Stadt · Ebene 3

Mailand · Milano

10.598 Orte in Mailand – von Wahrzeichen bis zur Cocktailbar. Wähle eine Kategorie, einen Stadtteil oder stöbere auf der Karte.Eigene Tour planen8 fertige Touren

Region
Lombardei, Italien
Einwohner
1.354.196
Zentrum
45.4642° N · 9.1896° E
Stadtteile
19
Mailand – Stadtansicht
Mailand · © Steffen Schmitz · CC BY-SA 4.0
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Karte von Mailand

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Mailand entdecken: Dom, Design und Aperitivo

Reiseführer · redaktionell

Wer am Domplatz aus der U-Bahn steigt, steht unvermittelt vor einem Wald aus weißem Marmor, Fialen und über 3.000 Statuen. Mailand ist Wirtschaftsmotor Italiens, Modehauptstadt und Bühne der Oper – und für eine Städtereise reizvoller, als sein Ruf als nüchterne Business-Metropole vermuten lässt. Ein Mailand-Urlaub lebt von Kunstschätzen, Hinterhöfen, Kanälen und dem Ritual des Aperitivo.

Von Mediolanum zur Metropole

Die Kelten gründeten den Ort, die Römer machten daraus Mediolanum, zeitweise Residenz des Weströmischen Reiches. Hier erließ Kaiser Konstantin 313 das Mailänder Toleranzedikt, hier wirkte Bischof Ambrosius, dessen Basilika Sant'Ambrogio bis heute zu den schönsten romanischen Kirchen Norditaliens zählt. Unter den Visconti und Sforza wurde Mailand im Spätmittelalter zu einem der reichsten Fürstentümer Europas; Ludovico Sforza holte Leonardo da Vinci an seinen Hof. Später herrschten Spanier, Österreicher und Napoleon, bevor die Stadt 1859 zum jungen Italien kam. Im 20. Jahrhundert wuchs Mailand zur Industrie- und Finanzhauptstadt, nach dem Zweiten Weltkrieg zum Zentrum von Design und Mode.

Sehenswürdigkeiten in Mailand

Am Anfang steht fast immer der Duomo. Fast sechs Jahrhunderte wurde an der gotischen Kathedrale gebaut; der Aufstieg auf die Dachterrassen, zu Fuß oder per Lift, führt zwischen Spitztürmen hindurch bis in die Nähe der vergoldeten Madonnina. Gleich nebenan öffnet sich die Galleria Vittorio Emanuele II, eine glasüberdachte Einkaufspassage aus dem 19. Jahrhundert, in der man sich traditionell einmal auf dem Mosaikstier dreht. Am anderen Ende wartet die Scala, eines der berühmtesten Opernhäuser der Welt. Das Castello Sforzesco mit Michelangelos unvollendeter Pietà Rondanini und der dahinterliegende Parco Sempione mit dem Arco della Pace bilden das grüne Gegenstück. Für Leonardos Abendmahl im Refektorium von Santa Maria delle Grazie gilt: Tickets lange im Voraus buchen, die Besuchszeit ist auf wenige Minuten begrenzt.

Museen und Kultur

Die Pinacoteca di Brera zeigt Meisterwerke von Mantegna, Raffael, Piero della Francesca und Caravaggio, die Pinacoteca Ambrosiana bewahrt Leonardos Codex Atlanticus. Das Museo del Novecento am Domplatz widmet sich der italienischen Kunst des 20. Jahrhunderts, vom Futurismus bis zur Arte Povera, und bietet einen schönen Blick auf die Kathedrale. Moderne Akzente setzen die Fondazione Prada in einer umgebauten Destillerie im Süden und der Hangar Bicocca mit Anselm Kiefers Türmen. Wer sich für Design interessiert, findet in der Triennale im Parco Sempione Ausstellungen zu Architektur und Gestaltung. Die Opernsaison der Scala beginnt traditionell am 7. Dezember, dem Tag des Stadtpatrons Ambrosius.

Viertel mit Charakter

Mailand ist in neun Stadtbezirke gegliedert, doch Besucher orientieren sich eher an den Vierteln. Brera mit Kopfsteinpflaster, Galerien und kleinen Trattorien wirkt fast dörflich. Rund um die Via Montenapoleone und die Via della Spiga liegt das Quadrilatero della Moda mit den Flagshipstores der großen Modehäuser. Im Südwesten prägen die Navigli, alte Kanäle, deren Schleusen auf Pläne aus Leonardos Zeit zurückgehen, das Bild; am letzten Sonntag im Monat findet am Naviglio Grande ein großer Antiquitätenmarkt statt. Das neue Mailand zeigt sich in Porta Nuova mit dem begrünten Hochhaus-Duo Bosco Verticale und der Piazza Gae Aulenti sowie in CityLife mit Türmen von Zaha Hadid, Arata Isozaki und Daniel Libeskind. Isola und NoLo gelten als lebendige Wohnviertel mit Bars und Street Art, Chinatown rund um die Via Paolo Sarpi als Adresse für günstiges Essen.

Essen in Mailand: Risotto, Cotoletta, Panettone

Die Mailänder Küche ist bodenständig und buttrig. Das safrangelbe Risotto alla milanese wird gern mit Ossobuco serviert, der geschmorten Kalbshaxe mit Gremolata. Die Cotoletta alla milanese, ein paniertes Kalbskotelett mit Knochen, liefert sich mit dem Wiener Schnitzel einen alten Herkunftsstreit. Im Winter kommt Cassoeula auf den Tisch, ein deftiger Eintopf mit Schweinefleisch und Wirsing, zur Weihnachtszeit der Panettone, dessen Ursprünge in Mailand liegen. Die Restaurants in Mailand reichen von alteingesessenen Osterie über Pizzerien bis zur Sterneküche; viele Lokale sind auf Mittagsgäste aus den Büros eingestellt und bieten günstige Menüs. Für frische Produkte lohnen der Mercato Comunale an der Piazza Wagner oder einer der Wochenmärkte in den Vierteln.

Aperitivo und Nachtleben

Zwischen 18 und 21 Uhr gehört die Stadt dem Aperitivo. Zum Negroni Sbagliato, der in Mailand erfunden worden sein soll, zum Campari Spritz oder einem Glas Franciacorta stellen die Bars Häppchen, Pasta oder ganze Buffets auf den Tresen. Besonders lebhaft geht es an den Navigli, in Brera, am Corso Como und in Isola zu. Später am Abend verlagert sich das Geschehen in Clubs und Livemusikbars, im Sommer auf Dachterrassen mit Blick über die Stadt. Fußballfans pilgern ins Stadion San Siro, die gemeinsame Heimat von AC Mailand und Inter; das Stadion soll in den kommenden Jahren durch einen Neubau ersetzt werden.

Unterwegs in Mailand und beste Reisezeit

Der Großflughafen Malpensa liegt rund 50 Kilometer nordwestlich, der Malpensa Express fährt in etwa 40 bis 50 Minuten zum Bahnhof Cadorna oder zur Stazione Centrale. Linate ist deutlich stadtnäher und seit der Eröffnung der U-Bahn-Linie M4 direkt angebunden; Bergamo-Orio al Serio wird vor allem von Billigfliegern genutzt. In der Stadt erschließen fünf U-Bahn-Linien, ein dichtes Tramnetz mit historischen Wagen und Busse fast jedes Ziel; Tickets lassen sich kontaktlos direkt an den Drehkreuzen bezahlen. Die beste Reisezeit sind Frühling und Frühherbst. Der Sommer ist schwül und im August sind viele Geschäfte geschlossen, im Winter kann Nebel über der Poebene liegen. Während der Möbelmesse im April und der Modewochen steigen die Hotelpreise deutlich. Für Ausflüge bieten sich der Comer See, der Lago Maggiore, Bergamo und die Certosa di Pavia an, alle gut mit dem Zug erreichbar.

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Häufige Fragen zu Mailand

kurz beantwortet

Wie viele Tage sollte man für Mailand einplanen?

Für die Klassiker von Mailand reicht ein voller Tag, für Museen, Altstadt und Kulinarik solltest du mehrere Tage einplanen. travelguide195 bietet acht fertige Tagestouren mit unterschiedlichen Schwerpunkten an, etwa „Mailand an einem Tag: Dom, Galleria, Castello und Brera“ mit 10 Stopps von 09:30 bis 21:00 Uhr und rund 4,2 km zu Fuß. Weitere Touren widmen sich Museen und Kunst, Geschichte, der Altstadt zu Fuß oder Orten abseits der Klassiker. Die längste Tour, „Mailand abseits der Wahrzeichen“, führt über rund 6 km zu Stadtvillen, Kreuzgängen und alten Stadttoren.

Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Mailand?

Im Zentrum von Mailand stehen der Duomo, die Galleria Vittorio Emanuele II und die Scala. Am gotischen Dom wurde fast sechs Jahrhunderte gebaut, und über die Dachterrassen gelangst du zu Fuß oder per Lift zwischen den Spitztürmen bis in die Nähe der vergoldeten Madonnina. Das Castello Sforzesco mit dem Parco Sempione und dem Arco della Pace sowie Paläste wie der Palazzo Reale di Milano, der Palazzo Belgioioso und die Casa degli Omenoni ergänzen das Programm. Insgesamt listet travelguide195 für Mailand rund 573 Sehenswürdigkeiten, darunter auch moderne Hochhäuser wie den Pirelli Tower und die Torre Unicredit.

Muss man Tickets für Leonardos Abendmahl in Mailand im Voraus buchen?

Ja, für Leonardo da Vincis Abendmahl in Mailand solltest du die Tickets lange im Voraus buchen. Das Wandbild befindet sich im Refektorium von Santa Maria delle Grazie, und die Besuchszeit ist auf wenige Minuten begrenzt. Wer Leonardo mit weiteren Kunststationen verbinden möchte, findet bei travelguide195 die Tagestour „Leonardo, Poldi Pezzoli und das 20. Jahrhundert“ mit 7 Stopps von 10:00 bis 19:15 Uhr.

Welche Museen lohnen sich in Mailand?

In Mailand lohnen sich vor allem die Pinacoteca di Brera, die Pinacoteca Ambrosiana und das Museo del Novecento. Die Brera zeigt Werke von Mantegna, Raffael, Piero della Francesca und Caravaggio, die Ambrosiana bewahrt Leonardos Codex Atlanticus, und das Museo del Novecento am Domplatz widmet sich der italienischen Kunst des 20. Jahrhunderts. Michelangelos unvollendete Pietà Rondanini siehst du im Castello Sforzesco, außerdem bieten sich das Museo Poldi Pezzoli, das Bagatti Valsecchi Museum, La Triennale di Milano, die Fondazione Prada und der Hangar Bicocca an. travelguide195 listet für Mailand insgesamt rund 209 Museen.

Was kann man in Mailand bei Regen unternehmen?

Bei Regen bieten sich in Mailand Kunstmuseen, Palazzi und die überdachte Galleria Vittorio Emanuele II an. travelguide195 hat dafür die Tagestour „Mailand bei Regen: Kunst, Palazzi und Galleria-Küche“ zusammengestellt. Sie umfasst 7 Stopps von 10:00 bis 21:00 Uhr und führt dich nur über rund 2,1 km zu Fuß.

Wo kann man in Mailand gut essen und abends ausgehen?

Mailand hat eine große Auswahl an Restaurants und Bars: travelguide195 listet rund 7.642 Restaurants und 332 Cocktailbars. Am häufigsten vertreten sind italienische Küche mit 2.103 Einträgen und Pizzerien mit 1.046 Einträgen, dazu kommen unter anderem Sushi-, japanische sowie Fisch- und Meeresfrüchte-Restaurants. Zum Ausgehen gehört das Ritual des Aperitivo, und neben den Cocktailbars gibt es auch 7 Speakeasys. Passende Touren sind „Mailand zum Genießen“ mit einer Cocktailnacht am Ticinese und „Mailand am Abend“ mit Dinner und Cocktails am Carrobbio von 17:00 bis 23:59 Uhr.