Stadt · Ebene 3

Sapporo · 札幌市

9.890 Orte in Sapporo – von Wahrzeichen bis zur Cocktailbar. Wähle eine Kategorie, einen Stadtteil oder stöbere auf der Karte.Eigene Tour planen

Region
Präfektur Hokkaido, Japan
Einwohner
1.959.313
Zentrum
43.0619° N · 141.3543° E
Stadtteile
30
Sapporo – Stadtansicht
Sapporo · © Hideki Uchida (セラ) · CC BY-SA 3.0
§ 2

Karte von Sapporo

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§ 3

Sapporo entdecken: Schnee, Bier und Miso-Ramen

Reiseführer · redaktionell

Sapporo ist eine junge Stadt: Vor gut 150 Jahren stand hier kaum mehr als ein paar Hütten der Ainu, heute leben fast zwei Millionen Menschen in der Hauptstadt Hokkaidos. Eine Reise nach Sapporo bedeutet im Winter Schneeskulpturen und Pulverschnee, im Sommer milde Tage, Biergärten und Lavendelfelder – und das ganze Jahr über einige der besten Meeresfrüchte Japans.

Eine Stadt auf dem Reißbrett

Erst ab 1869 erschloss die Meiji-Regierung Hokkaido systematisch, und Sapporo wurde als Verwaltungssitz im Schachbrettmuster angelegt. Amerikanische Berater halfen dabei, etwa William S. Clark, der die Landwirtschaftsschule gründete und mit dem Satz „Boys, be ambitious!“ in Erinnerung blieb. Daher die Straßennamen, die wie Koordinaten funktionieren: Minami-4-jō-Nishi 3-chōme bedeutet vierter Block südlich, dritter westlich vom Zentrum. Lange verdrängt, wird die Kultur der Ainu, der indigenen Bevölkerung, heute stärker gewürdigt. 1972 richtete Sapporo als erste Stadt Asiens Olympische Winterspiele aus.

Sehenswürdigkeiten in Sapporo

Der Ōdōri-Park zieht sich über anderthalb Kilometer quer durch das Zentrum, an seinem Ostende steht der Sapporo TV Tower. Wenige Schritte entfernt liegt der hölzerne Uhrturm von 1878, Wahrzeichen der Stadt und einst Exerzierhalle der Landwirtschaftsschule. Auf dem Mount Moiwa fährt eine Seilbahn zu einem der schönsten Nachtpanoramen Japans, und die Sprungschanze Ōkurayama bietet einen schwindelerregenden Blick ins Tal. Der Hokkaidō-Jingū liegt in einem großen Park mit Kirschbäumen, die hier erst Anfang Mai blühen. Der Moerenuma-Park des Bildhauers Isamu Noguchi im Nordosten verwandelt eine ehemalige Mülldeponie in eine Landschaftsskulptur.

Susukino und das Zentrum

Südlich des Ōdōri-Parks beginnt Susukino, das größte Vergnügungsviertel nördlich von Tokio. Die Blöcke Minami-3-jō bis Minami-6-jō, jeweils um Nishi 3 bis 5, bündeln Restaurants, Izakaya, Karaoke und Bars in vielstöckigen Gebäuden. Die überdachte Einkaufsstraße Tanukikōji verläuft hier auf mehreren Blöcken. Außerhalb des Zentrums bieten Bezirke wie Teine mit seinem Skigebiet und Kiyota ruhige Wohnviertel; Teine war 1972 Austragungsort olympischer Alpinwettbewerbe.

Essen und Trinken in Sapporo

Sapporo gab Japan sein Miso-Ramen: kräftige Brühe mit Butter, Mais und angebratenem Gemüse, besonders gut in der Ramen-Yokochō-Gasse in Susukino. Genghis Khan (Jingisukan) ist gegrilltes Lammfleisch auf einer gewölbten Eisenplatte, Soup Curry eine leichte Curry-Suppe mit großen Gemüsestücken. Am Nijō-Markt und am Zentralmarkt gibt es zum Frühstück Kaisendon, Reisschalen mit Seeigel, Lachsrogen und Krabben. Die Brauerei Sapporo, 1876 gegründet, ist die älteste Biermarke Japans; im Sapporo Beer Museum lernt man ihre Geschichte und probiert danach im Biergarten nebenan. Süßes kommt von Ishiya, dessen Kekse Shiroi Koibito es in jedem Souvenirladen gibt.

Feste und Ausflüge

Anfang Februar füllt das Sapporo Snow Festival den Ōdōri-Park und Susukino mit riesigen Schnee- und Eisskulpturen, Millionen Besucher kommen. Im Juli und August verwandelt sich derselbe Park in einen großen Biergarten, im Juni feiert das Yosakoi-Sōran-Festival mit Tanzgruppen. Ausflüge führen zur Kanalstadt Otaru mit Glaswerkstätten und Sushi, zu den heißen Quellen von Jōzankei, im Sommer nach Furano und Biei mit Lavendel- und Blumenfeldern. Skifahrer schätzen Niseko und Kiroro, aber auch Teine und Kokusai sind von Sapporo aus in kurzer Zeit erreichbar. Wer die Ainu-Kultur kennenlernen will, fährt nach Shiraoi zum Nationalmuseum Upopoy am Poroto-See, rund eine Stunde südlich. Bierfreunde finden in Eniwa und Chitose weitere Brauereien und Destillerien, und die Whiskybrennerei Nikka in Yoichi liegt hinter Otaru an der Küste.

Unterwegs in Sapporo und beste Reisezeit

Der Flughafen New Chitose liegt rund 40 Kilometer südöstlich; der Rapid Airport erreicht den Bahnhof Sapporo in rund 40 Minuten. Drei U-Bahn-Linien, eine Ringstraßenbahn und unterirdische Fußgängerpassagen zwischen Bahnhof und Susukino machen auch den Winter angenehm. Die beste Reisezeit hängt vom Ziel ab: Februar für Schnee und Festival, Juni bis September für angenehmes Wetter ohne die Schwüle Südjapans, Oktober für Herbstlaub. Hokkaido-Winter sind kalt und schneereich, also gute Schuhe mitnehmen. Für das Schneefestival sollte man Hotels früh buchen, denn dann ist die Stadt monatelang im Voraus ausgelastet.

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Häufige Fragen zu Sapporo

kurz beantwortet

Welche Sehenswürdigkeiten sollte man in Sapporo gesehen haben?

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Sapporo gehören der hölzerne Uhrturm (Sapporo Clock Tower) von 1878, der Ōdōri-Park mit dem Sapporo TV Tower an seinem Ostende und der Mount Moiwa, auf den eine Seilbahn zu einem Nachtpanorama über die Stadt fährt. Der Ōdōri-Park zieht sich über anderthalb Kilometer quer durch das Zentrum. Außerdem lohnen sich der Hokkaidō-Jingū in einem großen Park, die Sprungschanze Ōkurayama mit Blick ins Tal und der Moerenuma-Park von Isamu Noguchi auf einer ehemaligen Mülldeponie. travelguide195 listet für Sapporo insgesamt 247 Sehenswürdigkeiten.

Welche Museen gibt es in Sapporo?

travelguide195 listet in Sapporo rund 77 Museen, darunter Kunst-, Geschichts- und Wissenschaftsmuseen. Beispiele sind das Hokkaido University Museum, das Sapporo-Bier-Museum (サッポロビール博物館), das Lachs-Wissenschaftsmuseum am Toyohira-Fluss (札幌市豊平川さけ科学館) und das Hokubu Memorial Art Museum. Literaturinteressierte finden zudem das Watanabe-Jun'ichi-Literaturmuseum (渡辺淳一文学館).

Was sollte man in Sapporo unbedingt essen?

In Sapporo solltest du Miso-Ramen probieren, das aus der Stadt stammt und mit kräftiger Brühe, Butter, Mais und angebratenem Gemüse serviert wird, etwa in der Ramen-Yokochō-Gasse in Susukino. Weitere Spezialitäten sind Genghis Khan (Jingisukan), gegrilltes Lammfleisch auf einer gewölbten Eisenplatte, und Soup Curry, eine leichte Curry-Suppe mit großen Gemüsestücken. travelguide195 listet in Sapporo rund 9.004 Restaurants, davon 4.706 mit japanischer Küche und 554 Sushi-Lokale.

Wo ist in Sapporo abends am meisten los?

Das Nachtleben von Sapporo konzentriert sich auf Susukino, das größte Vergnügungsviertel nördlich von Tokio, direkt südlich des Ōdōri-Parks. Die Blöcke Minami-3-jō bis Minami-6-jō, jeweils um Nishi 3 bis 5, bündeln Restaurants, Izakaya, Karaoke und Bars in vielstöckigen Gebäuden; hier verläuft auch die überdachte Einkaufsstraße Tanukikōji. travelguide195 listet in Sapporo 44 Cocktailbars und 5 Speakeasys.

Wie funktionieren die Adressen und Straßennamen in Sapporo?

Die Adressen in Sapporo funktionieren wie Koordinaten, weil die Stadt ab 1869 im Schachbrettmuster angelegt wurde. Minami-4-jō-Nishi 3-chōme bedeutet zum Beispiel vierter Block südlich und dritter Block westlich vom Zentrum. So kannst du dich im Zentrum von Sapporo auch ohne Karte gut orientieren.

Wann ist die beste Reisezeit für Sapporo?

Sapporo lohnt sich sowohl im Winter als auch im Sommer, je nachdem, was du erleben möchtest. Im Winter locken Schneeskulpturen und Pulverschnee, etwa im Skigebiet von Teine, das 1972 Austragungsort olympischer Alpinwettbewerbe war. Im Sommer erwarten dich milde Tage, Biergärten und Lavendelfelder, und die Kirschbäume im Park des Hokkaidō-Jingū blühen erst Anfang Mai.