Myrtle Beach entdecken: Grand Strand und Boardwalk
Reiseführer · redaktionellRund 100 Kilometer Sandstrand ziehen sich an der Küste von South Carolina entlang – der Grand Strand mit Myrtle Beach in seiner Mitte ist eines der beliebtesten Strandziele an der amerikanischen Ostküste. Ein Urlaub in Myrtle Beach bedeutet Atlantikbaden, Minigolf, Golfplätze, Shows und Meeresfrüchte, aber auch stille Naturschutzgebiete und Plantagengärten in der Umgebung.
Vom Kiefernwald zum Ferienort
Bis ins späte 19. Jahrhundert war die Küste kaum besiedelt; Holz- und Terpentinfirmen nutzten die Kiefernwälder. Mit der Eisenbahn entstand um 1900 ein erstes Strandhotel, und der Name geht auf die Wachsmyrte zurück, die an der Küste wächst. Nach dem Zweiten Weltkrieg boomte der Tourismus, und zahlreiche Motels, Golfplätze und Vergnügungsparks entstanden. Myrtle Beach selbst ist eine kleine Stadt, doch im Sommer vervielfacht sich die Zahl der Menschen. In den 1940er-Jahren entstand hier der Shag, ein Paartanz zur Beach Music, der heute offizieller Staatstanz von South Carolina ist.
Sehenswürdigkeiten in Myrtle Beach
Der Boardwalk, eine rund zwei Kilometer lange Promenade, verläuft direkt am Strand; an ihm dreht sich das SkyWheel, ein Riesenrad mit Blick über den Atlantik. Broadway at the Beach ist ein großer Unterhaltungskomplex mit Geschäften, Restaurants und dem Ripley's Aquarium, in dem man durch einen Unterwassertunnel geht. Der Myrtle Beach State Park schützt ein Stück urwüchsigen Küstenwalds und hat einen Angelpier. Südlich in Murrells Inlet liegen die Brookgreen Gardens, ein Skulpturengarten mit Tierpark auf einer ehemaligen Reisplantage. Die Stadt ist zudem eine der Golfhauptstädte der USA mit zahlreichen Plätzen in der Umgebung.
Essen in Myrtle Beach
Seafood-Buffets mit Krabbenbeinen, Shrimps und Austern sind ein Klassiker. Calabash-Style Seafood, leicht panierter und frittierter Fisch, stammt aus dem gleichnamigen Ort an der Grenze zu North Carolina. Shrimp and Grits, She-Crab Soup und Hushpuppies stehen ebenfalls auf vielen Speisekarten. In Murrells Inlet säumen Fischrestaurants mit Terrassen den MarshWalk, eine Holzpromenade über die Salzwiesen, wo abends Livemusik spielt. Barefoot Landing im Norden bietet Restaurants, Läden und Shows am Intracoastal Waterway.
Shows und Unterhaltung
Abends locken Dinner-Shows und Theater: Im Carolina Opry gibt es Musik und Comedy, bei Medieval Times Ritterturniere mit Abendessen, und das Alabama Theatre in Barefoot Landing zeigt Varietéshows. Minigolfanlagen mit künstlichen Vulkanen und Piratenschiffen findet man an fast jeder Straßenecke – Myrtle Beach gilt als eine der Minigolf-Hauptstädte der Welt. Im Mai finden große Motorradtreffen statt, die die Stadt lautstark füllen.
Unterwegs in Myrtle Beach und beste Reisezeit
Der Myrtle Beach International Airport liegt nur wenige Minuten vom Strand entfernt und hat im Sommer zahlreiche Direktflüge. Busse fahren entlang der Küste, praktischer ist jedoch ein Mietwagen. Die beste Reisezeit sind Mai, Juni und September bis Oktober, wenn das Wasser warm, die Strände aber weniger voll sind. Im Hochsommer ist es heiß und belebt, die Hurrikansaison dauert von Juni bis November. Ausflüge führen nach Charleston, etwa zwei Stunden südlich, oder in den Huntington Beach State Park mit Alligatoren und Vogelwelt.

