Stadt · Ebene 3

Hangzhou · 杭州市

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Region
Zhejiang, China
Einwohner
11.936.010
Zentrum
30.2490° N · 120.2052° E
Stadtteile
14
Hangzhou – Stadtansicht
Hangzhou · © User:CatOnMars · CC BY 4.0
§ 2

Karte von Hangzhou

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§ 3

Hangzhou entdecken: Westsee, Longjing-Tee und Pagoden

Reiseführer · redaktionell

„Oben gibt es den Himmel, unten Suzhou und Hangzhou“, heißt ein altes chinesisches Sprichwort. Eine Reise nach Hangzhou führt an den Westsee, der seit Jahrhunderten Dichter und Maler inspiriert, in Teeplantagen und zu buddhistischen Höhlenfiguren.

Hauptstadt der Song

Hangzhou wurde am südlichen Ende des Kaiserkanals zu einer reichen Handelsstadt. Im 12. und 13. Jahrhundert war sie unter dem Namen Lin’an Hauptstadt der Südlichen Song-Dynastie und wohl eine der größten Städte der Welt. Marco Polo soll sie als „prächtigste Stadt der Welt“ beschrieben haben. Später wurde Hangzhou ein Zentrum der Seidenweberei und des Teehandels. Heute ist die Stadt Sitz großer Technologiekonzerne, allen voran Alibaba, und richtete 2023 die Asienspiele aus.

Sehenswürdigkeiten in Hangzhou

Der Westsee ist das Herz der Stadt und seit 2011 UNESCO-Welterbe. Zwei Dämme, der Su-Damm und der Bai-Damm, benannt nach den Dichtern Su Dongpo und Bai Juyi, führen über das Wasser, gesäumt von Weiden und Pfirsichbäumen. Mit dem Ruderboot fährt man zur Insel Xiaoyingzhou mit den „drei Teichen, die den Mond spiegeln“, die auf dem Ein-Yuan-Schein abgebildet sind. Am Südufer erhebt sich die wiederaufgebaute Leifeng-Pagode, Schauplatz der Legende der Weißen Schlange. Im Westen liegt der Lingyin-Tempel, eines der bedeutendsten buddhistischen Klöster Chinas, davor zeigen die Felsreliefs von Feilaifeng Hunderte Buddhafiguren. Am Nordufer im Viertel um den Baoshi-Berg und an der Hubin-Promenade spazieren abends Familien, und eine Wassershow am See zieht Zuschauer an.

Tee und Seide

In den Hügeln westlich des Sees wächst der berühmte Longjing-Tee, „Drachenbrunnen“, einer der bekanntesten grünen Tees Chinas. In Dörfern wie Longjing und Meijiawu kann man Plantagen besuchen und frisch gerösteten Tee probieren. Das Nationale Teemuseum erklärt Geschichte und Zubereitung. Das Nationale Seidenmuseum zeigt Stoffe aus vielen Jahrhunderten. Am Kaiserkanal im Norden der Stadt erinnern alte Viertel wie Qiaoxi an den Handel auf dem Wasser.

Essen in Hangzhou

Die Hangzhou-Küche ist fein und leicht süßlich. Klassiker sind Dongpo-Schweinefleisch, langsam geschmorter Bauch, benannt nach dem Dichter Su Dongpo, Westsee-Fisch in Essigsoße, Bettlerhuhn, in Lotusblättern und Lehm gegart, sowie Garnelen mit Longjing-Tee. Die Restaurants in Hangzhou bieten oft Blick auf den See, die Hefang-Straße in der Altstadt ist voller Imbisse und Teehäuser. Zum Frühstück essen Einheimische Congbao Huier, Teigrollen mit Frühlingszwiebeln, und Pianerchuan-Nudeln mit eingelegtem Gemüse. Wer abends essen geht, sollte einen Tisch in einem der Lokale am Nordufer reservieren, wo man bei Kerzenschein auf den beleuchteten Su-Damm blickt.

Anreise und beste Reisezeit

Der Flughafen Xiaoshan liegt rund 30 Kilometer östlich und ist per Metro angebunden. Hochgeschwindigkeitszüge fahren in weniger als einer Stunde nach Shanghai. Rund um den See sind Leihräder und Spaziergänge ideal, Boote verbinden die Ufer. Lohnende Ausflüge führen in die Wasserstadt Wuzhen mit Kanälen und Steinbrücken, in die Bambuswälder von Moganshan und nach Liangzhu, dessen jungsteinzeitliche Stadtruinen seit 2019 UNESCO-Welterbe sind. Die beste Reisezeit ist im Frühjahr, wenn Pfirsiche blühen und die Teeernte beginnt, sowie im Herbst mit dem Duft der Osmanthusblüten. Der Sommer ist heiß und schwül, an Feiertagen ist der See sehr voll.