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Danzig · Gdańsk

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Region
Woiwodschaft Pommern, Polen
Einwohner
487.834
Zentrum
54.3483° N · 18.6540° E
Stadtteile
–
Danzig – Stadtansicht
Danzig · © Diego Delso · CC BY-SA 3.0
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Karte von Danzig

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Danzig entdecken: Lange Gasse, Bernstein und Werft

Reiseführer · redaktionell

Prachtvolle Giebelhäuser, ein hölzerner Hafenkran aus dem Mittelalter und Bernsteinläden an der Mottlau: Danzig, polnisch Gdańsk, ist die schönste Hafenstadt an der polnischen Ostseeküste. Hier begann der Zweite Weltkrieg, und hier begann mit der Gewerkschaft Solidarność das Ende des Kommunismus. Eine Städtereise nach Danzig verbindet hanseatische Pracht, bewegte Geschichte und Strände an der Ostsee.

Hansestadt zwischen den Mächten

Danzig wurde im Mittelalter zu einer der reichsten Städte der Hanse, Getreide aus Polen wurde von hier in ganz Europa verschifft. Später war es eine weitgehend selbstständige Stadt unter polnischer Krone, ab 1793 preußisch, und nach dem Ersten Weltkrieg Freie Stadt unter dem Schutz des Völkerbundes. Am 1. September 1939 begann mit dem Beschuss der Westerplatte der Zweite Weltkrieg. 1945 wurde die Altstadt fast vollständig zerstört und danach wiederaufgebaut. 1980 streikten Arbeiter der Leninwerft unter Lech Wałęsa, und die Gewerkschaft Solidarność wurde gegründet.

Sehenswürdigkeiten in Danzig

Der Königsweg führt durch das Goldene Tor über die Lange Gasse und den Langen Markt mit dem Rechtstädtischen Rathaus, dem Artushof und dem Neptunbrunnen. Die Marienkirche ist eine der größten Backsteinkirchen der Welt, vom Turm überblickt man die Stadt. Die Frauengasse mit ihren Beischlägen, steinernen Vortreppen, ist eine der schönsten Gassen der Stadt, mit Bernsteinläden und Galerien. Am Ufer der Mottlau steht das Krantor, ein mittelalterlicher Hafenkran, heute Teil des Nationalen Meeresmuseums. Auf der Speicherinsel gegenüber sind neue Wohnungen und Restaurants entstanden.

Museen und Erinnerung

Das Europäische Solidarność-Zentrum auf dem Gelände der ehemaligen Werft erzählt die Geschichte der Gewerkschaft und der friedlichen Revolution in Mittel- und Osteuropa; davor steht das Denkmal für die gefallenen Werftarbeiter. Das Museum des Zweiten Weltkriegs zeigt in einem eindrucksvollen Neubau den Krieg aus der Perspektive der Zivilbevölkerung. Auf der Westerplatte erinnert ein Denkmal an die Verteidiger. Das Bernsteinmuseum präsentiert das „Gold der Ostsee“.

Essen und Ausgehen

Fisch aus der Ostsee, geräuchert oder gebraten, Hering in vielen Variationen, Pierogi und Żurek stehen auf den Speisekarten. Goldwasser, ein Kräuterlikör mit Blattgoldflocken, wurde in Danzig erfunden. Abends trifft man sich an der Mottlau, auf der Speicherinsel und in den Kneipen der Altstadt.

Unterwegs und beste Reisezeit

Der Flughafen liegt westlich der Stadt und ist per Bahn mit dem Zentrum verbunden. Die S-Bahn SKM verbindet Danzig mit Sopot und Gdynia, die zusammen die „Dreistadt“ bilden. Die beste Reisezeit ist von Mai bis September, wenn die Strände von Brzeźno und Jelitkowo locken. Ende Juli und im August findet der Dominikanermarkt statt, einer der größten Märkte Europas. Ausflüge führen zur Marienburg, der größten Backsteinburg der Welt, auf die Halbinsel Hel und an die Mole von Sopot, die mit über 500 Metern als längste hölzerne Seebrücke Europas gilt. In Gdynia, der modernen Hafenstadt, liegen zwei Museumsschiffe und das Emigrationsmuseum. Im Stadtteil Oliva lohnt der Dom mit seiner Rokoko-Orgel und dem Park, im Sommer gibt es dort regelmäßig Orgelkonzerte.

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