Sehenswürdigkeit · Historische Stätten

East-Side-Gallery

Mühlenstraße 73, 10243 Berlin

East-Side-Gallery, Berlin (Historische Stätten)
Fig. 01East-Side-Gallery© Freepenguin · CC BY-SA 3.0
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Über East-Side-Gallery

Die East Side Gallery in Berlin-Friedrichshain ist eine einzigartige Open-Air-Galerie, die sich auf dem längsten noch erhaltenen Teilstück der Berliner Mauer befindet. Sie erstreckt sich entlang der Mühlenstraße zwischen dem Ostbahnhof und der Oberbaumbrücke direkt an der Spree. Ursprünglich handelte es sich um die sogenannte Hinterlandmauer, die das Grenzgebiet nach Ost-Berlin hin abschloss. Aufgrund der räumlichen Gegebenheiten wurde diese Mauer optisch ähnlich wie die äußere Mauer gestaltet, was ihr eine besondere architektonische Note verleiht. Heute dient dieser Ort als dauerhaftes Denkmal und künstlerisches Statement, das die politischen Umbrüche der Jahre 1989 und 1990 dokumentiert.

Die Geschichte der Galerie begann im Herbst 1989, als der Verband Bildender Künstler der DDR den Bundesverband in Frankfurt am Main um Unterstützung bat. DDR-Künstler hatten zu dieser Zeit ihre staatlichen Aufträge verloren und standen vor finanziellen Schwierigkeiten. Nach intensiven Gesprächen entstand die Idee für ein gemeinsames Projekt, das die Wiedervereinigung und die Freiheit zelebrieren sollte. Im Februar 1990 wurde das Projekt offiziell gegründet, nachdem die damaligen Behörden ihre Erlaubnis erteilt hatten. Künstler aus der ganzen Welt wurden eingeladen, um ihre Sicht auf die neuen politischen Realitäten auszudrücken.

Im Frühjahr 1990 bemalten 118 Künstler aus 21 Ländern einen 1316 Meter langen Abschnitt der Mauer. Auf der ehemals ostberlinischen Seite entstanden über hundert Gemälde, die mit unterschiedlichsten künstlerischen Mitteln die Freude über den Mauerfall und die Überwindung des Kalten Kriegs ausdrückten. Die Eröffnung fand am 28. September 1990 auf einem Schiff auf der Spree statt. Trotz des Interesses großer internationaler Unternehmen, das Projekt zu sponsern, verzichteten die Künstler auf diese Unterstützung, um ihre künstlerische Unabhängigkeit zu wahren. Die Galerie wurde schnell zu einem Symbol dafür, dass der Wunsch nach Freiheit stärker ist als Zwang und Gewalt.

Mit den Jahren litten die Kunstwerke stark unter Witterungseinflüssen und Vandalismus. Graffiti und Verwitterung beschädigten viele der Originale, sodass 1996 der Verein Künstlerinitiative East Side Gallery e. V. gegründet wurde, um sich um den Erhalt zu kümmern. Eine umfassende Sanierung begann im Jahr 2008, da die Betonflächen und die Stahlbewehrungen dringend instand gesetzt werden mussten. Dabei wurde ein Großteil der alten Bilder abgestrahlt, um die Struktur zu sichern. Die Künstler, die noch lebten, wurden eingeladen, ihre Werke neu zu gestalten. 87 von ihnen kamen dieser Aufforderung nach und malten ihre Motive ein zweites Mal an die Mauer.

Die Wiederherstellung der Galerie war jedoch von Kontroversen begleitet. Einige Künstler protestierten gegen die Methode, da sie ihre Urheberrechte verletzt sahen und die finanzielle Entschädigung für zu gering hielten. Acht Künstler weigerten sich, Repliken ihrer Bilder zuzulassen, weshalb an manchen Stellen der Mauer heute noch unbemalte Felder zu sehen sind. Andere Künstler, wie Jim Avignon, übermalten ihre Werke später eigenmächtig, was zu weiteren Diskussionen über den Umgang mit dem Denkmal führte. Trotz dieser Konflikte wurde die sanierte Galerie im November 2009 wiedereröffnet und präsentiert sich heute als Sammlung von Repliken, die die ursprüngliche Botschaft der Künstler weitertragen.

Städtebauliche Maßnahmen haben das Erscheinungsbild der Galerie in den letzten Jahren verändert. Im Zuge des Baus der Uber Arena und der Wiederherstellung der Brommybrücke musste ein Teil der Mauer versetzt werden, um Platz für neue Infrastruktur und Grünflächen zu schaffen. Diese Arbeiten führten zu Protesten, da Befürchtungen bestanden, das Denkmal könnte beeinträchtigt werden. Heute ist die East Side Gallery in einen Uferpark integriert, der einen ungestörten Blick auf die Spree ermöglicht. Die Stiftung Berliner Mauer hat seit 2018 die Verantwortung für den baulichen Unterhalt und die Pflege des Geländes übernommen.

Für Besucher ist die East Side Gallery ein Ort der Reflexion und des Erlebens. Sie bietet die Möglichkeit, die Geschichte der deutschen Teilung und Wiedervereinigung an einem authentischen Ort zu begreifen. Die Stiftung hat ein umfangreiches Führungsprogramm entwickelt, um den Doppelcharakter des Ortes zu vermitteln: Einerseits als Symbol der Freude über die friedliche Überwindung der Teilung, andererseits als Zeugnis des ehemaligen Grenzregimes. Die Galerie ist nicht nur ein Kunstwerk, sondern auch ein wichtiger historischer Ort, der an die Vergangenheit erinnert und gleichzeitig die Zukunft der Stadt mitprägt.

Nach dem Artikel „East Side Gallery" aus der deutschen Wikipedia, von einem Sprachmodell zusammengefasst und umformuliertLizenz CC BY-SA 4.0
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Steckbrief

Kategorie
Sehenswürdigkeit › Historische Stätten
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Adresse
Mühlenstraße 73
10243 Berlin, Deutschland
Stadtteil
Berlin-Friedrichshain
Telefon
+493023277333
Website
www.eastsidegallery.com
E-Mail
—
Koordinaten
52.50305° N · 13.44440° E
Datenqualität
confidence 0.98
Kennung
ID f6cacce1-e98…
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Lage & Umgebung

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Häufige Fragen zu East-Side-Gallery

kurz beantwortet

Was ist die East Side Gallery in Berlin?

Die East Side Gallery in Berlin ist eine Open-Air-Galerie auf dem längsten noch erhaltenen Teilstück der Berliner Mauer. Im Frühjahr 1990 bemalten 118 Künstler aus 21 Ländern einen 1316 Meter langen Mauerabschnitt mit über hundert Gemälden. Die Bilder drücken die Freude über den Mauerfall und die Überwindung des Kalten Kriegs aus. Heute ist die East Side Gallery ein dauerhaftes Denkmal für die politischen Umbrüche von 1989 und 1990.

Wo liegt die East Side Gallery in Berlin?

Die East Side Gallery liegt im Berliner Ortsteil Friedrichshain an der Mühlenstraße 73. Sie erstreckt sich entlang der Mühlenstraße zwischen dem Ostbahnhof und der Oberbaumbrücke direkt an der Spree. Die Gemälde befinden sich auf der ehemals ostberlinischen Seite der Mauer.

Wie ist die East Side Gallery in Berlin entstanden?

Die East Side Gallery entstand 1990 als internationales Kunstprojekt zur Feier von Wiedervereinigung und Freiheit. Im Herbst 1989 bat der Verband Bildender Künstler der DDR den Bundesverband in Frankfurt am Main um Unterstützung, weil DDR-Künstler ihre staatlichen Aufträge verloren hatten. Im Februar 1990 wurde das Projekt offiziell gegründet, und die Eröffnung fand am 28. September 1990 auf einem Schiff auf der Spree statt. Die Künstler verzichteten auf Sponsoring durch große Unternehmen, um ihre künstlerische Unabhängigkeit zu wahren.

Sind die Bilder an der East Side Gallery in Berlin noch Originale?

Nein, die meisten Bilder an der East Side Gallery in Berlin sind Neugestaltungen aus der Zeit nach 2008. Weil Witterung, Graffiti und Vandalismus die Originale stark beschädigt hatten, wurde 1996 der Verein Künstlerinitiative East Side Gallery e. V. zum Erhalt gegründet. Bei der Sanierung ab 2008 wurde ein Großteil der alten Bilder abgestrahlt, und 87 Künstler malten ihre Motive ein zweites Mal an die Mauer. Acht Künstler lehnten Repliken ihrer Werke ab, unter anderem wegen Bedenken zu Urheberrechten und zu geringer Entschädigung.

Was kann man rund um die East Side Gallery in Berlin besichtigen?

Direkt an der East Side Gallery in Berlin-Friedrichshain liegt The Wall Museum, ein Geschichtsmuseum rund 70 Meter entfernt. travelguide195 listet außerdem 138 Restaurants im Umkreis von 500 Metern. Wenn du die Gegend im Zusammenhang erkunden möchtest, führt die Tour „Berliner Geschichte zu Fuß: Von Unter den Linden bis zur East Side Gallery“ zu diesem Ort.

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  1. Reisetipp aus Wikivoyagevon Reisenden geschrieben

    Links aus den Stationen raus und den Berg runter gehen. An der Kreuzung rechts steht das längste erhaltene Stück Berliner Mauer. Viele angeblich namhafte Künstler haben verschiedenes draufgemalt. Versucht mal am Eastside-Hotel auf die Strandseite zu kommen. Neue Graffitis anschauen und Spreeblick genießen.

    Quelle: Wikivoyage, „Berlin/Friedrichshain“ · Autor:innen laut Versionsgeschichte · CC BY-SA 4.0

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