Stadt · Ebene 3

Berlin

15.215 Orte in Berlin – von Wahrzeichen bis zur Cocktailbar. Wähle eine Kategorie, einen Stadtteil oder stöbere auf der Karte.Eigene Tour planen8 fertige Touren

Region
Deutschland
Einwohner
3.700.577
Zentrum
52.5174° N · 13.3951° E
Stadtteile
30
Berlin – Stadtansicht
Berlin · © Thomas Wolf, www.foto-tw.de · CC BY-SA 3.0
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Karte von Berlin

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Berlin entdecken: Geschichte, Kieze und Clubs

Reiseführer · redaktionell

Wo bis 1989 die Mauer verlief, liegt heute ein Streifen aus Kopfsteinpflaster quer über Straßen und Plätze – eine stille Erinnerung mitten in einer der lebendigsten Metropolen Europas. Eine Berlin-Reise führt durch Jahrhunderte deutscher Geschichte, durch Weltklasse-Museen und Kieze mit eigenem Charakter. Kaum eine Städtereise bietet so viel Abwechslung: Klassik am Gendarmenmarkt, Street Art in Kreuzberg, Techno bis zum Sonntagmittag.

Von der Residenz zur geteilten Stadt

Aus den Doppelstädten Berlin und Cölln an der Spree wurde die Residenz der Hohenzollern, Hauptstadt Preußens und ab 1871 des Deutschen Kaiserreichs. In den 1920er-Jahren war Berlin eine Weltstadt der Kunst, Wissenschaft und Unterhaltung. Unter den Nationalsozialisten wurden hier Verfolgung und Krieg geplant; am Ende lag die Stadt in Trümmern. Danach geteilt, wurde West-Berlin zur Insel im Osten, 1948/49 per Luftbrücke versorgt. 1961 errichtete die DDR die Mauer, die am 9. November 1989 fiel. Seit 1991 ist Berlin wieder Hauptstadt des vereinten Deutschlands, und der Regierungsumzug brachte Bauten wie das Kanzleramt und die gläserne Reichstagskuppel.

Sehenswürdigkeiten in Berlin

Am Brandenburger Tor beginnt fast jeder Rundgang. Wenige Schritte entfernt stehen der Reichstag, dessen begehbare Kuppel nach kostenloser Anmeldung zugänglich ist, und das Denkmal für die ermordeten Juden Europas mit seinen 2.711 Betonstelen. Unter den Linden führt die Prachtstraße vorbei an der Staatsoper und der Humboldt-Universität zum rekonstruierten Stadtschloss, in dem das Humboldt Forum Sammlungen aus Afrika, Asien und Amerika zeigt. Der Gendarmenmarkt mit Konzerthaus und zwei Domen gilt als schönster Platz der Stadt. An der Bernauer Straße zeigt die Gedenkstätte Berliner Mauer einen erhaltenen Grenzstreifen mit Wachturm, an der East Side Gallery in Friedrichshain wurde das längste erhaltene Mauerstück von Künstlern bemalt. Der Checkpoint Charlie erinnert an den ehemaligen Grenzübergang der Alliierten, der Fernsehturm am Alexanderplatz bietet aus über 200 Metern Höhe einen Rundblick.

Museen und Kultur

Die Museumsinsel in Mitte ist UNESCO-Welterbe: Im Neuen Museum blickt die Büste der Nofretete, das Alte Museum zeigt Antiken, die Alte Nationalgalerie Malerei des 19. Jahrhunderts, das Bode-Museum Skulpturen. Das Pergamonmuseum wird derzeit umfassend saniert und ist in Teilen geschlossen. Am Kulturforum liegen die Gemäldegalerie, die Neue Nationalgalerie in Mies van der Rohes Glashalle und die Philharmonie. Das Jüdische Museum in Kreuzberg, gebaut von Daniel Libeskind, und die Topographie des Terrors auf dem Gelände der früheren Gestapo-Zentrale gehören zu den eindrücklichsten Orten deutscher Erinnerungskultur. Berlin hat drei Opernhäuser, zahlreiche Theater, und im Februar zieht die Berlinale Filmstars an.

Kieze mit Charakter

Berlin besteht aus vielen Städten. In Mitte liegen Regierungsviertel, Museen und die Hackeschen Höfe, im Scheunenviertel Galerien und Boutiquen. Prenzlauer Berg mit sanierten Gründerzeithäusern, dem Kollwitzplatz und dem Mauerpark mit seinem Sonntagsflohmarkt wirkt bürgerlich-entspannt. Kreuzberg ist multikulturell und alternativ, mit dem Landwehrkanal, Markthallen und türkischen Läden in der Oranienstraße. In Friedrichshain prägen die monumentale Karl-Marx-Allee und die Kneipen rund um den Boxhagener Platz das Bild, Neukölln hat sich zum Szeneviertel gewandelt. Im Westen stehen Charlottenburg mit dem Schloss und dem Kurfürstendamm, Schöneberg mit seiner queeren Szene rund um den Nollendorfplatz und das gediegene Wilmersdorf.

Essen in Berlin

Die Berliner Küche ist herzhaft: Eisbein mit Sauerkraut, Buletten, Kassler und Königsberger Klopse. Doch kulinarisch prägen vor allem die Einwanderer das Bild. Der Döner Kebab im Brot wurde in West-Berlin populär, die Currywurst ist ein Nachkriegsklassiker, der an Imbissbuden unter der Hochbahn verkauft wird. In der Markthalle Neun in Kreuzberg gibt es Streetfood-Märkte, in Neukölln und Kreuzberg vietnamesische, arabische und koreanische Lokale. Die Restaurants in Berlin reichen von der Imbissbude bis zur Sterneküche, und am Wochenende ist Brunch ein Ritual. Ein Berliner Pfannkuchen, anderswo „Berliner“ genannt, gehört zum Kaffee.

Nachtleben

Berlin ist eine Welthauptstadt der elektronischen Musik. Legendäre Clubs öffnen am Freitagabend und schließen erst am Montag, Türsteher entscheiden über den Einlass, Fotografieren ist in vielen Clubs verboten. Daneben gibt es Kneipen, Jazzkeller, Varietés, Kabarett und im Sommer Strandbars an der Spree. Besonders in Kreuzberg, Friedrichshain und Neukölln reiht sich eine Bar an die nächste, und eine Sperrstunde gibt es praktisch nicht.

Unterwegs und beste Reisezeit

Der Flughafen BER liegt südöstlich der Stadt und ist per S-Bahn und Regionalzug in rund 30 Minuten mit dem Zentrum verbunden. Der Hauptbahnhof ist einer der größten Kreuzungsbahnhöfe Europas. U-Bahn, S-Bahn, Trams im Osten und Busse erschließen die Stadt dicht; die Ringbahn umrundet die Innenstadt. Viele Berliner sind mit dem Fahrrad unterwegs. Die beste Reisezeit ist von Mai bis September, wenn Biergärten, Seen und Parks wie der Tiergarten und das Tempelhofer Feld, ein ehemaliger Flughafen, zum Verweilen einladen. Ausflüge führen nach Potsdam mit Schloss Sanssouci, in den Spreewald und an die Seen rund um den Wannsee. Im Grunewald und am Müggelsee im Südosten zeigt sich, wie grün die Hauptstadt ist: Fast ein Fünftel der Stadtfläche ist bewaldet. Mit dem Deutschlandticket oder einer Tageskarte für die Tarifbereiche ABC lassen sich auch Potsdam und der Flughafen ohne Zusatzticket erreichen. Wer im Winter reist, findet in Berlin über hundert Weihnachtsmärkte und ein dichtes Kulturprogramm, das die kurzen Tage vergessen lässt.

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Häufige Fragen zu Berlin

kurz beantwortet

Welche Sehenswürdigkeiten sollte man in Berlin gesehen haben?

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Berlin gehören das Brandenburger Tor, die Reste der Berliner Mauer, der Checkpoint Charlie und der Fernsehturm am Alexanderplatz. Ganz in der Nähe des Brandenburger Tors liegen der Reichstag, dessen Kuppel du nach kostenloser Anmeldung besuchen kannst, und das Denkmal für die ermordeten Juden Europas mit 2.711 Betonstelen. Weitere Ziele sind die Siegessäule, Schloss Charlottenburg, Schloss Bellevue und das rekonstruierte Stadtschloss mit dem Humboldt Forum. travelguide195 listet für Berlin insgesamt rund 917 Sehenswürdigkeiten.

Wo kann man in Berlin die Berliner Mauer noch sehen?

Erhaltene Teile der Berliner Mauer siehst du vor allem an der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße und an der East Side Gallery in Friedrichshain. An der Bernauer Straße ist ein Grenzstreifen mit Wachturm erhalten, die East Side Gallery ist das längste erhaltene Mauerstück und wurde von Künstlern bemalt. Außerdem erinnert ein Streifen aus Kopfsteinpflaster quer über Straßen und Plätze an den Verlauf der Mauer, die von 1961 bis zum 9. November 1989 stand. Am Checkpoint Charlie, dem ehemaligen Grenzübergang der Alliierten, liegt zudem das Mauermuseum.

Welche Museen lohnen sich in Berlin?

Ein zentraler Anlaufpunkt in Berlin ist die Museumsinsel in Mitte, die zum UNESCO-Welterbe gehört. Dort zeigt das Neue Museum die Büste der Nofretete, das Alte Museum Antiken, die Alte Nationalgalerie Malerei des 19. Jahrhunderts und das Bode-Museum Skulpturen; das Pergamonmuseum wird derzeit saniert und ist in Teilen geschlossen. Am Kulturforum findest du die Gemäldegalerie und die Neue Nationalgalerie in Mies van der Rohes Glashalle. travelguide195 listet für Berlin rund 502 Museen, und die Tagestour „Berlin bei Regen: Museen in Mitte“ verbindet 6 Stopps auf etwa 3 km zu Fuß.

Kann man Berlin an einem Tag erkunden?

Ja, die Klassiker von Berlin lassen sich an einem Tag ansehen, wenn du früh startest. Die Tagestour „Berlin an einem Tag: Von der East Side Gallery zum Reichstag“ auf travelguide195 umfasst 14 Stopps von 09:30 bis 21:00 Uhr und rund 7,2 km zu Fuß. Wer sich auf Geschichte konzentrieren möchte, kann die Tour „Berliner Geschichte zu Fuß: Von Unter den Linden bis zur East Side Gallery“ mit 6 Stopps und etwa 2,1 km Fußweg wählen.

In welchem Stadtteil von Berlin gibt es am meisten zu entdecken?

Die meisten Orte verzeichnet travelguide195 in Berlin-Mitte, mit rund 1.852 Einträgen. Danach folgen Berlin-Charlottenburg mit etwa 1.462, Berlin-Kreuzberg mit etwa 1.352 und Berlin-Prenzlauer Berg mit etwa 1.045 Orten. In Mitte liegen unter anderem die Museumsinsel, das Brandenburger Tor und der Gendarmenmarkt mit Konzerthaus und zwei Domen, Kreuzberg ist für seine Street Art bekannt.

Was kann man in Berlin essen und wo geht man abends aus?

Berlin bietet eine große Auswahl an Küchen: travelguide195 listet rund 11.521 Restaurants, darunter etwa 1.249 italienische, 671 deutsche, 537 vietnamesische und 453 Döner-Lokale. Für den Abend verzeichnet travelguide195 rund 442 Cocktailbars und 17 Speakeasys in Berlin. Die Tour „Berlin am Abend: Vom Potsdamer Platz zu den Cocktailbars in Mitte“ führt von 17:00 bis 23:59 Uhr über 6 Stopps und rund 1,3 km zu Fuß.