Hunan: Sandsteinsäulen von Zhangjiajie und Mao-Heimat
Reiseführer · redaktionellHunan ist für zwei Dinge berühmt: die schwebenden Sandsteinsäulen von Zhangjiajie und eine Küche, die selbst Sichuan an Schärfe übertrifft. Urlaub in Hunan führt aber auch in Altstädte am Fluss, zu Dörfern der Miao und Tujia und an Orte der Revolutionsgeschichte, denn hier wurde Mao Zedong geboren.
Landschaft südlich des Sees
Der Name Hunan bedeutet „südlich des Sees“ und bezieht sich auf den Dongting-See, einen der größten Süßwasserseen Chinas, dessen Fläche je nach Jahreszeit stark schwankt. Der Xiang-Fluss durchzieht die Provinz von Süd nach Nord und passiert Changsha. Im Osten, Süden und Westen rahmen Bergzüge das Land ein; im Nordwesten erhebt sich das Wuling-Gebirge mit seinem zerklüfteten Quarzsandstein. Das Klima ist feucht-subtropisch mit heißen Sommern und kühlen, feuchten Wintern.
Sehenswürdigkeiten in Hunan
Das Wulingyuan-Gebiet bei Zhangjiajie ist UNESCO-Welterbe: Mehr als 3.000 Felssäulen ragen aus dem Wald, oft von Nebel umhüllt, und inspirierten die schwebenden Berge im Film „Avatar“. Aufzüge, Seilbahnen und Wanderwege erschließen das Gebiet, das man am besten über mehrere Tage erkundet. In der Nähe liegt der Tianmen Shan mit seinem riesigen Felsentor und Glasstegen an der Steilwand. Fenghuang, eine Altstadt der Miao und Tujia im Westen, steht auf Stelzenhäusern am Tuo-Fluss und leuchtet abends im Laternenlicht. Changsha besitzt mit dem Hunan-Museum eine herausragende Sammlung, darunter die über 2.000 Jahre alte, erstaunlich gut erhaltene Mumie der Fürstin von Dai aus Mawangdui. Der Yuelu-Berg mit seiner Akademie aus der Song-Zeit und die Orangeninsel Juzizhou im Xiang laden zu Spaziergängen ein. Der Hengshan im Süden ist einer der fünf heiligen Berge Chinas. Der Bailong-Aufzug, ein gläserner Lift an der Felswand, bringt Besucher in weniger als zwei Minuten über 300 Meter hinauf. Wer im Park übernachtet, ist früh morgens vor den Reisegruppen an Aussichtspunkten wie der Tianzi-Bergkette.
Geschichte und Revolution
Shaoshan, das Geburtsdorf Mao Zedongs, ist bis heute Pilgerort für viele Chinesen; das Elternhaus und ein Museum sind zu besichtigen. Auch andere Revolutionäre wie Liu Shaoqi stammen aus Hunan. Weiter zurück reicht das Erbe des Dichters Qu Yuan, dessen Tod am Miluo-Fluss mit dem Drachenbootfest verbunden ist. In den Bergen des Westens leben Tujia, Miao und Dong mit eigenen Liedern, Trachten und Holzbauten. In Changsha erinnert auf der Orangeninsel eine riesige Steinbüste an den jungen Mao, der hier zur Schule ging.
Essen und Trinken
Die Xiang-Küche ist scharf und säuerlich, mit frischen und eingelegten Chilis, geräuchertem Fleisch und viel Knoblauch. Bekannt sind Fischkopf mit gehackten Chilis, Maos rot geschmortes Schweinefleisch und der dunkle Stinktofu aus Changsha. Abends trifft man sich an Imbissständen bei scharfen Flusskrebsen und Reisnudeln. Dazu trinkt man Tee aus Junshan im Dongting-See.
Anreise und beste Reisezeit
Changsha liegt an der Schnellbahnstrecke Peking–Guangzhou, ein Hochgeschwindigkeitszug verbindet die Hauptstadt mit Zhangjiajie, das auch einen eigenen Flughafen besitzt. Die beste Reisezeit sind Frühling und Herbst; im Sommer ist es heiß und in Zhangjiajie überfüllt, im Winter oft neblig, aber ruhig.

