Sehenswürdigkeit · Historische Stätten

Festung Hohensalzburg

Mönchsberg 34, 5020 Salzburg

Festung Hohensalzburg, Salzburg (Historische Stätten)
Fig. 01Festung Hohensalzburg© C.Stadler/Bwag · CC BY-SA 4.0
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Über Festung Hohensalzburg

Die Festung Hohensalzburg thront majestätisch auf einem steilen Bergplateau oberhalb der Altstadt und gilt als das unverkennbare Wahrzeichen der Stadt. Die Anlage erstreckt sich über eine bebauten Fläche von mehr als siebentausend Quadratmetern, wobei die gesamten Außenanlagen einschließlich der Basteien eine Größe von über vierzehntausend Quadratmetern erreichen. Als eine der größten vollständig erhaltenen Burganlagen Mitteleuropas zieht sie jährlich über eine Million Besucher an und ist damit die am häufigsten besuchte Sehenswürdigkeit Österreichs außerhalb der Bundeshauptstadt. Die strategische Lage auf dem Festungsberg, der sich nach Nordwesten in den Mönchsberg fortsetzt, bot seit jeher ideale Voraussetzungen für eine Verteidigungsanlage. Im Osten grenzt der Nonnberg an die Festung, auf dem sich direkt unter den östlichen Außenanlagen das Benediktinerinnenstift Nonnberg befindet.

Die Geschichte der Festung reicht bis ins elfte Jahrhundert zurück, als Erzbischof Gebhard den Bau eines Wohnturms, einer kleinen Kirche und eines Wohngebäudes samt Mauerring initiierte. Da Gebhard während des Investiturstreits ins Exil gehen musste, wurde der Bau erst unter seinen Nachfolgern Berthold von Moosburg und Konrad von Abenberg vollendet. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte, insbesondere vom zwölften bis vierzehnten Jahrhundert, wurde der äußere Befestigungsring angelegt, was die heutige Ausdehnung der Burg weitgehend prägte. Die romanische Hauptfestung verfügte über eine mächtige, zinnengekrönte Ringmauer, die zur Stadt hin eine lange Schaufront bildete und fast ausschließlich aus dem Dolomit des Festungsberges errichtet wurde.

Im fünfzehnten Jahrhundert erfolgte ein grundlegender Umbau zur Anpassung an die neue Kriegstechnik. Unter Erzbischof Leonhard von Keutschach wurde die Anlage zu einem wehrhaften, spätgotischen Regierungssitz ausgebaut. Er ließ den Hohen Stock erweitern und prunkvolle Fürstenzimmer anlegen, die durch ihre Steinmetzarbeiten und Schnitzereien als europäisches Hauptwerk der gotischen Kunst gelten. In dieser Zeit entstanden auch die ersten feuertauglichen Geschütztürme, darunter der Glockenturm, der Trompeterturm, der Krautturm und der Schmiedeturm. Ein besonderes technisches Meisterwerk dieser Epoche ist der sogenannte Salzburger Stier im Krautturm, eine mit einer Walze betriebene Orgel, die als das weltweit älteste erhaltene und betriebene Orgel-Hornwerk gilt.

Die größte militärische Herausforderung in der über neunhundertjährigen Geschichte der Festung stellte die Belagerung von 1525 dar. In den Bauernkriegen belagerten aufständische Bauern und Bergknappen den Fürsterzbischof Matthäus Lang von Wellenburg. Trotz der intensiven Angriffe blieb die Festung uneinnehmbar, was ihre strategische und bauliche Robustheit unter Beweis stellte. Später, während des Dreißigjährigen Krieges, ließ Erzbischof Paris von Lodron die Anlage zu einer neuzeitlichen Festung ausbauen. Es entstanden mächtige Basteien wie die Hasengrabenbasteien und die Nonnbergbasteien sowie neue Wehranlagen zum Schutz vor der damals stärker gewordenen Artillerie. Diese Maßnahmen sicherten die Stadt und die Burg auch in turbulenten Zeiten.

Im siebzehnten Jahrhundert wurde die Festung weiter ausgebaut, unter anderem durch die Errichtung der Feuerbastei an der Nordseite unter Max Gandolf von Kuenburg. Diese über dreißig Meter hohe und mehrere Meter dicke Bastion gilt als der jüngste große Wehrbau der Anlage. Nach dem Ende der feudalen Herrschaft und der Säkularisation im frühen neunzehnten Jahrhundert verlor die Festung ihren militärischen Charakter. Kaiser Franz Joseph I. hob 1861 den Festungsstatus auf, und die Anlage wurde zunächst als Kaserne und Depot genutzt. Ein umfangreicher Restaurierungsprozess ab 1851, der sich besonders auf die Innenräume konzentrierte, legte den Grundstein für die heutige touristische Nutzung.

Heute ist die Festung Hohensalzburg ein lebendiges Kulturzentrum und ein beliebtes Ausflugsziel. Besucher können die äußere Festungsanlage frei besichtigen, während für bestimmte Innenbereiche wie das Salzmagazin, die Folterkammer oder den Reckturm geführte Touren mit Audioguides angeboten werden. Die Innenräume des Hohen Stocks, darunter die historischen Fürstenzimmer, sind für den individuellen Besuch zugänglich. In den Sommermonaten gibt es spezielle geführte Touren, bei denen verkleidetes Personal die Besucher in das sechzehnte Jahrhundert zurückversetzt und sonst verschlossene Räumlichkeiten wie die alte Bäckerei oder den Weinkeller öffnet.

Die Festung beherbergt mehrere Museen, die einen Einblick in die Geschichte und Kultur der Region geben. Das Marionettenmuseum Salzburg zeigt historische Bestände des Salzburger Marionettentheaters, während das Museum des k.u.k. Infanterie-Regiments Erzherzog Rainer die militärische Vergangenheit dokumentiert. Das Festungsmuseum bietet weitere Einblicke in die Baugeschichte und die Bedeutung der Anlage. Regelmäßig finden hier auch Konzerte statt, insbesondere im Goldenen Saal, sowie kirchliche Veranstaltungen in der Georgskirche. Die Festung dient zudem als Veranstaltungsort für die Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst.

Ein besonderes Erlebnis für Besucher ist die Aussicht von den Türmen der Festung. Von hier aus bietet sich ein eindrucksvoller Blick über das Salzburger Becken und die umliegenden Bergketten. Man kann den Haunsberg, den Gaisberg, das Tennengebirge, den Untersberg und den Hochstaufen erkennen. Die weite Sicht erstreckt sich bis zu den fernen Gipfeln des Göll und der Steinplatte. Diese Panoramaaussicht macht die Festung zu einem beliebten Fotospot und einem Ort der Erholung, der den Alltag der Stadt in den Hintergrund rückt.

Die Erreichbarkeit der Festung ist für Besucher bequem gestaltet. Eine historische Standseilbahn, der sogenannte Reißzug, der als die weltweit älteste erhaltene Standseilbahn gilt, führt vom Tal direkt zur Festung. Diese Bahn wurde ursprünglich zur Verbesserung der Wasserversorgung und des Transportes gebaut und ist heute ein fester Bestandteil des touristischen Erlebnisses. Der Aufstieg bietet bereits unterwegs einen ersten Eindruck der majestätischen Mauern und der strategischen Lage der Anlage.

Die Festung Hohensalzburg ist nicht nur ein historisches Monument, sondern auch ein Ort, der ständig gepflegt und restauriert wird. Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen in den letzten Jahren haben dazu beigetragen, die Substanz der Anlage zu sichern und sie für die Zukunft zu erhalten. Die Kombination aus imposanter Architektur, reicher Geschichte und kulturellen Veranstaltungen macht die Festung zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Stadtbildes von Salzburg. Sie verkörpert die Macht und den Reichtum der ehemaligen Fürsterzbischöfe und lädt Besucher ein, in die faszinierende Vergangenheit dieser besonderen Stätte einzutauchen.

Nach dem Artikel „Festung Hohensalzburg" aus der deutschen Wikipedia, von einem Sprachmodell zusammengefasst und umformuliertLizenz CC BY-SA 4.0
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Steckbrief

Kategorie
Sehenswürdigkeit › Historische Stätten
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Adresse
Mönchsberg 34
5020 Salzburg, Österreich
Stadtteil
Altstadt
Telefon
+4366284243011
Website
www.salzburg-burgen.at
E-Mail
office@festung-hohensalzburg.at
Koordinaten
47.79523° N · 13.04737° E
Datenqualität
confidence 1.00
Kennung
ID 4bcbf4a0-0bf…
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Häufige Fragen zu Festung Hohensalzburg

kurz beantwortet

Was ist die Festung Hohensalzburg?

Die Festung Hohensalzburg ist das Wahrzeichen von Salzburg und thront auf einem steilen Bergplateau oberhalb der Altstadt. Sie gilt als eine der größten vollständig erhaltenen Burganlagen Mitteleuropas, mit einer bebauten Fläche von mehr als 7.000 Quadratmetern und Außenanlagen samt Basteien von über 14.000 Quadratmetern. Mit jährlich über einer Million Besuchern ist sie die am häufigsten besuchte Sehenswürdigkeit Österreichs außerhalb von Wien.

Wie alt ist die Festung Hohensalzburg in Salzburg?

Die Geschichte der Festung Hohensalzburg reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück, als Erzbischof Gebhard einen Wohnturm, eine kleine Kirche und ein Wohngebäude samt Mauerring errichten ließ. Weil Gebhard im Investiturstreit ins Exil gehen musste, vollendeten seine Nachfolger Berthold von Moosburg und Konrad von Abenberg den Bau. Unter Erzbischof Leonhard von Keutschach wurde die Anlage zum spätgotischen Regierungssitz ausgebaut, und im Dreißigjährigen Krieg ließ Erzbischof Paris von Lodron sie mit Basteien wie den Hasengrabenbasteien zur neuzeitlichen Festung erweitern. Bei der Belagerung von 1525 in den Bauernkriegen blieb die Festung uneinnehmbar.

Was ist der Salzburger Stier auf der Festung Hohensalzburg?

Der Salzburger Stier ist eine walzenbetriebene Orgel im Krautturm der Festung Hohensalzburg in Salzburg. Er gilt als das weltweit älteste erhaltene und noch betriebene Orgel-Hornwerk. Der Krautturm gehört zu den ersten feuertauglichen Geschütztürmen der Festung, die unter Erzbischof Leonhard von Keutschach entstanden, ebenso wie Glockenturm, Trompeterturm und Schmiedeturm.

Was kann man in und rund um die Festung Hohensalzburg besichtigen?

Direkt auf und neben der Festung Hohensalzburg in Salzburg liegen mehrere Museen und historische Stätten. travelguide195 listet im Umkreis von rund 200 Metern unter anderem das Festungsmuseum, das Burgmuseum Hohensalzburg, das Marionettenmuseum Salzburg, die Welt der Marionetten, den Glockenturm, den Goldenen Saal, den Reckturm, das Schartentor und den Konventhof. Etwas weiter, rund 190 Meter entfernt, liegt außerdem das Cathedral Museum. Sehenswert sind zudem die gotischen Fürstenzimmer im Hohen Stock, die mit ihren Steinmetzarbeiten und Schnitzereien als europäisches Hauptwerk der gotischen Kunst gelten.

Wo liegt die Festung Hohensalzburg und gibt es Restaurants in der Nähe?

Die Festung Hohensalzburg liegt in der Altstadt von Salzburg an der Adresse Mönchsberg 34, auf dem Festungsberg, der nach Nordwesten in den Mönchsberg übergeht und im Osten an den Nonnberg mit dem Benediktinerinnenstift Nonnberg grenzt. travelguide195 listet rund 73 Restaurants im Umkreis von 500 Metern. Wer Salzburg kompakt erleben möchte, findet die Festung auch in der Tour „Salzburg an einem Tag: Altstadt, Mozart und Festung“.

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  1. Reisetipp aus Wikivoyagevon Reisenden geschrieben

    Das Wahrzeichen Salzburgs besticht durch seine wunderschöne, das Stadtbild Salzburgs prägende Silhouette und ist eine der größten und besterhaltenen Burgen Europas. 1077 errichtet, wurde Hohensalzburg im 15. Jh. erweitert und zu einer Residenz im Stil der Spätgotik ausgebaut. Nach weiteren Umbauten entstand als letztes großes Bauwerk im 17. Jh. die mächtige Kuenburgbastei. Bis 1803 war die Festung Hohensalzburg Sitz der Erzbischöfe, 1861 wurde sie von Kaiser Franz Joseph als Festung aufgehoben, diente danach eine Zeit lang als Kaserne und ist heute als Museum zugänglich.

    Quelle: Wikivoyage, „Salzburg (Bundesland)“ · Autor:innen laut Versionsgeschichte · CC BY-SA 4.0

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