Stadt · Ebene 3

Kōchi · 高知市

1.617 Orte in Kōchi – von Wahrzeichen bis zur Cocktailbar. Wähle eine Kategorie, einen Stadtteil oder stöbere auf der Karte.Eigene Tour planen

Region
Präfektur Kōchi, Japan
Einwohner
325.535
Zentrum
33.5588° N · 133.5311° E
Stadtteile
–
Kōchi – Stadtansicht
Kōchi · © baggio4ever · CC BY 3.0
§ 2

Karte von Kōchi

Top-Orte je Kategorie
EbenenKarte
§ 3

Kōchi entdecken: Burg, Katsuo und Yosakoi

Reiseführer · redaktionell

Über Strohflammen gegrillter Bonito, lange Tische mit Fremden, die bald Freunde sind, und im August tausende Tänzer mit Holzklappern: In Kōchi wird gern und laut gefeiert. Ein Urlaub in Kōchi führt an die Pazifikküste Shikokus, zu einer der wenigen original erhaltenen Burgen Japans und auf die Spuren eines Nationalhelden.

Burg und Geschichte von Tosa

Die Burg Kōchi gehört zu den zwölf Burgen Japans, deren Hauptturm aus der Edo-Zeit erhalten ist; der heutige Bau stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Sie war Sitz der Fürsten von Tosa, einer Provinz, die im 19. Jahrhundert eine Schlüsselrolle beim Sturz des Shōgunats spielte. Ihr berühmtester Sohn ist Sakamoto Ryōma, der Japan in die Moderne führen wollte und 1867 ermordet wurde. An ihn erinnern eine große Statue am Strand von Katsurahama und ein Museum, das zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Kōchi zählt.

Märkte und Essen in Kōchi

Der Hirome-Markt ist das Wohnzimmer der Stadt: eine überdachte Halle voller Stände, an denen man Essen kauft und an gemeinsamen Tischen isst, oft schon mittags mit Bier oder Sake. Das Nationalgericht der Präfektur ist Katsuo no Tataki, außen über brennendem Stroh gegrillter, innen roher Bonito, serviert mit Salz, Knoblauch und Zitrus. Jeden Sonntag erstreckt sich auf der Hauptstraße Ōtesuji ein über drei Jahrhunderte alter Markt mit Gemüse, Messern aus Tosa-Stahl und Yuzu-Produkten. Zu Festen tischt man Sawachi Ryōri auf, riesige Platten mit Sashimi und Sushi. Kōchi gilt als Präfektur der großen Trinker – Trinkspiele gehören zur Tradition.

Das Yosakoi-Fest

Seit 1954 tanzen jedes Jahr vom 9. bis 12. August Gruppen in bunten Kostümen durch die Straßen, jeweils mit Naruko-Klappern in den Händen und begleitet von Musikwagen. Was als lokales Fest begann, wurde zum Vorbild für Yosakoi-Feste im ganzen Land. In dieser Zeit ist die Stadt voll, Unterkünfte sollte man früh buchen. Gleich am Bahnhof steht übrigens die kleine Brücke Harimaya-bashi aus einem bekannten Volkslied – berühmt dafür, dass Besucher sie sich größer vorgestellt hatten.

Ausflüge und Natur

Der Makino-Botanikgarten auf dem Berg Godaisan ehrt den Botaniker Makino Tomitarō, gleich daneben liegt Chikurin-ji, ein Tempel des Shikoku-Pilgerwegs zu den 88 Tempeln. Westlich warten der Niyodo-Fluss mit seinem auffallend blauen Wasser und weiter entfernt der Shimanto, einer der letzten ungezähmten Flüsse Japans. Die beste Reisezeit sind Frühling und Herbst; Kōchi ist warm und regenreich, im Spätsommer kommen Taifune vor.

Unterwegs in Kōchi

Der Flughafen Kōchi Ryōma liegt rund eine halbe Stunde östlich, Busse fahren ins Zentrum. Mit dem Zug gelangt man über die Dosan-Linie von Okayama in gut zweieinhalb Stunden in die Stadt. Vor Ort ist die Straßenbahn Tosaden, eine der ältesten Japans, das bequemste Verkehrsmittel; Busse fahren nach Katsurahama und Godaisan. Für Ausflüge an die Küste nach Kap Muroto oder an den Shimanto ist ein Mietwagen praktisch. Wer mehr Zeit hat, verbindet Kōchi mit einer Rundreise über Shikoku, etwa mit Matsuyama und seinem Dōgo-Onsen oder den Udon-Läden von Kagawa.

§ 5

Stadtteile von Kōchi

Für Kōchi sind keine Stadtteile mit mindestens 30 Orten bekannt.