Stadt · Ebene 3

Winnipeg

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Region
Manitoba, Kanada
Einwohner
749.607
Zentrum
49.8955° N · -97.1385° E
Stadtteile
15
Winnipeg – Stadtansicht
Winnipeg · © Quintin Soloviev · CC0
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Karte von Winnipeg

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Winnipeg entdecken: The Forks, Menschenrechte und Prärie

Reiseführer · redaktionell

Mitten im Herzen Nordamerikas, wo Red und Assiniboine River zusammenfließen, liegt Winnipeg. Eine Reise nach Winnipeg führt zu einem der eindrucksvollsten Museumsbauten Kanadas, in ein gut erhaltenes Lagerhausviertel und zu einer lebendigen frankophonen und indigenen Kultur.

Treffpunkt am Fluss

Am Zusammenfluss der beiden Flüsse trafen sich seit rund 6.000 Jahren indigene Völker zum Handeln. Im 18. Jahrhundert errichteten Pelzhändler hier Forts, später entstand die Red-River-Kolonie. Die Métis unter Louis Riel kämpften 1869/70 für ihre Rechte und erreichten die Gründung der Provinz Manitoba. Mit der Eisenbahn wurde Winnipeg um 1900 zum „Tor zum Westen“ und zu einer der am schnellsten wachsenden Städte Nordamerikas, mit Getreidebörse und Lagerhäusern. Die Stadt ist auch bekannt für Winnie, eine Bärin, die ein kanadischer Soldat aus Winnipeg nach London brachte und die später A. A. Milne zu Winnie Puuh inspirierte.

Sehenswürdigkeiten in Winnipeg

An The Forks, dem historischen Zusammenfluss, liegen Markthallen, Restaurants, Uferwege und im Winter eine der längsten natürlichen Eisbahnen der Welt auf dem Fluss. Daneben ragt das Canadian Museum for Human Rights auf, ein spektakulärer Bau mit leuchtenden Alabaster-Rampen und dem gläsernen Turm der Hoffnung. Der Exchange District bewahrt Lagerhäuser und Bankgebäude aus der Zeit um 1900 und dient oft als Filmkulisse für Chicago oder New York. Das Manitoba Legislative Building ist reich an Symbolik, auf der Kuppel steht der vergoldete „Golden Boy“. Im Assiniboine Park befindet sich der Zoo mit dem Journey to Churchill, einer großen Eisbärenanlage. Die Winnipeg Art Gallery mit Qaumajuq beherbergt die weltweit größte öffentliche Sammlung von Inuit-Kunst.

Viertel: Saint-Boniface und Osborne Village

Auf der anderen Seite des Red River liegt Saint-Boniface, das größte französischsprachige Viertel Westkanadas, mit der Kathedralruine, dem Grab von Louis Riel und Bäckereien. Im Februar findet hier das Festival du Voyageur statt, ein Winterfest mit Schneeskulpturen, Fiddle-Musik und Ahornsirup-Taffy. Osborne Village und Corydon Avenue sind lebhafte Viertel mit Cafés und Restaurants, das Viertel um die Portage Avenue mit Polo Park bietet Einkaufszentren.

Essen und Ausgehen

Die Restaurants in Winnipeg sind vielfältig: Ukrainische Pierogi und Kielbasa erinnern an die osteuropäische Einwanderung, Bannock an die indigene Küche. Ein Erlebnis ist der Besuch des Folklorama-Festivals im August, bei dem Gemeinschaften aus Dutzenden Ländern in Pavillons Essen, Tanz und Musik präsentieren. Lokale Spezialitäten sind der Fat Boy, ein Burger mit Chili-Soße, und Goldeye, geräucherter Fisch. Im Exchange District gibt es Craft-Brauereien, Theater und Livemusik; das Winnipeg Folk Festival im Juli gilt als eines der besten Kanadas.

Anreise und beste Reisezeit

Der Flughafen Winnipeg Richardson liegt rund zehn Kilometer westlich des Zentrums. Busse und Schnellbuslinien verbinden die Viertel, die Innenstadt ist durch beheizte Skywalks verbunden. Mit dem Fahrrad erkundet man gut die Wege am Fluss, im Winter laden Eislaufpfade und Rodelhügel ein. Die Züge von VIA Rail nach Churchill an der Hudson Bay, berühmt für Eisbären und Belugas, starten hier. Die beste Reisezeit liegt zwischen Juni und September. Winnipeg hat sehr kalte Winter, oft unter minus 30 Grad, die aber auch ihren Reiz mit Eislaufen und Festivals haben.