Stadt · Ebene 3

Granada

2.052 Orte in Granada – von Wahrzeichen bis zur Cocktailbar. Wähle eine Kategorie, einen Stadtteil oder stöbere auf der Karte.Eigene Tour planen2 fertige Touren

Region
Andalusien, Spanien
Einwohner
233.975
Zentrum
37.1735° N · -3.5995° E
Stadtteile
12
Granada – Stadtansicht
Granada · © Holger Uwe Schmitt · CC BY-SA 4.0
§ 3

Karte von Granada

Top-Orte je Kategorie
EbenenKarte
§ 4

Granada entdecken: Alhambra, Albaicín und Gratis-Tapas

Reiseführer · redaktionell

Am Abend leuchten die roten Mauern der Alhambra vor den schneebedeckten Gipfeln der Sierra Nevada – ein Anblick, für den allein sich eine Reise nach Granada lohnt. Die Stadt war das letzte Reich der Mauren in Spanien, und dieses Erbe prägt sie bis heute. Ein Granada Urlaub bedeutet Palastkunst, steile Gassen und eine Tapa zu jedem Getränk.

Das letzte Emirat

Ab 1238 herrschte hier die Dynastie der Nasriden über das Emirat von Granada, das über 250 Jahre bestand, während der Rest der Halbinsel bereits christlich war. In dieser Zeit entstand die Alhambra. Am 2. Januar 1492 übergab Boabdil, der letzte Emir, die Stadt den Katholischen Königen Isabella und Ferdinand, die in der Capilla Real neben der Kathedrale begraben liegen. Die Legende erzählt, Boabdil habe beim Abschied auf einem Bergpass geweint – der Ort heißt bis heute „Seufzer des Mauren“.

Sehenswürdigkeiten in Granada

Die Alhambra ist eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Spaniens, die Nasridenpaläste mit dem Löwenhof sind nur mit Zeitfenster-Ticket zugänglich – unbedingt Wochen im Voraus buchen. Stuckornamente, Holzkuppeln und Wasserbecken schaffen eine Atmosphäre, die selbst erfahrene Reisende sprachlos macht. Die Gärten des Generalife, einst Sommersitz der Emire, liegen gleich daneben. Gegenüber erstreckt sich der Albaicín, das alte maurische Viertel mit weißen Häusern und versteckten Gartenhäusern, den Cármenes. Vom Mirador de San Nicolás bietet sich der klassische Blick auf die Alhambra. Weiter oben liegt Sacromonte, wo Gitanos einst in Höhlen lebten und heute Flamenco in Höhlenlokalen aufgeführt wird. Im Centro-Sagrario steht die mächtige Renaissance-Kathedrale, umgeben von der Alcaicería, einem engen Basarviertel.

Tapas, Teestuben und Studentenleben

Granada ist eine der letzten Städte Spaniens, in denen zu jedem Getränk eine kostenlose Tapa gereicht wird – oft erstaunlich üppig, von Tortilla bis zu frittierten Auberginen mit Zuckerrohrhonig. Typisch sind auch Habas con jamón und Piononos, kleine Biskuitrollen aus dem nahen Santa Fe. In der Calderería Nueva unterhalb des Albaicín duften Teestuben nach Minze, nordafrikanische Läden verkaufen Lampen und Gewürze. Dank der großen Universität ist das Nachtleben lebhaft, besonders rund um die Calle Elvira, in Realejo und im Studentenviertel um Plaza Toros und Doctores.

Lorca, Realejo und die moderne Stadt

Granada ist auch die Stadt des Dichters Federico García Lorca, der 1936 zu Beginn des Bürgerkriegs nahe der Stadt ermordet wurde. Sein Sommerhaus Huerta de San Vicente liegt in einem Park im Westen und ist als Museum zugänglich. Das Viertel Realejo, früher jüdisches Viertel, ist heute bekannt für großflächige Wandbilder des Street-Art-Künstlers El Niño de las Pinturas. Rund um die Carrera del Darro, die sich entlang des Flüsschens unter der Alhambra entlangzieht, entstehen die schönsten Fotos der Stadt.

Unterwegs und beste Reisezeit

Der Flughafen Federico García Lorca (GRX) liegt rund 15 Kilometer westlich, Busse fahren ins Zentrum. Mit dem Zug geht es in etwa dreieinhalb Stunden nach Madrid. Kleine Minibusse fahren in den Albaicín und zur Alhambra, eine Metrolinie verbindet das Zentrum mit Zaidín und den Vororten. Beste Reisezeit sind Frühjahr und Herbst, im Sommer wird es sehr heiß. Im Winter kann man vormittags in der Sierra Nevada Ski fahren und nachmittags an der Costa Tropical am Meer sitzen – beides liegt nur rund eine Stunde entfernt.