Stadt · Ebene 3

Pachuca

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Region
Hidalgo, Mexiko
Einwohner
297.848
Zentrum
20.1165° N · -98.7414° E
Stadtteile
8
Pachuca – Stadtansicht
Pachuca · © Diego Delso · CC BY-SA 3.0
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Karte von Pachuca

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Pachuca entdecken: Pastes, Fußball und Silber

Reiseführer · redaktionell

Ein Glockenturm mitten auf dem Platz, Teigtaschen nach englischem Rezept und der Fußball, der hier zuerst in Mexiko gespielt wurde: Pachuca de Soto, die Hauptstadt von Hidalgo, ist eine Bergbaustadt mit britischen Spuren. Eine Reise hierher lässt sich gut mit einem Tagesausflug von Mexiko-Stadt verbinden.

Silber und Bergleute aus Cornwall

Die Silberminen von Pachuca und dem nahen Real del Monte gehörten in der Kolonialzeit zu den reichsten Neuspaniens. Im 19. Jahrhundert brachte eine britische Gesellschaft Bergleute aus Cornwall ins Hochland, die Dampfmaschinen, Methodistenkirchen und ihre Küche mitbrachten. Aus den Cornish pasties wurden die Pastes, heute das kulinarische Symbol der Stadt. Die Engländer spielten auch Fußball, und Pachuca gilt als Wiege des Sports in Mexiko; der 1901 gegründete Club Pachuca ist einer der ältesten des Landes. Wegen des oft kräftigen Windes, der von den Bergen herabweht, trägt die Stadt den Beinamen „La Bella Airosa“.

Sehenswürdigkeiten in Pachuca

Wahrzeichen ist der Reloj Monumental an der Plaza Independencia, ein 40 Meter hoher Uhrturm, der 1910 zum Jahrhundert der Unabhängigkeit eingeweiht wurde; sein Uhrwerk stammt aus England. Im ehemaligen Kloster San Francisco befindet sich das Centro Cultural Hidalgo mit der Fototeca Nacional, dem nationalen Fotoarchiv, und einem Museum der Fotografie. Das Museo de Minería erzählt in einem historischen Gebäude die Geschichte der Minen. Hoch über der Stadt thront auf dem Cerro de Santa Apolonia die Kolossalstatue Cristo Rey, von der man über die Dächer und Bergbauhänge blickt. Das Estadio Hidalgo ist Heimat der Tuzos, wie die Fußballer genannt werden. Gleich daneben zeigt der Salón de la Fama, eine Ruhmeshalle des Fußballs, Trikots, Pokale und Geschichten der großen Spieler. Abends lohnt ein Spaziergang durch die steilen, bunten Gassen rund um das Zentrum, in denen die Häuser der Bergarbeiter dicht an den Hängen kleben.

Essen in Pachuca

Die Pastes werden heute mit Kartoffeln und Fleisch nach Originalrezept, aber auch mit Mole, Tinga, Bohnen oder Ananas gefüllt. Jede Bäckerei hat ihre Variante, und im Oktober feiert die Region das Festival Internacional del Paste. Daneben ist Hidalgo für Barbacoa aus Hammelfleisch bekannt, die im Erdofen in Agavenblättern gegart und sonntags gegessen wird. Escamoles, Ameiseneier, und Chinicuiles, Maguey-Würmer, sind saisonale Delikatessen. Pulque wird in der Umgebung noch traditionell hergestellt, und in einigen Pulquerías der Stadt bekommt man ihn natur oder als Curado mit Früchten. Wer Süßes mag, probiert Pan de pulque oder Dulces aus Real del Monte. Die Restaurants rund um die Plaza Independencia servieren regionale Küche zu fairen Preisen, viele davon in Häusern aus der Bergbauzeit.

Unterwegs, Reisezeit und Ausflüge

Pachuca liegt rund 90 Kilometer nordöstlich von Mexiko-Stadt; Busse fahren regelmäßig vom Terminal Norte. Der Flughafen AIFA (NLU) ist näher als der Hauptstadtflughafen. In der Stadt fährt der Tuzobús, ein Schnellbussystem. Die beste Reisezeit liegt zwischen Oktober und Mai; auf 2.400 Metern Höhe können die Nächte kühl werden. Ausflüge führen nach Real del Monte, einem Pueblo Mágico mit Bergbaumuseum und englischem Friedhof, nach Huasca de Ocampo mit den Basaltprismen von Santa María Regla und zu den Peñas Cargadas in El Chico, einem Nationalpark mit Felsen und Wäldern. Pachuca gilt als relativ sicher, übliche Vorsicht ist dennoch angebracht.