Stadt · Ebene 3

Gifu · 岐阜市

2.077 Orte in Gifu – von Wahrzeichen bis zur Cocktailbar. Wähle eine Kategorie, einen Stadtteil oder stöbere auf der Karte.Eigene Tour planen

Region
Präfektur Gifu, Japan
Einwohner
400.118
Zentrum
35.4231° N · 136.7628° E
Stadtteile
–
Gifu – Stadtansicht
Gifu · © Alpsdake · CC BY-SA 4.0
§ 2

Karte von Gifu

Top-Orte je Kategorie
EbenenKarte
§ 3

Gifu entdecken: Burg, Kormorane und Papierlaternen

Reiseführer · redaktionell

Nur rund 20 Minuten von Nagoya entfernt liegt eine Stadt, die einem der berühmtesten Kriegsherren Japans ihren Namen verdankt. Eine Reise nach Gifu führt auf einen Burgberg über dem Nagara-Fluss, zu nächtlichen Fischern mit Fackeln und in Gassen, in denen noch Papierschirme gefertigt werden.

Die Stadt Oda Nobunagas

1567 eroberte Oda Nobunaga die Burg auf dem Berg Inaba und taufte den Ort in Gifu um – in Anlehnung an eine Stätte im alten China, von der aus einst eine Dynastie das Reich geeint hatte. Von hier aus begann er sein Werk, das zersplitterte Japan unter einer Herrschaft zu vereinen. Die heutige Burg Gifu auf dem 329 Meter hohen Kinka-zan ist ein Betonnachbau von 1956, doch die Lage ist spektakulär: Eine Seilbahn schwebt aus dem Gifu-Park hinauf, oben reicht der Blick über die Nōbi-Ebene bis zu den Japanischen Alpen und an klaren Tagen bis Nagoya.

Sehenswürdigkeiten in Gifu

Am Fuß des Berges lohnt der Gifu-Park mit dem Nawa-Insektenmuseum, einem der ältesten seiner Art in Japan. Nur wenige Gehminuten entfernt sitzt im Tempel Shōhō-ji der Große Buddha von Gifu, knapp 14 Meter hoch und aus Bambusgeflecht, Papier und Lack gefertigt. Das Viertel Kawaramachi am Flussufer bewahrt Holzhäuser mit Gitterfenstern aus der Zeit, als hier Holz und Papier umgeschlagen wurden. Ein Kontrast dazu ist die Bibliothek Media Cosmos des Architekten Toyo Ito, deren gewelltes Holzdach von lichten Stoffschirmen durchbrochen wird.

Kormoranfischerei am Nagara-Fluss

Von Mitte Mai bis Mitte Oktober wird an fast jedem Abend eine über 1.300 Jahre alte Tradition gepflegt: das Ukai. Fischer in traditioneller Kleidung lenken an Leinen bis zu einem Dutzend Kormorane, die im Licht lodernder Feuerkörbe nach Süßwasserforellen (ayu) tauchen. Die Meister tragen den Titel kaiserlicher Hof-Kormoranfischer. Zuschauer verfolgen das Spektakel von überdachten Holzbooten, oft mit einem Bentō an Bord. Auch kulinarisch steht der Ayu im Mittelpunkt, gegrillt mit Salz oder als Süßspeise in Form eines Fischchens. Gifu ist zudem bekannt für Papierlaternen, die zum Obon-Fest aufgehängt werden, und für Wagasa, traditionelle Ölpapierschirme.

Essen in Gifu und Stadtleben

Neben dem Ayu lohnen weitere regionale Spezialitäten. Hida-Rind aus den Bergen im Norden der Präfektur kommt in vielen Restaurants als Steak, Sushi oder auf dem Grill auf den Tisch. Im Winter wärmen Eintöpfe mit Miso, und Gohei-mochi, gegrillte Reisspieße mit süßer Walnuss-Misosauce, sind ein typischer Imbiss. Gifu gilt außerdem als Stadt der Morning-Kultur: Wer in einem Café morgens einen Kaffee bestellt, bekommt oft Toast, Ei oder Salat dazu, ohne extra zu zahlen. Rund um den Bahnhof JR Gifu und die Einkaufsstraße Yanagase konzentrieren sich Lokale und Kneipen. Yanagase war einst ein Zentrum der Textilindustrie, deren Bekleidungsgroßhändler noch heute in den Gassen nördlich des Bahnhofs sitzen.

Unterwegs und Ausflüge rund um Gifu

Die JR-Tōkaidō-Linie und die Meitetsu-Bahn verbinden Gifu im Minutentakt mit Nagoya, wo auch der Shinkansen hält; der nächste internationale Flughafen ist Chūbu Centrair (NGO). In der Stadt fahren Busse vom Bahnhof zum Gifu-Park und zum Flussufer. Die beste Reisezeit ist die Kormoransaison, besonders der Frühsommer und der frühe Herbst. Gifu eignet sich außerdem als Basis für Ausflüge: in die Messerstadt Seki, ins Tanzstädtchen Gujō Hachiman, nach Takayama mit seiner Altstadt und weiter zu den Strohdachhäusern von Shirakawa-gō.

§ 5

Stadtteile von Gifu

Für Gifu sind keine Stadtteile mit mindestens 30 Orten bekannt.