Stadt · Ebene 3

Providence

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Region
Rhode Island, USA
Einwohner
190.934
Zentrum
41.8240° N · -71.4128° E
Stadtteile
4
Providence – Stadtansicht
Providence · © Quintin Soloviev · CC BY 4.0
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Karte von Providence

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Providence entdecken: WaterFire, College Hill und Kunst

Reiseführer · redaktionell

An Sommerabenden lodern auf dem Fluss mitten in der Innenstadt Dutzende Feuerschalen, Boote gleiten vorbei, und Musik schwebt über das Wasser. Eine Städtereise nach Providence, der Hauptstadt des kleinsten US-Bundesstaates Rhode Island, verbindet diese WaterFire-Installation mit Kolonialarchitektur, renommierten Hochschulen und einer erstklassigen Restaurantszene.

Eine Stadt der Glaubensfreiheit

Roger Williams gründete Providence 1636, nachdem er wegen seiner Ansichten aus der puritanischen Kolonie Massachusetts verbannt worden war. Er nannte den Ort nach der göttlichen Vorsehung und machte ihn zu einer Zuflucht für religiös Verfolgte; hier entstand die erste Baptistengemeinde Amerikas. Im 19. Jahrhundert brachten Textilfabriken und die Schmuckindustrie Wohlstand – der Jewelry District erinnert daran. Ab den 1990er-Jahren legte die Stadt die zuvor überbauten Flüsse wieder frei und schuf neue Uferwege, was das Zentrum stark belebte.

Sehenswürdigkeiten in Providence

Die Benefit Street auf dem College Hill gilt als eine der am besten erhaltenen Straßen mit Kolonial- und Federal-Style-Häusern in den USA. Dort liegen die Brown University mit ihrem grünen Campus und die Rhode Island School of Design, deren RISD Museum eine ausgezeichnete Kunstsammlung von der Antike bis heute besitzt. Das Providence Athenaeum, eine Bibliothek von 1838, besuchte schon Edgar Allan Poe. Das Rhode Island State House besitzt eine der größten freitragenden Marmorkuppeln der Welt. WaterFire findet an ausgewählten Abenden zwischen Mai und November statt. Im Roger Williams Park liegen ein Zoo, ein Planetarium und ein botanisches Zentrum.

Essen und Ausgehen in Providence

Federal Hill ist das italienische Viertel mit Bäckereien, Delis und Trattorien rund um die Atwells Avenue und die Piazza DePasquale. Fox Point am Hafen war lange von portugiesischen und kapverdischen Einwanderern geprägt. Lokale Spezialitäten sind Clam Cakes und Chowder in der klaren Rhode-Island-Variante, Coffee Milk – Milch mit Kaffeesirup, das offizielle Staatsgetränk – und Del's Frozen Lemonade. Die Absolventen der Kochschule Johnson & Wales University haben die Restaurantszene geprägt. In Downtown und auf der Thayer Street am College Hill gibt es Bars und Cafés.

Theater und Kunst in Providence

Die Trinity Repertory Company gehört zu den renommierten Regionaltheatern der USA, und das Providence Performing Arts Center zeigt Broadway-Produktionen in einem Kinopalast von 1928. Das Kunstzentrum AS220 in Downtown fördert Künstler mit Ateliers, Galerien und Konzerten. Das John Brown House, eine Kaufmannsvilla von 1788, erzählt vom Reichtum der Stadt und ihrer Verstrickung in den Sklavenhandel. Im Sommer finden zahlreiche Festivals statt, darunter das PVD Fest mit Musik und Straßenkunst.

Unterwegs in Providence und beste Reisezeit

Der Rhode Island T. F. Green International Airport in Warwick liegt rund 15 Minuten südlich, Boston Logan ist etwa eine Autostunde entfernt. Amtrak-Züge verbinden Providence mit Boston und New York, MBTA-Pendlerzüge fahren nach Boston. Das kompakte Zentrum ist gut zu Fuß erkundbar. Beste Reisezeit ist von Mai bis Oktober mit WaterFire und Herbstlaub. Ausflüge führen nach Newport mit seinen Sommervillen und dem Cliff Walk sowie an die Strände von Narragansett.