St. Petersburg entdecken: Dalí, Pier und Golfstrände
Reiseführer · redaktionellEin Glasblasen-Atrium, das aus einem Betonbau quillt, beherbergt die größte Sammlung von Salvador Dalí außerhalb Europas. Ein Urlaub in St. Petersburg an der Westküste Floridas verbindet diese Kunst mit Straßengemälden, einer langen Uferpromenade und feinen Sandstränden am Golf von Mexiko.
Sonnenstadt mit russischem Namen
Der Name geht auf Peter Demens zurück, einen russischen Adligen, der in den 1880er-Jahren die Eisenbahn bis an die Spitze der Pinellas-Halbinsel baute und die neue Stadt nach seiner Heimatstadt benannte. Mit dem Versprechen von Sonnenschein lockte St. Petersburg früh Wintergäste und Rentner an; eine Zeitung verschenkte angeblich ihre Ausgabe an jedem Tag ohne Sonne. 1914 startete hier die erste Linienfluggesellschaft der Welt mit Flügen über die Bucht nach Tampa. Heute gilt die Stadt als jünger und kreativer als ihr Ruf.
Sehenswürdigkeiten in St. Petersburg
Das Salvador Dalí Museum an der Bucht zeigt Gemälde, Zeichnungen und Objekte des Surrealisten. Das Museum of Fine Arts und das James Museum of Western and Wildlife Art ergänzen das Kulturangebot, die Chihuly Collection zeigt Glasskulpturen. Der neu gebaute St. Pete Pier ragt weit in die Tampa Bay, mit Parks, Restaurants und Pelikanen. Hunderte Wandbilder schmücken die Fassaden der Innenstadt, besonders im Edge District und im Central Arts District. Der Sunken Gardens, ein über hundert Jahre alter tropischer Garten, wirkt wie eine grüne Oase mitten in der Stadt.
Essen und Ausgehen in St. Petersburg
Grouper-Sandwiches, Stone Crabs in der Saison von Mitte Oktober bis Mai und Fish Spread aus geräuchertem Fisch gehören zur Golfküstenküche. Die Central Avenue ist die Hauptachse für Restaurants, Craft-Brauereien und Bars, ebenso der Edge District mit seinen Galerien. Samstags verkauft der Saturday Morning Market am Al Lang Stadium Obst, Blumen und Streetfood. Im kubanischen Erbe der Region wurzelt das Cuban Sandwich, das man auch hier oft findet.
Natur, Sport und Festivals
Im Frühjahr rasen beim Grand Prix of St. Petersburg IndyCar-Rennwagen über einen Stadtkurs am Ufer. Ruhiger geht es im Boyd Hill Nature Preserve zu, wo Wanderwege durch Kiefernwald und Sumpf führen, und im Weedon Island Preserve, das mit Kajakrouten durch Mangroven lockt. Auf dem Pinellas Trail kann man mit dem Rad bis nach Tarpon Springs fahren, dem Schwammtaucherort mit griechischem Flair. Im Herbst gestaltet das SHINE Mural Festival neue Wandbilder, und an vielen Abenden spielen Bands in den Parks am Wasser.
Unterwegs in St. Petersburg und beste Reisezeit
Der große Tampa International Airport liegt rund 30 Minuten entfernt, der kleinere St. Pete–Clearwater Airport nördlich der Stadt. Die Schnellbuslinie SunRunner verbindet Downtown mit St. Pete Beach. Zu den schönsten Stränden gehören Pass-a-Grille und der Fort De Soto Park mit seinen weißen Sanddünen. Beste Reisezeit ist von November bis April mit trockenem, warmem Wetter. Im Sommer ist es schwül, und die Hurrikansaison läuft bis November – 2024 richteten die Stürme Helene und Milton in der Region schwere Schäden an. Ausflüge führen nach Tampa mit Ybor City oder zum Caladesi Island State Park.







