
Über Schloss Mirabell
Schloss Mirabell zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen von Salzburg und liegt in der Rechten Altstadt. Die Geschichte des Bauwerks ist eng mit der Person des Erzbischofs Wolf Dietrich von Raitenau verbunden, der das Anwesen um 1606 für seine Geliebte Salome Alt errichten ließ. Ursprünglich hieß es Schloss Altenau, doch nach dem Sturz des Erzbischofs im Jahr 1612 benannte sein Nachfolger das Gebäude in Mirabell um, um die Erinnerung an den Vorgänger zu tilgen. Der Name leitet sich vom italienischen Wort für bewundernswert und schön ab. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Schloss in den Befestigungsgürtel der Stadt integriert. Der heutige barocke Charakter verdankt sich einem umfassenden Umbau, den der Baumeister Johann Lucas von Hildebrandt in den 1720er-Jahren durchführte. Zwar verlor das Gebäude durch einen Stadtbrand im Jahr 1818 und den darauffolgenden Wiederaufbau Teile seiner ursprünglichen Pracht, doch die westliche Hoffassade und die Gartenfassade blieben weitgehend erhalten. Heute beherbergt das Schloss die Amtsräume der Salzburger Stadtverwaltung, während der historische Kern als kulturelles Zentrum dient.
Im Inneren des Schlosses sticht die berühmte Prunkstiege hervor, die sich im Westtrakt befindet. Sie wurde nach Plänen von Hildebrandt gestaltet und mit mythologischen Skulpturen aus Untersberger Marmor des Bildhauers Georg Raphael Donner geschmückt. Die reich verzierte Balustrade zeigt ausdrucksstarke Puttenfiguren, die den barocken Stil eindrucksvoll widerspiegeln. Ein weiterer Highlight ist der Marmorsaal, der mit Marmor, Marmorimitationen und vergoldetem Stuck verkleidet ist. Aufgrund seiner hervorragenden Akustik wird dieser Raum heute für klassische Konzerte und Trauungen genutzt. Auch die Schlosskapelle, die dem Heiligen Nepomuk geweiht ist, lädt zum Besuch ein. Sie beherbergt einen Altar mit Skulpturen aus dem frühen 18. Jahrhundert und dient seit 1938 als Pfarrkirche der Altkatholischen Kirche Österreichs.
Den Rahmen bildet der weitläufige Mirabellgarten, der als Teil des UNESCO-Welterbes gilt. Die rund dreieinhalb Hektar große Anlage spiegelt das barocke Gestaltungskonzept wider und umfasst verschiedene Bereiche wie das Große Gartenparterre, das Heckentheater und den Rosengarten. Zahlreiche Brunnen, antike Götterstatuen und das berühmte Ensemble der Marmorzwergen prägen das Bild. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist der Garten öffentlich zugänglich und bietet Besuchern einen eindrucksvollen Einblick in die historische Gartenkunst der Stadt.
Steckbrief
- Kategorie
- Sehenswürdigkeit › Paläste
- Bewertung
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- Adresse
- Mirabellplatz 4
5020 Salzburg, Österreich - Stadtteil
- Altstadt
- Telefon
- 0662 80722334
- Website
- www.salzburg.info
- office@skg.co.at
- Koordinaten
- 47.80541° N · 13.04160° E
- Datenqualität
- confidence 0.77
- Kennung
- ID 62454854-214…
Lage & Umgebung
Ebenen zuschaltenHäufige Fragen zu Schloss Mirabell
kurz beantwortetWas ist Schloss Mirabell in Salzburg?
Schloss Mirabell ist ein barocker Palast und eines der bekanntesten Wahrzeichen von Salzburg in Österreich. Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau ließ das Anwesen um 1606 für seine Geliebte Salome Alt errichten, damals noch unter dem Namen Schloss Altenau. Nach seinem Sturz 1612 benannte sein Nachfolger es in Mirabell um, abgeleitet vom italienischen Wort für bewundernswert und schön. Sein heutiges barockes Gesicht erhielt das Schloss durch einen Umbau von Johann Lucas von Hildebrandt in den 1720er-Jahren. Heute sind dort die Amtsräume der Salzburger Stadtverwaltung untergebracht.
Was kann man im Inneren von Schloss Mirabell besichtigen?
Im Inneren von Schloss Mirabell in Salzburg sind vor allem die Prunkstiege, der Marmorsaal und die Schlosskapelle sehenswert. Die Prunkstiege im Westtrakt wurde nach Plänen von Johann Lucas von Hildebrandt gestaltet und mit mythologischen Skulpturen aus Untersberger Marmor von Georg Raphael Donner geschmückt. Der Marmorsaal ist mit Marmor, Marmorimitationen und vergoldetem Stuck verkleidet und wird wegen seiner Akustik für klassische Konzerte und Trauungen genutzt. Die dem Heiligen Nepomuk geweihte Schlosskapelle dient seit 1938 als Pfarrkirche der Altkatholischen Kirche Österreichs.
Was gibt es im Mirabellgarten zu sehen?
Der Mirabellgarten bei Schloss Mirabell in Salzburg ist eine rund dreieinhalb Hektar große barocke Gartenanlage und gilt als Teil des UNESCO-Welterbes. Zu ihm gehören das Große Gartenparterre, das Heckentheater und der Rosengarten. Zahlreiche Brunnen, antike Götterstatuen und das Ensemble der Marmorzwerge prägen das Bild. Der Garten ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts öffentlich zugänglich.
Was kann man rund um Schloss Mirabell besichtigen?
Rund um Schloss Mirabell in Salzburg liegen mehrere Museen und historische Gebäude in Gehweite. travelguide195 listet unter anderem das Salzburger Barockmuseum in rund 144 Metern, das Palais Lodron Sekundogenitur in rund 223 Metern und das Karajan Geburtshaus in rund 332 Metern Entfernung. Etwas weiter liegen die Mozart Residence in rund 350 Metern, das Priesterhaus Salzburg in rund 351 Metern und das Mozart Museum in rund 360 Metern.
Wo liegt Schloss Mirabell und gibt es Restaurants in der Nähe?
Schloss Mirabell liegt am Mirabellplatz 4 in der Rechten Altstadt von Salzburg. Im Umkreis von 500 Metern listet travelguide195 rund 84 Restaurants. Wenn du die Stadt kompakt kennenlernen möchtest: Schloss Mirabell ist Teil der Tour „Salzburg an einem Tag: Altstadt, Mozart und Festung“.
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1606 angelegtes Schloss mit Barockgarten im Herzen der Stadt. Das Schloss wird großteils von der Stadtverwaltung genutzt. Im Marmorsaal finden regelmäßig Schlosskonzerte statt. Der Garten ist öffentlich zugänglich.
Quelle: Wikivoyage, „Salzburg“ · Autor:innen laut Versionsgeschichte · CC BY-SA 4.0