Stadt · Ebene 3

Bari

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Region
Apulien, Italien
Einwohner
315.473
Zentrum
41.1258° N · 16.8620° E
Stadtteile
5
Bari – Stadtansicht
Bari · © Francesco Di Stefano 08 · CC BY-SA 4.0
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Karte von Bari

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§ 3

Bari entdecken: Altstadt, Orecchiette und Nikolaus

Reiseführer · redaktionell

In den Gassen von Bari Vecchia sitzen Frauen vor ihren Haustüren und formen mit dem Daumen Orecchiette, kleine Nudelöhrchen, die dann auf Holzbrettern trocknen. Die Hauptstadt Apuliens ist lebendig, bodenständig und ein idealer Ausgangspunkt für eine Reise durch den Absatz des italienischen Stiefels. Ein Bari-Urlaub verbindet romanische Kirchen, Meeresküche und Ausflüge zu Trulli und Höhlenstädten.

Die Stadt des heiligen Nikolaus

Bari war in der Antike eine kleine Hafenstadt, im Mittelalter Sitz eines byzantinischen Statthalters und Ausgangspunkt der Kreuzfahrer. 1087 brachten Seeleute aus Bari die Gebeine des heiligen Nikolaus aus dem kleinasiatischen Myra hierher, und über dem Grab entstand die Basilika San Nicola, ein Meisterwerk der apulischen Romanik. Bis heute pilgern Katholiken und viele orthodoxe Gläubige, vor allem aus Osteuropa, an das Grab in der Krypta. Im Mai feiert Bari das Fest der Überführung mit einem historischen Umzug und einer Prozession auf dem Meer.

Sehenswürdigkeiten in Bari

Die Altstadt Bari Vecchia liegt auf einer Halbinsel und ist ein Gewirr aus engen Gassen, kleinen Plätzen und Kapellen. Neben San Nicola lohnt die Kathedrale San Sabino mit ihrer schlichten romanischen Fassade. Das Castello Normanno-Svevo, von Friedrich II. ausgebaut, bewacht den Rand der Altstadt. Im Murat-Viertel, der Neustadt aus dem 19. Jahrhundert mit schachbrettartigen Straßen, liegen die Einkaufsstraße Via Sparano und das prächtige Teatro Petruzzelli, nach einem Brand 1991 aufwendig wiederaufgebaut. Die Uferpromenade Lungomare Nazario Sauro gehört zu den längsten Italiens.

Essen in Bari

Orecchiette con le cime di rapa, mit Stängelkohl, Sardellen und Knoblauch, sind das Nationalgericht der Stadt. Auf die Hand gibt es Focaccia barese mit Tomaten und Oliven sowie Panzerotti, frittierte Teigtaschen. Am alten Hafen verkaufen Fischer morgens rohe Seeigel, Muscheln und Tintenfisch, die man an Ort und Stelle mit einem Bier verspeist. Beliebt ist auch die Tiella mit Reis, Kartoffeln und Miesmuscheln. Zum Abend füllen sich die Bars rund um die Piazza Mercantile und die Piazza Ferrarese am Rand der Altstadt.

Unterwegs und Ausflüge

Der Flughafen liegt rund zehn Kilometer nordwestlich und ist per Zug mit dem Hauptbahnhof verbunden. Vom Hafen fahren Fähren nach Albanien, Montenegro, Kroatien und Griechenland. Mehrere Regionalbahnen erschließen das Umland: Mit der Ferrovie Appulo Lucane gelangt man nach Matera, mit der Südostbahn nach Alberobello mit seinen Trulli und ins Valle d'Itria. Polignano a Mare und Monopoli an der Küste sind in rund einer halben Stunde erreichbar, nördlich liegen die Kathedrale von Trani und das Castel del Monte.

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit sind Mai, Juni, September und Oktober, wenn das Meer warm genug zum Baden ist, die Hitze aber erträglich bleibt. Im Juli und August steigen die Temperaturen häufig über 30 Grad. Der Winter ist mild und eignet sich für eine ruhige Städtereise. Am 6. Dezember, dem Nikolaustag, ist die Basilika Ziel zahlreicher Pilger. Wer im Sommer baden möchte, findet südlich der Altstadt den Stadtstrand Pane e Pomodoro, schöner sind jedoch die Felsbuchten von Polignano.