Stadt · Ebene 3

Neapel · Napoli

7.472 Orte in Neapel – von Wahrzeichen bis zur Cocktailbar. Wähle eine Kategorie, einen Stadtteil oder stöbere auf der Karte.Eigene Tour planen4 fertige Touren

Region
Kampanien, Italien
Einwohner
913.462
Zentrum
40.8359° N · 14.2488° E
Stadtteile
10
Neapel – Stadtansicht
Neapel · © This Photo was taken by Wolfgang Moroder. Feel free to use my photos, but please mention me as the author and send me · CC BY-SA 3.0
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Karte von Neapel

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Neapel entdecken: Pizza, Vesuv und Barockgassen

Reiseführer · redaktionell

Wäscheleinen über engen Gassen, Motorroller zwischen Marktständen und im Hintergrund der Vesuv: Neapel ist laut, lebendig und voller Kunstschätze. Eine Reise nach Neapel verbindet antike Ausgrabungen, barocke Kirchen und die vielleicht beste Pizza der Welt – und eine Städtereise hier bleibt garantiert nicht blass.

Griechische Wurzeln, königliche Pracht

Griechische Siedler gründeten im 7. und 6. Jahrhundert v. Chr. Neapolis, die „neue Stadt“. Das Straßenraster der Antike ist im Centro Storico bis heute erkennbar: Die drei Decumani, allen voran die schnurgerade Spaccanapoli, durchziehen die Altstadt von Ost nach West. Unter Normannen, Staufern, Anjou, Aragonesen und Bourbonen war Neapel über Jahrhunderte Hauptstadt eines Königreichs und zeitweise eine der größten Städte Europas. Diese Geschichte erklärt die Fülle an Palästen, Klöstern und Kirchen, die das historische Zentrum zum UNESCO-Welterbe machen.

Sehenswürdigkeiten in Neapel

In der Cappella Sansevero liegt der „Verschleierte Christus“, eine Marmorskulptur von Giuseppe Sanmartino, deren Schleier fast durchsichtig wirkt. Die Kathedrale bewahrt das Blut des Stadtpatrons San Gennaro, dessen Verflüssigung mehrmals im Jahr erwartet wird. Unter der Stadt öffnet Napoli Sotterranea ein Labyrinth aus griechischen Zisternen und Luftschutzkellern. Am Meer reihen sich die Piazza del Plebiscito mit dem Königspalast, das Teatro San Carlo – eines der ältesten aktiven Opernhäuser Europas – und das Castel dell'Ovo auf seiner kleinen Insel. Hoch über allem thront das Castel Sant'Elmo auf dem Vomero mit dem Kloster San Martino und dem schönsten Blick über den Golf.

Museen und Viertel

Das Archäologische Nationalmuseum zählt zu den bedeutendsten der Welt: Mosaiken, Fresken und Statuen aus Pompeji und Herculaneum, darunter das berühmte Alexandermosaik. Im Museo di Capodimonte, einem bourbonischen Jagdschloss mit großem Park, hängen Werke von Caravaggio, Tizian und Botticelli. Rund um die Altstadt im ersten und zweiten Stadtbezirk liegen die Quartieri Spagnoli, deren Gassen mit Graffiti des Fußballidols Maradona geschmückt sind. Elegant geht es in Chiaia mit Boutiquen und der Uferpromenade zu, ruhiger und bürgerlich auf dem Vomero. Die Via San Gregorio Armeno ist ganzjährig der Krippenkunst gewidmet, mit handgefertigten Figuren von Heiligen bis zu Fußballern und Politikern.

Essen in Neapel

Die neapolitanische Pizza – weicher Rand, kurz im Holzofen gebacken – gehört als Handwerkskunst der Pizzaioli zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe. Klassiker sind Margherita und Marinara, auf die Hand gibt es die Pizza fritta oder die zusammengeklappte Pizza a portafoglio. Dazu kommen Frittatina di pasta, Ragù, Pasta e patate und Fisch aus dem Golf. Zum Nachtisch gehören Sfogliatella, Babà mit Rum und zu Ostern die Pastiera. Der Espresso wird stark und süß getrunken, und mancherorts lebt der Brauch des „caffè sospeso“ fort, des vorausbezahlten Kaffees für Unbekannte. Für Märkte lohnen die Pignasecca und der Fischmarkt an der Porta Nolana.

Unterwegs in Neapel

Der Flughafen Capodichino liegt nur wenige Kilometer nordöstlich des Zentrums; der Alibus fährt zum Hauptbahnhof Garibaldi und zum Hafen. Die Metrolinie 1 ist für ihre „Kunststationen“ bekannt, allen voran Toledo mit ihrer blau schimmernden Halle. Vier Standseilbahnen verbinden das Zentrum mit dem Vomero. Von Garibaldi startet die Circumvesuviana nach Herculaneum, Pompeji und Sorrent, vom Hafen Molo Beverello legen Fähren nach Capri, Ischia und Procida ab. Wie in jeder Großstadt sollte man auf Taschendiebe achten, besonders in vollen Bussen und am Bahnhof.

Beste Reisezeit und Ausflüge

Frühling und Herbst sind ideal: angenehme Temperaturen, Badewetter ab Juni an der Küste. Im Hochsommer wird es heiß und die Ausflugsziele sind voll. Ein Höhepunkt ist die Weihnachtszeit, wenn San Gregorio Armeno von Krippenliebhabern bevölkert wird. Neben Pompeji und Herculaneum lohnen der Aufstieg zum Krater des Vesuvs, die Phlegräischen Felder bei Pozzuoli und ein Tag an der Amalfiküste. Wer mehr Zeit hat, setzt mit der Fähre nach Procida über, der kleinsten und ursprünglichsten Insel im Golf, oder besucht das Königsschloss von Caserta mit seinem kilometerlangen Park. Für einen Neapel-Urlaub von vier bis fünf Tagen lässt sich so die Stadt bequem mit zwei oder drei Ausflügen kombinieren, ohne das Hotel zu wechseln.

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Häufige Fragen zu Neapel

kurz beantwortet

Wie viele Tage sollte man für Neapel einplanen?

Für Neapel kannst du gut vier Tage einplanen, wenn du die Stadt aus verschiedenen Blickwinkeln kennenlernen möchtest. travelguide195 bietet vier fertige Tagestouren mit unterschiedlichen Schwerpunkten an: die Klassiker, Museen und Kunst, Kulinarik sowie einen Spaziergang durch die Altstadt. Wenn du nur wenig Zeit hast, bündelt die Tour „Neapel kompakt: Von der Antike bis zum Golf an einem Tag“ die wichtigsten Stationen an einem einzigen Tag.

Welche Sehenswürdigkeiten sollte man in Neapel gesehen haben?

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Neapel gehören das Castel Nuovo, der Palazzo Reale, das Castel dell'Ovo und die Certosa di San Martino. travelguide195 listet rund 377 Sehenswürdigkeiten in der Stadt, darunter auch das Castel Capuano, das Real Albergo dei Poveri und die Kirche San Giovanni a Carbonara. Am Meer liegen die Piazza del Plebiscito mit dem Königspalast, das Teatro San Carlo und das Castel dell'Ovo auf seiner kleinen Insel. Unter der Stadt führt Napoli Sotterranea durch griechische Zisternen und Luftschutzkeller.

Welche Museen lohnen sich in Neapel?

In Neapel lohnen sich vor allem das Archäologische Nationalmuseum mit Funden aus Pompeji und Herculaneum sowie das Museo di Capodimonte in der Reggia di Capodimonte. Im Archäologischen Nationalmuseum siehst du unter anderem das berühmte Alexandermosaik, in Capodimonte hängen Werke von Caravaggio, Tizian und Botticelli. Im Museo Cappella Sansevero liegt der „Verschleierte Christus“ von Giuseppe Sanmartino. travelguide195 listet rund 128 Museen in Neapel, darunter auch das Museo di Santa Chiara, das Museo San Domenico Maggiore und den Pio Monte della Misericordia.

Wo kann man in Neapel gut Pizza essen?

Pizza findest du in Neapel fast überall: travelguide195 listet rund 900 Pizzerien unter insgesamt rund 3.453 Restaurants in der Stadt. Die neapolitanische Pizza mit weichem Rand, kurz im Holzofen gebacken, gehört als Handwerkskunst der Pizzaioli zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe. Die Tagestour „Neapel genießen: Pizza, Crudo und Cocktails zwischen Toledo und Chiaia“ führt dich von 11:00 bis 23:30 Uhr zu 9 Stopps und endet bei Cocktails, von denen travelguide195 rund 130 Cocktailbars in Neapel listet.

Welche Viertel sollte man in Neapel erkunden?

In Neapel solltest du vor allem das Centro Storico, die Quartieri Spagnoli, Chiaia und den Vomero erkunden. Das historische Zentrum ist UNESCO-Welterbe und wird von den drei Decumani durchzogen, allen voran der Spaccanapoli. In den Gassen der Quartieri Spagnoli findest du Graffiti des Fußballidols Maradona, Chiaia ist elegant mit Boutiquen und Uferpromenade, der Vomero eher ruhig und bürgerlich. In der Via San Gregorio Armeno dreht sich das ganze Jahr über alles um Krippenkunst.

Kann man die Altstadt von Neapel zu Fuß erkunden?

Ja, die Altstadt von Neapel lässt sich gut zu Fuß erkunden. Die Tagestour „Altstadt zu Fuß: Vom Decumano bis Pizzofalcone“ umfasst 13 Stopps auf rund 6,2 Kilometern zwischen 10:00 und 18:30 Uhr. Wer es kürzer mag, legt bei der Tour „Neapel kompakt“ mit 11 Stopps nur rund 3,9 Kilometer zu Fuß zurück.