darunter Tonfiguren, die das Leben vor zweitausend Jahren darstellen. In der Casa Museo Amado Nervo kann man das Geburtshaus des Dichters besuchen. Der Templo y Ex-Convento de la Cruz de Zacate ist mit einer Legende verbunden: Ein Kreuz aus Gras soll hier seit Jahrhunderten grün bleiben. Der Parque La Loma ist ein großer Stadtpark mit alten Bäumen und Spielplätzen, an Wochenenden Treffpunkt für Familien und Jogger. Am Abend lohnt ein Bummel über die Avenida México, die Hauptachse des Zentrums mit Läden, Eisdielen und Straßenständen.

Huichol-Kultur

Nayarit ist eine Heimat der Wixárika, besser bekannt als Huichol. Ihre Kunst ist unverwechselbar: Garnbilder, bei denen farbige Fäden auf Wachs gedrückt werden, und Perlenarbeiten mit Hirschen, Maispflanzen und Peyote-Motiven. Die Casa Museo de los Cuatro Pueblos zeigt die Kultur der vier indigenen Völker Nayarits: Huichol, Cora, Tepehuán und Mexicanero. In Läden und Straßenständen in der Altstadt verkaufen Künstler ihre Werke direkt. Wer die Stücke kauft, unterstützt die Gemeinden aus der Sierra.

Essen in Tepic

Nayarit beansprucht den Ursprung des Pescado zarandeado, eines aufgeschnittenen, marinierten und über Holzkohle gegrillten Fischs. Dazu kommen Tostadas mit Garnelen und Ceviche. Eine Spezialität ist Tlaxtihuilli, eine Brühe aus Garnelen und Mais, die in der Fastenzeit gegessen wird. Auf den Märkten gibt es Obst aus der Region, darunter Mangos und Jackfrucht, und Kaffee aus den Bergen von Nayarit. Einfache Lokale servieren mittags Comida corrida, und an Straßenständen gibt es Tacos de barbacoa und Tejuino, ein kühles Getränk aus fermentiertem Mais mit Limette und Salz. Der Mercado Juan Escutia im Zentrum ist ein guter Ort, um die Vielfalt der regionalen Produkte kennenzulernen.

Unterwegs, Reisezeit und Ausflüge

Der Flughafen Amado Nervo (TPQ) hat Verbindungen nach Mexiko-Stadt und Tijuana; viele Reisende nutzen auch Puerto Vallarta, rund drei Stunden entfernt. In der Stadt fährt man Bus oder Taxi. Die beste Reisezeit liegt zwischen November und Mai. Ausflüge führen zur Laguna de Santa María del Oro, einem Kratersee, nach San Blas mit Mangroven und Krokodilen und zur Insel Mexcaltitán, einem kleinen Inseldorf, das manche für das mythische Aztlán halten. Bei Überlandfahrten in Nayarit gilt: tagsüber reisen und aktuelle Hinweise beachten.