Stadt · Ebene 3

Sagamihara · 相模原市

2.052 Orte in Sagamihara – von Wahrzeichen bis zur Cocktailbar. Wähle eine Kategorie, einen Stadtteil oder stöbere auf der Karte.Eigene Tour planen

Region
Präfektur Kanagawa, Japan
Einwohner
725.696
Zentrum
35.5715° N · 139.3731° E
Stadtteile
4
§ 2

Karte von Sagamihara

Top-Orte je Kategorie
EbenenKarte
§ 3

Sagamihara entdecken: Seen, Drachen und Raumfahrt

Reiseführer · redaktionell

Sagamihara ist eine jener japanischen Großstädte, die man kaum kennt, obwohl hier über 700.000 Menschen leben. Eine Reise lohnt sich trotzdem: Im Süden forscht die Raumfahrtagentur an Asteroidensonden, im Westen spiegeln sich bewaldete Berge in Stauseen, und einmal im Jahr steigt über dem Sagami-Fluss ein Drache von Wohnzimmergröße auf.

Von der Ebene zu den Bergen

Die Stadt gliedert sich in drei Bezirke, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Minami-ku im Süden rund um Sagami-Ōno ist dicht bebaut, mit Einkaufsstraßen und Pendlerbahnhöfen der Odakyū-Linie. Chūō-ku umfasst das Verwaltungszentrum und die weiten Flächen der Sagamino-Hochebene, wo nach dem Krieg Militärgelände und Fabriken entstanden. Midori-ku, der grüne Bezirk, reicht bis an die Grenze zu Yamanashi und Tokio, mit Bergdörfern, Wanderwegen und dem Bahnknoten Hashimoto. Dort entsteht ein unterirdischer Bahnhof für den Chūō-Shinkansen, die künftige Magnetschwebebahn nach Nagoya.

Sehenswürdigkeiten in Sagamihara

Der Campus Sagamihara der Raumfahrtagentur JAXA ist das Zentrum der japanischen Weltraumwissenschaft. Hier wurden die Sonden Hayabusa und Hayabusa2 betreut, die Proben von Asteroiden zur Erde brachten; eine kleine Ausstellung zeigt Modelle und Kapseln. Das benachbarte Stadtmuseum mit Planetarium greift das Thema Weltraum ebenfalls auf. Im Norden lockt der Sagamiko-See mit Tretbooten und dem Freizeitpark Sagamiko Resort Pleasure Forest, dessen Winterbeleuchtung zu den größten der Region zählt. Am Miyagase-Stausee und am Tsukui-See kann man wandern und Rad fahren. Das Kunstdorf Fujino, wo sich seit Jahrzehnten Künstler niedergelassen haben, verteilt Skulpturen über die Hänge.

Feste und Essen

Anfang Mai findet am Sagami-Fluss das Sagamino-Riesendrachenfest statt. Der größte Drache misst rund 15 mal 15 Meter und braucht Dutzende Helfer, um bei passendem Wind abzuheben – jedes Jahr mit zwei neuen Schriftzeichen bemalt. Kulinarisch ist Sagamihara bodenständig: In Hashimoto und Sagami-Ōno findet man Ramenläden, Izakaya und Yakitori-Stände, in den Bergen von Midori-ku Forellen aus klaren Bächen und handgemachte Soba. Lokale Bauern verkaufen Gemüse und Obst an kleinen Ständen entlang der Straßen.

Parks und Natur in der Stadt

Auch im dicht besiedelten Süden fehlt es nicht an Grün. Der Sagamihara-Asamizo-Park liegt auf einem ehemaligen Militärgelände und bietet weite Rasenflächen, Sportanlagen und eine Platanenallee. Im Sagamihara-Kita-Park blühen im Juni Zehntausende Hortensien, im Sagamihara-Park lockt ein Garten im französischen Stil mit Brunnen und einem großen Gewächshaus. Entlang des Sagami-Flusses verlaufen Radwege, an den Ufern grillen Familien an Sommerwochenenden. In den Bergen von Midori-ku beginnen Wanderwege in die Tanzawa-Berge und auf Gipfel wie den Jinba-san. Wer übernachten möchte, findet am Sagami-See kleine Ryokan mit Blick auf das Wasser und in Fujino Gästehäuser in umgebauten Bauernhäusern.

Unterwegs und beste Reisezeit

Mehrere Bahnlinien erschließen die Stadt: die JR-Yokohama-Linie nach Yokohama, die JR-Sagami-Linie, die Odakyū-Linie Richtung Shinjuku und die Keiō-Sagamihara-Linie, die in Hashimoto endet. Für die Seen im Westen nimmt man die JR-Chūō-Linie bis Sagamiko oder Fujino, für Miyagase ist der Bus nötig. Die beste Reisezeit sind Frühling und Herbst, wenn sich die Berge färben; im Sommer ziehen Campingplätze an den Seen Familien aus Tokio an. Tagesausflüge führen zum Takao-san im benachbarten Hachiōji oder zum Ōyama in den Tanzawa-Bergen.